19.08.18

Experimente mit dem Sieb

Siebdruck (Procion MX) aus Baumwollsatin

Stoffgestaltung mit dem Sieb - dafür gibt es unendlich viele Möglichkeiten! Das geht weit über den üblichen Siebdruck mit einem fotobeschichteten Sieb hinaus.
Ende letzten Jahres hatte ich mir für einen Workshop eine Liste erstellt, welche Bedingungen für einen richtig guten Siebdruck erfüllt sein müssen. Und mich spaßeshalber gefragt, was passiert, wenn man an diesen Bedingungen dreht. Und das dann auch gleich mal ausprobiert. Manche Ergebnisse hatte ich erwartet. Oft aber war ich erstaunt, wie spannend die Resultate waren.
Aus all dem habe ich dann einen Workshop gebaut, der im Frühjahr so viel Spaß gemacht hat, dass er im Herbst nun noch einmal angeboten wird.

Siebdruck von Petra Disch (Procion MX auf Baumwollsatin)

In diesem Workshop ist der Zugang zum Thema also zum einen theoretisch-systematisch, zum anderen aber auch spielerisch, und man lernt viel über die Bedingungen eines "guten" Siebdrucks wie auch über Varianten, wie man zu einem völlig anderen, "experimentellen" kommt. Wir arbeiten teilweise mit neuen Materialien wie  auch mit verblüffend einfachen Werkzeugen.
Die Ergebnisse sind immer toll!


Kurs zum Thema

Experimente mit dem Sieb
Die Regeln des klassischen Siebdrucks auf den Kopf stellen und tolle Drucke entstehen lassen!
Drucken mit Procion MX auf Baumwollsatin
21. - 23. September in Mannheim mit Sabine Jeromin-Gerdts

14.08.18

Siebdruckschablone - Urwald

Urwald - Siebdruckschablone Nr. 1349, auf Stoff mit Dekaprint


Das Motiv dieser Siebdruckschablone stammt von einem Foto, das mein Mann vor einigen Jahren im Botanischen Garten gemacht hat.
Um dieses Muster habe ich mich immer nur herumgeschlichen, weil ich mir über seine Druckbarkeit nicht ganz sicher war.
Schwarz-weiß auf Papier (links) hat es etwas von einem Holzschnitt. Und so gefiel es mir eigentlich sehr gut.
Aber was passiert, wenn man mehrere Drucke auf Stoff setzt? Wie soll man den Anschluss positionieren? Welche Farben sollte ich wählen? Grün in Grün wäre deutlich zu  langweilig geworden.
Manchmal beantworten sich solche Fragen dann doch von selbst...

Eines Tagen waren nach einem Workshop eine ganze Reihe Farben übrig geblieben, was natürlich verführt.
Und so habe ich die Farben, ohne die Siebdruckschablone zwischendurch zu säubern, einfach nach einander gedruckt. Auch die Frage nach einem sauberen Anschluss der Drucke war mir damals egal (nach einem Kurs ist man ziemlich müde...): ich habe das Motiv, ohne groß zu überlegen, neben- und über einander gelegt. Und das sah überraschend gut aus.





12.08.18

Erfahrung sammeln auf Papier

Aquarell, Monoprint, Druck auf Aquarellkarton

Wenn ich zwischendurch mal Zeit habe, experimentiere ich gerne mit verschiedenen Materialien und Techniken. In letzter Zeit gerne auch mal auf Papier und Leinwand und mit Farben, mit denen ich weniger vertraut bin.
Das kleine Bild (DIN A5) oben wurde vor allem mit löslichem Aquarellpulver gemalt. Ein wenig pastose Acrylfarbe ist auch dabei und eine goldene Flüssigfarbe, mit der ich gemalt und gedruckt habe.
Für Stoffgestalter hat Papier den Vorteil, dass das Ausprobieren von Techniken und Technikkombinationen viel schneller geht als auf Textilien. Für die spätere Umsetzung auf Textil muss man sich dann ein paar Gedanken machen. Zum Beispiel: wie versiegle ich die Stoffoberfläche, damit sich die Farben darauf wie auf Papier verhalten? Mit welchen Farben erreiche ich einen Aquarelleffekt? Welche unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es für helle Effekte auf dunklem Grund?
Lauter spannende Fragen. Eins zu eins lassen sich Techniken und Farbeffekte selten einmal übertragen, schon weil glattes Papier und matter Stoffuntergrund eine völlig unterschiedliche Farbwirkung ergeben. Ähnlicher werden die Effekte, wenn man Stoff mit Gesso grundiert und darauf -wie auf einer Leinwand- malt, sprüht und druckt. Das so bearbeitete Gewebe ähnelt vom Erscheinungsbild her einem Gemälde; vom Griff und Fall her ist es aber viel eher ein Stoff als eine gekaufte Leinwand und kann sehr gut geschnitten und genäht werden.
Grenzen zu überschreiten fasziniert mich mehr und mehr, und ich bin gespannt, wohin mich das führt.
Euch einen guten Start in eine tolle Woche!
Herzliche Grüße
Sabine



08.08.18

Bildtransfer - Verlust, der sich in meinen Augen als Gewinn erweist

Kleine Stoffcollage (noch nicht fertig) mit zwei Bildtransfers

Egal, welche Art von Fototransfer gewählt wird: immer zeigt das übertragene Bild weniger visuelle Informationen als das Original.
Manchmal ist das übertragene Bild blasser als das Original. Manchmal lässt sich das Bild -vor allem beim Geltransfer- nicht vollständig übertragen, es fehlen Teile. Das wird als Verlust bezeichnet. Sogar mit Bügelfolien lassen sich Bilder in der Regel nicht 1:1 übertragen. Beim Ablösen der Folie bleiben immer einige Farbpartikel am Trägerkarton hängen. Die Übertragung ist etwas blasser und manchmal farbverändert. All dies gilt als Verlust.
Deshalb bevorzugen viele den direkten Bildausdruck auf den Stoff. Das sieht dann schon sehr perfekt aus. Mir aber meistens zu perfekt.
Mir gefallen die etwas blasseren Farben der Lösungsmitteltransfers (Lavendelumdruck), die kleinen Ausbrüche beim Geltransfer. Das sind Bilder, die leben, die die Geschichte ihrer Bearbeitung zeigen. Für mich sind gerade die kleinen und größeren visuellen Verluste ein großer Gewinn!

Halbtransparent
Das Bild oben zeigt eine kleine Landschaftscollage, die noch in Arbeit ist.
Grundlage für die beiden Transfers ist ein Foto, das mein Mann vor vielen Jahren in Irland gemacht hat: Wasserpflanzen, die sich in einem See spiegeln. Ich habe das Bild auf eine Bügelfolie kopiert und kleinere Teile davon auf einen Baumwollstoff gebügelt: links, der größere grüne Bereich, sitzt direkt auf weißer Baumwolle.
Der schlanke blaue, senkrechte Streifen (eher rechts) stammt von derselben Bügelfolie und zeigt im Prinzip dieselbe grüne Farbe. Da ich sie aber auf eine blaue Grundierung gesetzt habe, schimmert diese durch und das übertragene Bild wirkt farblich völlig anders.
Man kann sich also merken, dass die meisten Transfers halbtransparent sind. So lassen sie sich -wenn man das möchte- prima in eine größere Bildkomposition integrieren. Trotz anderer Oberfläche sind sie kein Fremdkörper im Bild; vor allem, wenn man wie hier, Elemente aus dem Foto übernimmt und über den ganzen Stoff verteilt (Transfers lassen sich mit Textil-Acrylfarbe prima bedrucken und bemalen).


Kurs im August zum Thema Bildtransfer:
Bildtransfers sind also eine tolle Bereicherung für Textilarbeiten und Malerei!
Habt Ihr Lust, verschiedene Transfermethoden für Stoff und Papier kennenzulernen? Und viele Tipps und Tricks zu ihrer Bearbeitung?
Wir führen in Mannheim dazu einen Workshop durch!
3 Tage in Mannheim: 24. bis 26. August - Bildtransferverfahren auf Stoff und Papier. (LINK)
Wenn Ihr Fragen dazu habt, erreicht Ihr mich unter
info@textilstudio-speyer.de






07.08.18

Siebdruckmuster

Siebdruckschablone Nr. 1385

Dieses Motiv (Link) gehört zu meinen Lieblingsmotiven, weil es so ausdrucksvoll ist und weil durch Drehen und Wenden der Schablone beim Drucken auf dem Stoff ein Rhythmus entsteht.
Als Grundlage für das Muster habe ich das Foto eines von mir bedruckten Stoffs genommen, das Bild entsprechend mit einem Programm bearbeitet, so dass nur noch der Druck in schwarz und weiß übrig geblieben ist. Dann muss man sich nur noch einen geeigneten Ausschnitt suchen.
Ein abstrakte Muster, das ideal ist für Schals und kleinere Nähprojekte, aber auch für Bilder in Kombination mit anderen Mal- und Drucktechniken.
Entstanden ist der Stoff in einem Workshop von Leslie Morgan in Speyer, in dem sie gezeigt hat, wie unterschiedliche Schnüre, Garne, Gummiringe, Stoffstreifen oder Bast als Siebreservierung super schöne Muster ergeben. Dies ist eine meiner Lieblingsmethoden für Siebdruck geworden! Ganz einfach, aber immer effektvoll!
Der Druck mit dieser Siebdruckschablone sieht ein bisschen aus wie MarkMaking: kräftige Linien, gezogen mit einem Liner. Druckt man die Garne mit einem Sieb, ist der Effekt natürlich gerade umgekehrt: die Linien sind heller, die Farbumgebung dunkler.

Wenn Ihr Lust habt, solche und eine Vielzahl anderer Siebdruckeffekte zu lernen, 
dann könnt Ihr das bei uns in Mannheim  und Speyer z.B. in den folgenden Workshops:

  • Tageskurs 10: Sonntag 19. August: Unikatstoffe-Unikatschals: Drucken mit Procion MX, Mannheim (LINK)
  • 2-Tageskurs: 8. + 9. September: Breakdown Printing, Speyer (LINK)
  • 3-Tage-Grundlagenkurs: 14. bis 16. September, Grundlagenkurs 3: Ein leeres Sieb - so viele Möglichkeiten!, Mannheim (LINK)

04.08.18

Neue Liebe: Kleine Mixed Media Collagen

Collage Mixed Media

Auch meine neue Liebe zu kleinen Stoffcollagen verdanke ich einer Kursvorbereitung.
Collagen haben -im Gegensatz zu Quilts- einige Vorteile im Gestalten: man kann einfach spielerisch alles Mögliche ausprobieren, ohne an Waschen, schöne Nähte usw. denken zu müssen, da sie einfach als Schmuck für die Wand gedacht sind.
An Farben kann man so ziemlich alles einsetzen, solange bedenkt, dass ein löslicher Farbauftrag fixiert werden muss, wenn der nachfolgende feuchte Auftrag den unteren nicht anlösen soll. Zur Fixierung eignet sich zum Beispiel ein übliches Fixierspray mit einem größeren Acrylanteil, wie es in der Malerei oft verwandt wird.
Stoffe selbst zu grundieren hat gegenüber fertig grundierter Leinwand den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, welches Gesso in welchen Mengen an welche Stellen wie gleichmäßig aufgetragen wird. Und man kann die Struktur des Untergrundes wählen. All dies sieht man später nicht unmittelbar, ist aber ein wesentlicher Faktor der Wirkung.
Ich hätte gute Lust, so etwas mal in Groß zu machen!
Herzliche Grüße und ein schönes kreatives Wochenende!
Sabine




02.08.18

Batikeffekte mal anders


Batikeffekt mit weißen Pentel Stoffmalkreiden auf Nessel

Diese kleine Entdeckung verdanke ich einer Kursvorbereitung. Anstelle von heißem Wachs oder flüssigem Kaltwachs habe ich hier versuchsweise Pentel Stoffmalkreiden ausprobiert.
Der weiße Nessel wurde zunächst rostfarben grundiert (Seidenmalfarbe zum Bügeln). Die Zeichen habe ich dann mit weißer Stoffmalkreide aufgetragen und den Stoff zwischen Backpapier heiß gebügelt. Dadurch wird sowohl die Seidenmalfarbe als auch die weiße Stoffmalkreide fixiert und das Wachs kann tief ins Gewebe eindringen.
Der eigentliche Batikoptik entstand dadurch, dass ich anschließend blaue Seidenmalfarbe über Teile des Stoffs gepinselt habe. Zum Schluss noch mal bügeln, dann ist alles waschbar!
Der Witz bei dieser Methode besteht also darin, dass man farbige Wachszeichen ganz einfach auf Stoff malen und mit nur zwei Farbaufträgen komplex wirkende Musterungen erzielen kann.


Batikeffekt mit Farbblockierer von KREUL

KREUL bietet einen ganz einfach anzuwendenden Farbblockierer an, den es einmal in einer Tube gibt (für Schrift und Zeichnung wie hier) und im Glas für flächige Abdeckungen.
Auch hier hatte ich die Kritzeleien auf einen bereits grundierten un d fixierten Stoff aufgebracht.
Man lässt seine Zeichnung etwa 20 Minuten trocknen (Trocknungszeit kann durch Föhn beschleunigt werden). Anschließend erfolgt ein zweiter, dunklerer Farbauftrag mit Seidenmalfarbe, der zur Fixierung gebügelt wird.
Durch Handwäsche lässt sich der Fabblockierer auswaschen, die hellen Stellen sind nun sichtbar.


Auch für Procion MX anwendbar!
Bei der Vorbereitung eines anderen Kurses hatte ich entdeckt, dass dieses Vorgehen auch mit Procion-Farben funktioniert.
Da ich die Kontraste weich halten wollte, hatte ich hier ebenfalls einen mit Procion vorgrundierten Stoff verwendet und Schriften mit dem Farbblockierer aufgebracht. Nach dem Trocknen wurde das Gelb mit Orange überdruckt. Dann wieder eine Schrift aufgebracht usw.
Den Stoff hatte ich -wie üblich- über Nacht ruhen lassen und morgens schnell ausgespült.




04.07.18

Breakdown Druck - ein idealer Hintergrund fürs Schichten

Detail: Zwei Siebdruckschablonen übereinander gedruckt mit Dekaprint

Siebdruckschablone
Um es gleich vorweg zu nehmen: was ihr hier seht, ist kein echter Breakdown-Druck sondern ein Druck mit einer unserer neuen Siebdruckschablonen, die aus einem echten Breakdown entstanden ist.
Mit einem Bildbearbeitungsprogramm versuchten ich das Foto in ein Sieb umzuwandeln und war nicht sonderlich hoffnungsvoll, dass es funktioniert.
Das Bild links sieht ja nicht sehr druckfreundlich aus (deshalb haben wir die Schablone auch noch nicht in den Shop gestellt). Aber ich war total erstaunt, wie gut sie sich doch eignet und welch einen tollen Hintergrund sie abgibt.

Detail
Gemischt hatte ich wie auch bei den letzten Drucken (LINK und LINK) direkt auf der Palette.
Je einen Klecks Dekaprint (LINK) in Weiss, Euro-Rot (was Magenta entspricht), Schwarz und Dunkelgrün und dann einfach gedruckt, wie es kam.
Solch eine Siebdruckschablone sollte übrigens immer wieder gedreht und übereinander gedruckt werden. Das wirkt lebendiger.

Ein flächiger Hintergrund verlangt nach einem filigranen, detailreichen Motiv.
Sieb "Bäume"
Dazu kamen mir die Bäume gerade recht. Das zugrunde liegende Bild stammt von einem Spaziergang am Rhein und wurde von mir ebenfalls mit einem Bildbearbeitungsprogramm  in ein Motiv für eine Siebdruckschablone verwandelt (LINK).

Mit Dekaprint oder anderen Bügelfarben geschichtete Stoffe werden eher etwas schwer und ein wenig steif. Die Farben sitzen auf dem Stoff und dringen nicht -wie z.B. Procion MX- in die Faser ein. Das wird von manchen Stoffdruckerinnen als Nachteil bewertet.

Ich sehe das nicht so: zum einen ist es mir bei einem Stoff, der für die Wand bestimmt ist, egal, ob er besonders weich fällt oder nicht.
Zum anderen gibt es Nähprojekte, bei denen ein kräftiger Stoff ausgesprochen von Vorteil ist. Denkt mal an Taschen aller Art, an Beutel, an manche Wohndekorationen, an Sesselbezüge...
Und der Vorteil bei allen Textil-Acrylfarben (bügelfixierbaren Farben) ist die besonders einfache Handhabung: Flasche aufdrehen, Farbe aufnehmen und loslegen.

Stoff insgesamt


02.07.18

Esthers Kleid aus Ecoprint-Probestreifen!

Viele unserer Workshops sind Technik-Kurse. Das bedeutet, dass man weniger ein festes Projekt durchzieht, als vielmehr eine Menge unterschiedliche Probestücke macht.
Bei Ecoprint-Kursen probiert man zum Beispiel aus, welchen Effekt unterschiedliche Beizen bewirken, wie man zusätzliche Farbe in den Ecoprint bringen kann und ähnliches mehr.

Dass man mit einigem Geschick und Talent aus solchen Probestücken sogar ein Kleid zaubern kann, sehr ihr links.
Dieses Kleid hat Esther aus der Schweiz gezaubert, aus den Probestücken, die sie im Workshop "Ecoprint - das volle Programm" im Juni gemacht hat.
Und die Rückseite ihres Kleides sieht wieder anders aus! Alles passt, sieht toll aus und ist ein wunderbares Unikat!

Dass man für solch ein Stück einige Erfahrung -nicht nur im Nähen, sondern auch im Ecoprinten- mitbringen und bereit sein muss zu tüfteln, ist klar.
Esther hatte vor diesem Kurs bereits einen Einführungsworkshop in Mannheim besucht und dabei festgestellt, dass ihr die Technik Spaß macht und dass sie darüber mehr erfahren möchte.
Und somit waren einige der Probestücke in dem ausführlichen 4-Tage-Workshop nicht völliges Neuland für sie.

Aber dass man mit Erfahrung, Begabung und viel Nähkenntnissen so etwas Tolles aus Probestücken zusammenstellen kann, hätte ich mir nicht vorstellen können.
Danke Esther, dass ich Dein Kleid zeigen darf!








Zusatztermin Ecoprint im November

Der nächste Workshop im Oktober 2018 ist leider ausgebucht.
Aber wir haben einen Zusatztermin eingerichtet:

Donnerstag 15. bis Sonntag 18. November 2018
Ecoprint - das volle Programm + Rost
Speyer, 4 Tage, mit Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin
(LINK zu Kursbeschreibung)

27.06.18

Mustermittwoch Fliesendruck auf Stoff

Stoffdruck: Jeromin-Siebdruckschablone, Dekaprint


Ausschnitt
Den ganzen Monat hatte ich schon um das Fliesen-Thema herumgedacht. Eigentlich bin ich ein Fliesen-Fan, aber die Umsetzung des Themas ist mir schwer gefallen.
Natürlich gefallen mir die wunderbaren alten Fliesen aus dem Süden. Aber nur zum Schauen und Bewundern. Weniger, dass dies ein Thema für mich selbst wäre. Zu präzise, zu gerade?
Dann sind mir aber alte, abgetretene Fliesen in Terrakottatönen eingefallen mit Flecken, Rissen, Unregelmäßigkeiten: ein tolles MarkMaking Thema! In Gedanken hatte ich bereits ein Büchlein gefüllt. Aber eben nur in Gedanken - die Zeit, die Arbeit, das Leben -wer kennt das nicht- haben gegen mich gehalten.

Vorgestern habe ich dann in alte Bilder gekramt und einen Artikel zu einer bestimmten Siebdruckschablone veröffentlicht (LINK).
Aber erst gestern Abend ist bei mir der Groschen gefallen:
Gedruckt in den richtigen Farben hat das Motiv tatsächlich den Ausdruck alter Fliesen mit den Spuren jahrzehntelangen Gehens, Laufens, Tretens, Stapfens, Schlurfens, Hüpfens, Tanzens (was man eben so im Laufe des Lebens mit seinen Füßen macht...).
Etwas unregelmäßig verlegt, etwas unregelmäßig gebrannt, die Glasur teilweise abgetreten - ein Boden mit Spuren.

Und wie es das Glück will, ich habe tatsächlich ein Stück Stoff gefunden, das im Frühjahr von mir in den richtigen Farben gedruckt worden war. Jetzt freue ich mich, euch das zeigen zu dürfen und wenigstens in der letzten Woche des Themas dabei sein zu können.

Mit diesen beiden Links kommt ihr auf den Blog von Michaela Müller (https://muellerinart.blogspot.com/) und ihre Juni-Themenseite mit all den Fliesenbeiträgen (https://muellerinart.blogspot.com/2018/06/papierfliesen-muster-mittwoch-279.html)


Kommentare
Wir haben unsere Kommentarfunktion zur Zeit abgeschaltet, freuen uns aber über eure Kommentare, Fragen und Tipps per E-Mail: 
jeromin(at)jeromin-shop.de
Ihr bekommst schnell Antwort!