19.02.18

Vor dem Workshop...

Alles gerichtet: noch ist es still, bald geht es los

Vor einem Workshop sind wir gerne früh am Ort. Normalerweise muss immer noch irgend etwas gerichtet werden, denn egal wie früh wir mit dem Umräumen für die Workshops beginnen, es ist immer noch alles mögliche zu tun, bis Material und Werkzeuge vorbereitet sind.
Beim Collagekurs am letzten Wochenende war ich so früh fertig, dass ich Fotos der Materialtische machen konnte. Ich nehme euch beim Rundgang mit und kann euch so die Materialien vorstellen, mit denen ich zur Zeit besonders gerne arbeite.

Vorbereitete Papiere für Collagen

Vorbereitetes Collagenmaterial

Collagen mit selbst bedruckten Papieren mag ich besonders gern. Normalerweise hat man bei einem 2-Tages-Kurs ausreichend Zeit, Papiere zu gestalten. Bei einem 1-Tages-Kurs muss natürlich das Collagieren im Vordergrund stehen. Deshalb bereiten wir ausreichend Papiere vor, wie zum Beispiel Rostpapiere, Blueprints, viele unterschiedliche Gelatinedrucke nach Farben sortiert, Geschenkpapiere, alte Bücher usw.

Grundieren und Kleben - ein wichtiges Thema


Wenzhou Papier, mein liebstes Collagenpapier

Über das Kleben kann man Bücher schreiben... Zur Zeit verwende ich für Bildcollagen am liebsten einen Gel-Kleber (Potch von Kreul), mit dem man auch getrocknete Pflanzen gut und haltbar aufbringen kann (eigentlich ist er für Fototransfer gedacht) und das flüssigere Matte Medium der Firma Golden (den wir auch bei der Papierlamination verwenden).
Aber im Hintergrund des oberen Bildes seht ihr auch einen blauen Korb, in dem eine Vielzahl unterschiedlicher Kleber versammelt ist.
Im Vordergrund des unteren Bildes seht ihr die Rolle, in dem sich das Whenzou-Papier befindet. Das ist ein wunderbar leichtes Papier, das unbedruckt fast transparent auftrocknet. Fürs Schichten also hervorragend geeignet. Es verträgt besonders viel Feuchtigkeit und ist deshalb für Rosten, Blueprint und Gelatineprint besonders gut geeignet ist.
Aber jetzt kommt das Problem: Wenzhou ist kein Markenname sondern der Name einer Stadt, in der es viele Papier herstellende Betriebe gibt. Ihre Verpackungen ähneln sich bis in die Details. Und so kommt es, dass es im Handel Wenzhou-Papiere gibt, die unter großer Feuchtigkeit mehr oder weniger zerfallen. Und solche (wie wir es anbieten), die viel Feuchtigkeit aushalten. Dieses Papier erkennt man an einer Art Gitterstruktur, die zu sehen ist, wenn man das Papier gegen das Licht hält.

Stempel, getrocknete Pflanzen, Ecoprint-Papiere. Ganz links: flüssige Textil-Acrylfarben (Seidenmalfarben zum Bügeln), die sich auch gut auf Papier anwenden lassen.


Aquarellfarben und wasserlösliche Stifte und Kreiden. Sowie rechts oben Graphit, Ölkreiden und Pastellkreiden, die ebenfalls gesondert fixiert werden müssen.

Was man nicht sieht: die beiden Drucktische mit Gelli-Plates und vielen unterschiedlichen Acrylfarben. Die fotografiere ich dann beim nächsten Workshop.



Workshop zum Thema
An Pfingsten findet in Mannheim ein 3-Tageskurs statt mit vielen unterschiedlichen Drucktechniken.
Samstag 19. bis Montag 21. Mai 2017
Pflanzenbilder auf Stoff und Papier + Rost + Buchbinden
mit Sabine Jeromin-Gerdts