31.12.16

Tschüss 2016, Hallo 2017!


Kalender von Michaela Müller (www.muellerinart.blogspot.de)
 und Brigitte Balser (www.brigittebalser.eu)

Mit Michaela Müllers (www.michaela-mueller-design.de) wunderschönem Kalender verabschiede ich das Jahr 2016 und heiße das neue Jahr 2017 mit der noch verschlossenen Tür willkommen!
Lasst sie uns um Mitternacht öffnen und das Beste daraus machen!
Und mit dem optimistischen Januarbild von Michaela Müller wünsche ich uns allen einen guten Beginn!
Bleibt gesund und fröhlich, genießt eure Kreativität!
Herzlichst
Sabine

 
Kalender von Michaela Müller (www.muellerinart.blogspot.de)
 und Brigitte Balser (www.brigittebalser.eu)








29.12.16

Bügel-Transferfarben

In Arbeit: verschiedene Techniken mit Transferfarben

Zugegeben, mein Interesse für Transferfarben ist noch relativ neu. Das mag daran liegen, dass wir uns lange Jahre nur mit Naturfasern beschäftigt haben. Seit ich weiß, dass sich manche Synthetikstoffe wie Naturstoffe anfühlen, habe ich mich mit ihnen etwas versöhnt (zumindest als Grundlage für Transferfarben, denn was diese können, ist schon erstaunlich!).

heller Maskendruck und dunkler Direktdruck
Bügel-Transferfarben lassen sich nur auf Stoffen anwenden, die einen Poly-Anteil von wenigstens 60% aufweisen (z.B. bei uns: Poly-Batist oder Poly-Organza). Je höher der Synthetikanteil, desto intensiver und leuchtender die Farben.
Meine Aufmerksamkeit wurde geweckt als ich entdeckte, dass Maskenabbildungen von Pflanzen auf Stoff nicht nur mit Hilfe von Gelatineprints machen lassen. Sondern dass die vergleichbaren Ergebnisse durch Transferfarben auch noch den Vorteil haben, dass der Stoff leicht bleibt.


Erstaunlicherweise gibt es im Netz verhältnismäßig wenig Informationen und Anleitungen für diese Farbgruppe. Sehr intensiv setzt sich die australischen Künstlerin Marie-Therese Wisniowski  mit Transferfarben  auseinander und lotet in ihren Arbeiten zumindest einen größeren Teil der faszinierenden Eigenschaften aus. Für spezielle Effekte setzen mehrere bekannte Textilkünstlerinnen in GB und den USA Transferfarben ein, wie z.B. Cas Holmes. Gerade für Künstlerinnen, die gerne alte, gebrauchte Stoffe für ihre Arbeiten verwenden und bearbeiten, sind Transferfarben ein wichtiges Werkzeug.
Transferfarben gibt es als Pulver, das man anrührt oder als flüssige Pigmentfarben. In dieser praktischenm gelösten Form bieten wir sie an (Deka Bügelfarben). Man trägt sie auf Papier auf (Pinsel, Schwamm, Spray, Druck) und bügelt sie von dort aus auf den Stoff. Dafür kann das Papier gerissen oder geschnitten werden. Die Farben sind halbtransparent und lassen sich auf dem Stoff von hell nach dunkel schichten.

Elisabeth Schwinge hat in der Zeitschrift TEXTILKUNST einen hervorragenden Artikel über Transferfarben geschrieben, den ich wirklich empfehlen kann (Hier wird Druck gemacht! 2005, Heft 3, Seite 152-154) . Er hat mir den Einstieg sehr erleichtert.

Ideal für Patchwork, Acessoires und Mode! Das Faszinierende an diesen Farben ist die Möglichkeit, sehr tief zu schichten und dabei alle Techniken zu verwenden, die auf Papier möglich sind. 

Ein ideales Verfahren für alle, die wenig Platz haben! Denn Papiere lassen sich bequem abends vor dem Fernseher vorbereiten. Und dann braucht man nur noch Backpapier sowie ein Bügeleisen und Bügelbrett, um an einem geeigneten Tag loszulegen. Die Arbeit kann jederzeit unterbrochen und neu aufgenommen werden.


Wer Lust hat, diese Farben und ihre vielfältigen Möglichkeiten in einem Minikurs kennen zu lernen (zusammen mit 3 weiteren interessanten Techniken), kann das am 21.+22. Januar in Speyer tun.
Wir werden ein wirklich volles Programm bieten: vier Schnupperkurse für Stoff, nämlich Transferfarben, Siebdruckschablonen, Fototransferverfahren auf Stoff und ein Minikurs in freiem Sticken und Quilten.
Und was am meisten Spaß macht: all diese Techniken stehen nicht nur für sich alleine. Man kann sie hervorragend kombinieren!

www.textilstudio-speyer.de
www.jeromin-shop.de





27.12.16

Farbenfreude an den Feiertagen!

Gelatineprints auf Malkarton laminiert

Die ruhigen Feiertage konnte ich  ausnutzen: alle Tische waren einladend leergeräumt, aber schon wenige Stunden später wieder bedeckt mit Farbflaschen, Papieren, Pinseln, Farbrollen usw. Ich konnte einfach nicht widerstehen!
Meine Gelatineplatte aus dem Kurs von Kristina Schaper (www.amliebstenbunt.blogspot.de) bei uns im November hat sich wunderbar gehalten und kam jetzt wieder zum Einsatz, dazu Acrylfarben von diversen Herstellern. Interessant war für mich, dass die unterschiedlichen Konsistenzen und Trocknungszeiten der Farben bei Gelatineprints gezielt eingesetzt werden können. Da ich Collagenpapiere erstellen wollte, habe ich ein verhältnismäßig dünnes Papier verwendet.
Gedruckt habe ich meistens nur zwei Schichten, zum einen mit einer einfachen, selbst geschnittenen Schablone aus dem dünnsten Moosgummi, das es gibt (1mm). Das Material lässt sich einfach mit der Schere bearbeiten und ist trotzdem schön stabil. Das hat sich bewährt, da will ich für unseren ersten Kurs im Jahr noch ein paar mehr vorbereiten.

Gelatineprints auf dünnem Papier für Collagen



Zum anderen mag ich das neutrale Metallgitter, das Brunhilde in einem Baumarkt besorgt hat und das wir als Schablone, als Druckstock und für Breakdown Prints verwenden. Und jetzt also auch beim Gelatinedruck.
Um für die Collagen ausreichend unterschiedliche Texturen zu bekommen, wurden einige der Gelatinedrucke noch mit ein paar Siebdruckmotiven bedruckt.

Wer mit uns im Januar drucken möchte, kann das am 14. + 15. Januar 2017 in Speyer tun (es gibt noch zwei Plätze). 
Wir werden ein wirklich volles Programm bieten: vier Schnupperkurse für Papier, Malgrund und Leinwand, nämlich Gelatineprint, Siebdruckschablonen, Fototransfer und Collagen mit Wachs (Encaustic).
Und was am meisten Spaß macht: all diese Techniken stehen nicht nur für sich alleine. Man kann sie hervorragend kombinieren!

www.textilstudio-speyer.de
www.jeromin-shop.de




25.12.16

Frohe Weihnachten!

Siebdruck von Christine Bauer


Mit dieser Karte, die wir von der Künstlerin Christine Bauer bekommen haben, wünschen wir euch allen wunderschöne, entspannte Festtage!
Die Karte ist handgedruckt mit unseren Siebdruckschablonen, und ich bin immer wieder aufs Neue voller Freude, wenn ich solch eine virtuose Arbeit sehe, die mit ihnen gemacht wurde! Vielen Dank Christine!
Und wir möchten uns auch ganz herzlich bei allen Kundinnen, Kursteilnehmerinnen, Kursleiterinnen, Leserinnen und unseren Lieferanten bedanken, die uns im letzten Jahr unterstützt haben!
Schöne Weihnachtsgrüße, lasst es euch gut gehen!
Sabine

www.jeromin-shop.de
www.textilstudio-speyer.de

16.12.16

Wie ein Gemälde

Brunhilde Scheidmeir: Eukalyptus auf Wolle

Wie ein Gemälde wirkt diese Ecoprintstoff, wenn man ihn auf einen Keilrahmen aufzieht. Ich habe dafür die grundierte Leinwand auf dem Rahmen gelassen, den kräftigen Wollstoff darüber gezogen und auf der Rückseite fest getackert.
Die Prints erscheinen so intensiv, weil der verwendete Wollstoff (Wollstrukturstoff) eher schwer ist. Und ihr erinnert euch: Eukalyptus auf Wolle immer ohne Beize. Nur dann erhält man diese wunderbaren Rot- und Orangetöne!
Morgen findet in Mannheim der letzte Workshop im alten Jahr statt. Das ist für mich eine Gelegenheit, mit Hilfe von Brunhilde einige Drucke für ein ArtBook zu machen. Die Drucke sollen anschließend noch bemalt, bestickt, bedruckt und beschriftet werden - ein kleines kreatives Abenteuer, auf das ich mich schon total freue!
Euch ein wunderschönes Wochenende!
Herzliche Grüße von Sabine



13.12.16

Eine Geschichte erzählen mit Stoff - Ecoprints mal anders

Ecoprints von Brunhilde, Collage von Sabine

Was man aus Stoffresten so alles machen kann: zum Beispiel eine Collage.
Zu der oben gezeigten Collage gab es ein Thema (Wald, Zauberbaum). Und da kamen die kleinen Ecoprint-Reste von Brunhilde gerade recht. Das Schöne: ich hatte ganz unterschiedliche Stoffqualitäten zur Verfügung!
So weit ich das noch aus dem Foto ersehen kann, habe ich alles in das Buch geklebt. Heute würde ich vermutlich noch ein paar Stickstiche hinzufügen.
So etwas macht einen Riesenspaß und kann durchaus auch ohne Thema zusammengestellt werden. Entweder kann man die Stoffreste auf einen Hintergrund applizieren. Das ergibt dann einen kleineren oder größeren Quilt.
Oder man kann die Stoffreste auf einen Malgrund kleben.
Oder man nimmt anstelle von Stoffresten Papier...
Möglichkeiten über Möglichkeiten. Und eine entspannende Spielerei über die Feier- und nachfolgenden Urlaubstage.

12.12.16

Siebdruck und Filzen: Verblüffendes Zusammenspiel von Seidenfarbe und Wolle

Siebdruck auf Pongé 05 verflzt mit schwarzem Wollvlies
Im Bedrucken von Stoff bin ich ziemlich fit, im Filzen aber gar nicht. Deshalb hatte ich an diesem Wochenende ein Aha!-Erlebnis nach dem anderen.
Denn durch das Verfilzen mit Wolle verwandelt sich der bedruckte Stoff völlig und erhält sozusagen eine neue Persönlichkeit. Zum einen ziehen sich Muster durch das Filzen stark zusammen, die Größenverhältnisse ändern sich.
Zum anderen beeinflusst die Farbe der Wolle den Druck ungemein! Wir hatten uns an diesem Wochenende der Einfachheit halber auf schwarzes Wollvlies beschränkt (es stammt von IDEEN und ist super fein, weich und lässt sch hervorragend bearbeiten!). So lernt man am schnellsten, wie sich Druckfarbe und Wolle beeinflussen.

Der Beginn: ein einfaches, mit Tape abgeklebtes Sieb. Gedruckt wurde mit Procion MX auf Pongé05

Uns so haben wir angefangen: Die Seide (hier weiße Pongé 05) wurde im Farbverlauf mit einem einfach gemusterten Sieb bedruckt. Zwischenräume zwischen den Drucken wurden per Rakel mit angedickter Procion MX in Türkis eingefärbt. Die weißen Reservierungen und Lücken im Farbauftrag haben wir extra so gelassen: sie geben dem Stoff zusätzliche Frische.

Nach dem Fixieren und Auswaschen: die noch feuchte Seide soll jetzt befilzt werden

Meine Lieblingskontrast: warme Rot-Orangetöne mit leuchtendem Türkis! Das ist Sommerfeeling pur!
Eigentlich hätte ich diesen Stoff am liebsten so behalten... aber wir waren ja im Filzkurs, und Brunhilde wollte an diesem Demostück neue Möglichkeiten des Befilzens zeigen.

Befilzt mit Resten von schwarzem Nadelvlies, das vorher gezogen, gedehnt, gerissen und gestückelt, dann neu und mosaikartig zusammengesetzt wurde

Ja, und jetzt muss ich zugeben: der Stoff hat durch das Befilzen doch deutlich gewonnen!
Das Schwarz der feinen Merinowolle dämpft die harten Kontraste: die weißen Reservierungen nehmen eine Art Grauton an, alle Farben bleiben kräftig, aber erscheinen ruhiger.
Die spezielle Befilzung von Brunhilde hat sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite für zusätzliche Effekte gesorgt. Darüber hinaus trägt sich der Schal dadurch besonders weich und schmiegsam.

Ach, es waren zwei tolle Tage mit einer super netten Gruppe! Und eines dieser speziellen Wochenenden, an denen man immer wieder Neues entdeckt, viel von einander lernen kann, neue Erfindungen macht (mehr davon bald) und an dem jede Einzelne inspiriert mit schönen Arbeiten nach Hause geht!

Dieser Workshop wird Mitte Februar 2017 wiederholt:
Sa, 18. + Sonntag 19. Februar 2017 in Mannheim
Übersicht über unsere Kurse 2017

10.12.16

Ein bisschen viel von allem?


Vielleicht ein bisschen viel von allem?
Viel Farbe, viele unterschiedliche Techniken, viel drunter und drüber... dennoch mag ich diesen Stoff, der schon vor ein paar Jahren entstanden ist, immer noch.
So, wie er ist, könnte man ihn wohl einfach zum Nähen verwenden (Täschchen, Einband oder so). Vielleicht überlege ich mir das wirklich.
Oder ich könnte durch Quilten und Sticken versuchen, Ruhe, Struktur und einen Blickfang einzubauern, um das Chaos etwas zu bändigen?
Wenn ich mir aber die Menge an Arbeit anschaue, die bis Jahresanfang noch zu machen ist, wird das Projekt doch noch etwas warten müssen.

07.12.16

Impressionen Mark Making

Arbeitstisch mit Mark Making-Werkzeuge
Der November ist ziemlich anders gelaufen als gedacht: Am Abend nach Kristinas Kurs bei uns (es war so schön, und die Bilder des 2. Tags muss ich unbedingt noch nachreichen) bekam ich Fieber, das ich lange nicht mehr weg bekam. Jetzt bin ich wieder ok, aber es ist viel Arbeit liegen geblieben.
Hier ein paar Bilder aus einem kleinen, feinen Workshop, den wir zum Thema Mark Making für Patchwork und Quilts angeboten haben.

Noch mehr Werzeuge...

Begonnen haben wir auf Papier, zum Lockerwerden (hier Fingerprints, zweierlei Pipetten, Feder usw.)

Mark Making auf Stoff und erste Kontraste

Monotypie auf Stoff als Kontrastübung

Erste Kombinationen


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