31.07.16

Sommerwiese auf Bouretteseide - alles Natur!

Alles Natur! Zwiebelschalen, Blattdrucke, Naturfarbensude auf Bourette 22

Sind diese Farben nicht zauberhaft? Zart und gleichzeitig intensiv, mit großer Farbvielfalt... hier zeigt sich das Können von Brunhilde Scheidmeir!
Die Bourette 22 ist eine leichte, etwas offen gewebte Qualität, die sich zum Beispiel für Schals und Stolen eignet. Sehr schön für Blusen, Tuniken, lockere Röcke,
Wir haben die Bourette vorher in der Maschine im Kochprogramm gewaschen mit 1/2 neutralem Bio-Waschmittel und 1/2 Soda. Man muss bei dieser Behandlung mit etwas mehr als 10% Einsprung rechnen. Dafür wird die Faser hervorragend für Farbe aufgeschlossen.
Wer einen Trockner hat, dem sei das Trocknen des Stoffs in der Maschine empfohlen, wenn diese Qualität wird so schmuseweich!
Wer lieber an der Luft trocknet, kann mit einem kleinen Schuss Weichspüler Wunder bewirken. Wir hassen Weichspüler eigentlich, haben uns aber von Profis übezeugen lassen. Wichtig: wir nehmen die preiswerten Hausmarken mit wenig oder gar keinem Duft, die von den großer Drogerieketten angeboten werden.



30.07.16

Glühende Sommerhitze

Monoprint + Siebdruckschablonen: Acryl auf Papier

Der Hintergrund wurde in eine Art Gelli/Monoprint gemacht, die Blütendrucke und Ranken habe ich mit einigen unserer Siebdruckschablonern gedruckt. Ich gebe es zu, es sieht ein bisschen aus wie eine brennende Wiese... aber diese feurigen Farben gehören einfach zu mir.

Siebdruckschablonen über Gellidrucke, ganz wunderschön und völlig anders, sind hier zu sehen:
http://neststern.blogspot.de/2016/07/mit-gingkoblattern-drucken.html
Liebe Susanne, über Deine Drucke habe ich mich total gefreut! Super schön!

Links zum Thema
Siebdruck auf Papier

28.07.16

Juttas dramatischer Kissenbezug

Jutta: Ecoprint mit Blauholz auf Baumwollkissen

Ist der Bezug von Jutta nicht ganz wunderbar?
Aus einem einfachen weißen Kissenbezug aus Baumwolle lässt sich mit wenig Aufwand die Natur ins Haus holen. Lichtecht, waschecht, sieht toll aus!
Entstanden während des letzten Ecoprint-Kurses in Mannheim.

Anleitung/Buch
Brunhilde Scheidmeir + Fritz Jeromin: Naturdruck mit Pflanzenfarben auf Stoff. 20.-EUR

Nächster Workshop
15.-16. Oktober in Mannheim

27.07.16

Blick in eines unserer Ladenregale

Sanfte Unis zu starken Musterstoffen

Zum Kombinieren mit intensiv bedruckten Musterstoffen: sanfte, genau dazu passende Unis, die mit möglichst wenig Struktur von uns handgefärbt wurden. Wir haben sie aber extra nicht mit der Waschmaschine gefärbt, denn sie sollen noch etwas Hand und Persönlichkeit zeigen - nur eben nicht zu viel, damit sie den Druckstoffen den Vortritt lassen.
Aber natürlich können wir auch bunt!!!

Nächster Färbekurs in Mannheim
03. - 04. September: Färben mit Procion MX. Basics und kreative Färbemethoden



26.07.16

Echtheiten

So gut bereitet sich Brunhilde Scheidmeir vor: Selbst erstellte Echtheitentabelle für Naturfarben und Beizen.                      Die Vorderseite wird dem Licht ausgesetzt. Auf der Rückseite sieht man die gleichen Farbaufträge, die im Dunkeln bleiben. Blauholz in Kombination mit Alaun ist schon mal durchgefallen...

Lange Jahre bin ich vor Farben zurückgeschreckt, von denen es hieß, dass sie nicht lichtecht oder nicht waschecht seien. Warum einen Stoff färben, der sich anschließend deutlich verändern wird?
Bis mich mein Bruder im Gespräch darauf aufmerksam machte, dass mangelnde Licht- und Waschechtheit nicht an sich ein Problem ist, sondern nur im speziellen Zusammenhang.
Das bedeutet: 
Mangelnde Lichtechtheit ist ein Problem, wenn man das gefärbte Stück fest an die Wand oder ins Fenster hängt und es nicht bewegt. Das ist z.B. der Fall, wenn man einen Quilt eine Zeitlang aufhängen (umso mehr, wenn die Stelle gut durch Licht beleuchtet ist) und in einem Schaufenster ausstellen möchte.
Mangelnde Waschechtheit ist dann ein Problem, wenn ein Kleidungsstück häufig gewaschen werden soll. Und eigentlich auch dann nur, wenn die Färbung weiterhin so intensiv sein soll, wie sie gleich nach dem Waschen war.

Die Echtheiten immer danach beurteilen, was mit dem Stoff geschehen soll. 
Soll ein Stoff als Bekleidung oder modisches Accessoire dienen, ist die Lichtechtheit seiner Färbung völlig egal (außer er soll für längere Zeit im Schaufenster hängen...). Normalerweise wird der Stoff bewegt oder hängt im dunklen Schrank. Aber: die Waschechtheit könnte wichtig werden, wenn der Stoff häufig gewaschen werden soll.
Für einen Quilt ist eine mangelnde Waschechtheit selten ein Problem, eine hohe Lichtechtheit ist wichtiger! Die Waschechtheit ist für einen Babyquilt zum Krabbeln und Spielen bedenkenswert. Andererseit gehören Gebrauchsspuren einfach zu einem Babyquilt und machen ihn liebenswert.

Echtheiten unterscheiden sich nicht nur zwischen den Farbarten und Marken sondern auch zwischen den Farbtönen einer Farbart/Marke
Die kompetentesten Auskunftgeber über die Echtheiten einer Farbe sind die Hersteller. Fast alle Hersteller pflegen unter ihrem Namen eine Internetseite, an die eine Kontaktmöglichkeit angeschlossen ist. Dort kann man entsprechende Fragen stellen und bekommt in der Regel schnell eine freundliche Antwort.
Zum vorab Informieren ist die englischsprachige Seite von Paula Burch ganz wunderbar!
http://www.pburch.net/dyeing.shtml

Eigene Versuche anstellen
Wie Brunhilde (siehe Foto oben) könnt auch ihr mit euren Lieblingsfarben eigene Versuche anstellen.
Man trägt die Farben so auf zwei oder drei Stücke Stoff auf, wie man später damit arbeiten möchte, d.h. auch die Fixierung sollte entsprechend durchgeführt werden. Dabei immer Notizen über Farbe, Rezept und Stoff machen!!! Ein Farbstreifen dient der Kontrolle: er wird weder gewaschen noch dem Licht ausgesetzt. Der andere Streifen wird für längere Zeiten an einer festen Stelle dem Licht ausgesetzt (Notizen über Dauer und Ort machen!!!). Entsprechen lässt sich auch die Waschechtheit prüfen.
Wichtig für die Waschechtheit: Nie Waschmittel mit Bleichanteil verwenden! Wir waschen ausschließlich entweder mit Metapex (einem neutralen Industriewaschmittel, das extrem ergiebig ist) oder mit einem neutralen Bio-Waschmittel ohne Duft und Bleiche.

Fortsetzung folgt
In nächster Zeit folgt ein zweiter Artikel zum Thema über Fixieren, Waschen und Ausbluten.





25.07.16

Breakdown Printing ist ein Paradox


Einfaches Muster mit verdickter Farbe auf das Sieb gemalt, trocknen lassen, mit orangefarbener Druckpaste gerakelt.

Siebdruck ist eigentlich eine spezielle, weiterentwickelte Schabloniertechnik, die dafür erfunden wurde, dass man immer wieder das gleiche Muster schnell drucken kann. Teile vom Sieb sind wie bei einer Schablone fest abgedeckt: hierkann die Fareb nicht durchkommen. Andere Siebteile sind offen: durch diese wird Farbe auf den Stoff oder das Papier durchgedrückt (gerakelt).
Wir Stoffgestalter arbeiten oft mit Siebmusterungen, die nicht permanent auf dem Sieb bleiben. Dafür gibt es viele interessante und kreative Verfahren. Aber dennoch, egal wie man das Motiv aufbringt: der Motivabdruck bleibt mehr oder weniger gleich. Der Stoff wird durch Farbe, Schichtung und Design individuell und spannend.

Das ist bei Breakdown Printing völlig anders! Jeder Druck ist ein Monoprint - ein einzigartiger Druck, kein Druck ist wie der andere!
Das kommt daher, dass das Muster mit wasserlöslicher Farbe aufgebracht wird und dass die Farbe, mit der gerakelt wird, feucht ist.
Wie man auf dem Foto oben gut sieht, ergibt die gut durchgetrocknete Farbe die Abdeckung (Reservierung). An diesen Stellen kann zunächst keine Farbe auf den Stoff kommen. Gerakelt wird mit angedickter Procion MX Farbe oder nur mit Verdickerpaste ohne Farbe. Diese feuchte Druckpaste löst nach und nach das Muster an und auf. Im Laufe der Zeit lösen sich alle diese Siebabdeckungen auf. Deshalb ähnelt kein Druck dem anderen.

Es gibt viele, ganz unterschiedliche Möglichkeiten, ein Breakdown Sieb zu gestalten und noch mehr Möglichkeiten, diese Technik mit anderen Verfahren zu kombinieren.
Wir hatten am Wochenende im Textilstudio Speyer einen Workshop, von dem ich euch ein andermal Bilder zeige. Aber ich kann gleich sagen: Brunhilde und ich waren begeistert von all den tollen Stoffen und Schals, die die Teilnehmerinnen mit ihren selbst gestalteten Sieben bedruckt haben!

Breakdown Printing auf Pongé 05

Breakdown Printing auf Pongé 05

Brunhilde und ich bedanken uns bei Leslie Morgan, Claudia Helmer und Claire Benn, bei denen wir diese Technik gelernt haben! Vielen Dank auch an Astrid und Astrid, Birgit, Christine, Jutta, Marga, Ulla, Uschi und Valeska, mit denen wir lernen und lachen und ein wunderbares Wochenende verbringen durften!

Links zum Thema
Literatur:
Sehr gute Beschreibung von Breakdown Printing: Claire Benn und Leslie Morgan: Breakdown Printing. New Dimensions for Texture and Colour. (Englisch!)

Kurs: 
5.-8. August in Mannheim: Grundlagenkurs Siebdruck - ein leeres Sieb, unendliche Möglichkeiten. Auch hier werden wir unter anderem mit Breakdown Sieben arbeiten.

22.07.16

Album aus SnapPap


Sieht ja irgendwie lecker aus, so eine Ecoprintrolle vor dem Dämpfen. Darin befindet sich ein Streifen SnapPap, Blätter und Stiele. Bepinselt wird das Ganze mit einem Blauholzsud.


Und das wird daraus: in der Mitte auseinander geschnitten, Ösen und Ringe befestigt: die Vorderseite eines wunderschönen, mit Pflanzen und Naturfarben bedruckten Heftes. Unten seht ihr die Rückseite.


Das Praktische an dieser Art der Bindung: man kann die Ringe öffnen und immer wieder neue Blätter einlegen. Unten seht ihr das Heft aufgeklappt (inzwischen sammelt Brunhilde bereits alle möglichen schönen Ecoprints in diesem Heft):


Ich packe jetzt Stoffe, Farben, Siebe und Unterlagen zusammen: ab morgen wird in Speyer mit neun netten Teilnehmerinnen Breakdown gedruckt! Ich freue mich!!!
Ein schönes Wochenende für euch!


19.07.16

Eigentlich ist Siebdruck ganz einfach, aber die Vielfalt der Möglichkeiten...


Ein weißer Stoff, ein paar Farben, ein leeres Sieb mit Rakel - das reicht im Prinzip, um tolle Bilder oder farbige Stoffe herzustellen.
Alles eigentlich ganz einfach - aber welche Vielfalt der Möglichkeiten!!!
Welche Grundstoffe ergeben welche Art von Druck? Wie unterscheidet sich Papier von Stoff als Untergrund beim Drucken? Welche Farbe eignen sich, wo sind deren Vor- und Nachteile, wann setzt man welche ein? Wie kann Entfärbepaste angewandt werden? Und vor allem: wie bringe ich meine Muster auf mein leeres Sieb? Sollen Einzeldrucke hergestellt werden (z.B. auf ein T-Shirt), mehrere (z.B. als Bordüre auf einen Rock) oder soll ein ganzer Stoff all over bedruckt werden (z.B. für eine Bluse oder für eine Patchworkdecke)? Oder möchte man einen kunstvolles Stoffbild (ArtCloth) für die Wand gestalten?

All dies und noch viel mehr könnt ihr in drei  entspannten und gleichzeitig arbeitsintensiven Tagen bei uns in Mannheim erfahren, kennen lernen und üben. Es handelt sich um einen Grundlagenkurs mit wenigen Teilnehmerinnen, geeignet für Einsteiger, die Spaß an Stoff und Farbe haben. Ich zeige euch die Techniken, Farbe und Stil wählt ihr nach eurem individuellen Geschmack.
Darüber hinaus bauen wir im Workshop eigene Siebe (die ihr mit nach Hause nehmt) und lernt, wie man Motive für eigene Siebdruckschablonen entwirft (ihr nehmt zwei, die ihr selbst entworfen habt, mit nach Hause). Und dann werdet ihr natürlich einen kleinen Berg schöner Stoffe bedrucken und zu Hause zeigen können!
Es gibt super gute Bücher über das Thema, kostenlose Videos im Netz und alle mögliche inspirierende Bilder. Aber man braucht zu Hause Platz, Zeit und den Anstoß, wenn man sich selbst an solch ein komplexes Thema machen möchte.
Nichts geht deshalb über einen Workshop, bei dem man direkt zuschauen, Fragen stellen und vor allem selbst in einer netten Gruppe probieren und experimentieren kann.
Ich bin begeisterte Siebdruckerin geworden und kann euch bei allen Fragen und Projekten unterstützen!

Der nächste Kurs 
mit diesem Thema findet am 5.-8. August 2016 in Mannheim statt:
http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Kreativer-Siebdruck/


18.07.16

Einen schwachen Ecoprint verbessern und verschönern


Obwohl ich den Kernsatz von Ecoprint: "je fester gepresst und gerollt wird, deso besser wird der Pflanzenabdruck" in- und auswenig kenne, ist es mir doch passiert. 
Meine erster Stoff war mit zu wenig Kraft gerollt. Kräftig färbende Blätter waren schwach im Abdruck, andere Blätter sind nur verschwommen abgebildet. Zum Vergleich habe ich beim Fotografieren gute Abdrucke unter meinen schwachen Stoff gelegt... man sieht den Unterschied.
So etwas kann passieren. 
Nicht nur, wenn die Blätter (wie bei mir) nicht mit ausreichend Druck versehen wurden. 
Sondern zum Beispiel auch, wenn man mit unbekannten Pflanzen druckt und anschließend entdecken muss, dass sie zu wenig färben und der Abdruck schwach wurde. 
Oder man legt seine Blätter so, dass man anschließend mit dem Layout unzufrieden ist: sei es, dass zu viel und zu dicht gelegt wurde; sei es, dass man zu wenig Blattwerk gelegt hat; sei es, dass das Gleichgewicht nicht stimmt.

 

Solche Stoffe wirft man nicht weg. Das ist zu schade. Brunhilde und mein Bruder Fritz haben viele Tipps und Vorschläge erarbeitet, wie man mit solchen Stoffen umgehen kann. 
Einen habe ich bei meinem Stoff ausprobiert: das Überfärben. Mit dem Pinsel habe ich eine verdünnte Blauholzlösung mit Absicht ungleichmäßig auf den Stoff aufgetupft und zusammen mit anderen Ecoprints im Topf mit Dampf fixiert.
Ein solcher Pinselauftrag hat den Vorteil, dass man ungleichmäßig auftragen und bestimmte Stellen betonen kann. Man könnte auch nur einige Teile des Stoffs einfärben. Oder es lassen sich unterschiedliche Farben aufbringen.
Nach dem Fixieren im Dampf und dem Trocknen wurde der Stoff zunächst kalt ausgewaschen, bis das Wasser klar ist. Anschließend wird noch einmal mit neutralem Waschmittel gewaschen und gespült (großere Stücke kommen in die Waschmaschine, kleine wäscht man mit der Hand).
Schwache Drucke werden durch eine solche Überfärbung natürlich nicht intensiver. Dies hätte ich eventuell durch  Nachbeizen erreichen können (wieder eine andere Technik). Oder ich hätte übrdrucken können. Oder ich hätte die schwachen Drucken durch Quilten betonen können. Oder...
Aber das verdünnte Blauholz hat den ganzen Stoff ausdrucksvoller und Details sichtbarer gemacht. So mag ich den Stoff. Das Blau gefällt mir zu den violetten Blättern und lässt die hellgrünen Blätter fast sonnig aus dem Nachtblau auftauchen. 
Im Augenblick weiß ich noch nicht, wie ich weitermachen will. Sicher ist aber, dass der Stoff nicht weg geworfen wird...

Workshop zum Thema
Aufpeppen von Naturfärbungen und Ecoprints. Textilstudio-Speyer, 10.+11. September 2016.
Dies ist ein total interessantes Thema, weil jeder Druck, mit dem man nicht zufrieden ist, andere Vorgehensweisen erfordert. Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin haben dafür viele unterschiedliche Möglichkeite erarbeitet. Dies ist (meiner Ansicht nach) der vielleicht interessanteste Ecoprint-Kurs, weil hier so unterschiedliche Ansätze besprochen und ausprobiert werden. Zur Teilnahme solltet ihr jedoch zumindest einen Einführungskurs besucht haben und einige nicht ganz so gelungene Stoffe mitbringen.


17.07.16

Sommerfreude Ecoprint

Juttas Pflanzenausbeute vom Stellplatz

Es war ein tolles Ecoprint-Wochenende in Mannheim, und das erste Mal hatte ich Zeit, selbst teilzunehmen.  Ich durfte spielen, Fehler machen, Fragen stellen, experimentieren... das war auch mal schön, und ich habe das sehr genossen.
Im Sommer ist der Pflanzendruck besonders reizvoll, denn es gibt so viele Blattformen, mit denen sich arbeiten lässt.

Blätter, die einen Tag vorher gesammelt wurden, welken zwar bei diesem Wetter. Aber sie drucken genau so gut wie ganz frische. Und bei jedem Ecoprintkurs gibt es natürlich duftenden Eukalyptus!

Hier noch ein Blick auf einen von Juttas Probedrucken:


In den nächsten Tagen gibt es noch mehr Fotos!
Euch allen einen guten Start in eine schöne Sommerwoche!
Herzliche Grüße
Sabine


11.07.16

Therapeutische Veränderung


Aus einem depressiven Stoff ist ein heiterer geworden. Erreicht habe ich dies mit zwei Papierschablonen, einem kleinen Sieb, Entfärbepaste und Dekaprint.
Der ursprüngliche Stoff war in einem dunklen Braunrot grundiert (Procion MX) und mit ein paar abstrakten Mustern weitläufig bedruckt (Dekaprint + Entfärbesalz). Er hat leider düster gewirkt.
Um ihn heiterer zu stimmen, habe ich dann alles mögliche versucht.
Die hauptsächliche Behandlung erfuhr er durch zwei Papierschablonen, mit deren Hilfe ich zunächst die großen farbigen Punkte gedruckt und in diese anschließend schwarze Motive und Schriften eingepasst habe.
Eine der letzten Druckschichten besteht aus rosafarbenen Blüten und Blättern, die mit Weiß gedruckt wurden. Hier sieht man deutlich, wie das Weiß die Muster optisch in den Vordergrund hebt.
Der Stoff wurde dann auf einen Keilrahmen montiert. Einige der Stoffstückchen, die bei der Montage übrig geblieben sind, habe ich appliziert.
Jetzt mag ich ihn: vielleicht etwas crazy, aber heiter!
Ich wünsche euch eine heitere Sommerwoche!
Herzliche Grüße von Sabine


Nächste Workshops zum Thema

ENTFÄRBESALZ: Was man so alles mit dem Entfärbesalz anstellen kann, probieren wir am 30+31 Juli in Mannheim. Wieder ein Workshop mit dem Oberthema: viele Techniken in zwei Tagen!
http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Entfaerbedruck/ 
Wir arbeiten vor allem auf Stoffstücken ca. 50*50cm, die man z.B. auf Keilrahmen befestigen kann oder für Patchwork oder kleineren Nähprojekte.

GRUNDLAGENKURS SIEBDRUCK AUF STOFF (5.-8. August in Mannheim)
Siebe selbst machen, Stoffe grundieren, Siebe mit eigenen wieder erneuerbaren Motiven versehen (viele verschiedene Techniken), drucken mit Procion MX, Textilfarbe und Entfärbepaste, schichten von Farbe auf dem Stoff. Wir drucken mit selbst gemachten Sieben, Sieben aus dem Atelier und Siebdruckschablonen.
Nach diesen drei intensiven Tagen seid ihr gerüstet, tolle eigene Stoffe ganz nach eurem Geschmack herzustellen bzw. habt die Grundlagen, von den Kursen unserer tollen Textilkünstlerinnen wirklich zu profitieren! Viel Praxis, eine Menge Theorie und vor allem: viel Spaß!
http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Kreativer-Siebdruck/




10.07.16

Sonntagsgruß

Siebdruck mit Schablonen und Siebdruckschablonen * Entfärbedrucke * Überdrucke * Grundfärbung: Procion MX

Ich wünsche euch allen einen schönen Sommersonntag mit viel Freude, Leichtigkeit und Glücksmomenten (die auch ruhig länger andauern dürfen...)
Herzliche Grüße von Sabine

08.07.16

Und immer wieder entfärben...

Druck mit Siebdruckschablonen: Entfärbungen, Pigmentfarbe

Das Entfärben lässt mich nicht los. Das Drucken mit Entfärbepaste ist eine meiner liebsten Techniken, weil sie so vielfältig einzusetzen ist. Das Bild oben zeigt, wie sich Entfärbedruck zum Ausbessern eines Stoffs nutzen lässt, der eigentlich für die Tonne bestimmt war... (schnelle, schlampige Probedrucke...).

Wenn man, wie wir, für die Entfärbetechniken zwei Komponenten verwendet, hat man besonders viele Möglichkeiten für den Einsatz. 
Zum einen verwendet man ein spezielles Entfärbesalz (das sich von dem aus der Drogerie unterscheidet). Das Salz lässt sich auflösen. So kann man zum Beispiel "umgekehrtes Shibori" herstellen, kann "Degradé-Entfärben" (stufenweise von Dunkel nach Hell) oder die Entfärbelösung sprühen bzw. mit einem Pinsel auftragen.
Die zweite Komponente ist ein natürlicher Verdicker, der sich gut mit dem Entfärbesalz verträgt (das ist nicht bei allen Verdickern gleichermaßen der Fall... aber das ist ein anderen Thema). Ein weiterer Vorteil: es lässt sich super gut auswaschen. Aber vor allem: man kann ihn so einstellen, wie es für die gewählte Technik optimal ist.
So kann man mit der angedickten Entfärbelösung mit Stempeln drucken (mit Gummistempeln, Moosgummistempeln, Linolstempeln, Holzstempeln und natürlich mit jedem "gefundenen Objekt"), mit Siebdruck und mit Schablonen. Man kann die Paste in einen Liner füllen und damit zeichnen und schreiben.

Entfärbedruck mit Blatt und Holzstempeln
Zusammen mit Gold ganz toll!
Druck von Rita Weins
Aber warum Entfärben und nicht einfach mit Weiß drucken? 
* Weil der Stoff beim Entfärbedruck weich bleibt, das Weiß den Stoff jedoch immer hart macht!
* Weil man den Druck variieren und damit lebendiger machen kann (siehe oben)

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, in einem Durchgang mit heller Farbe auf dunklem Grund zu drucken, wobei der Stoff weich bleibt!

Und dann gibt es noch die vielen Möglichkeiten, Entfärbedruck mit Reservierungen zu kombinieren...z.B. mit Wachs, mit Pigmentfarbe usw.
Ach, es gibt unendlich viele Möglichkeiten (fast mehr, als mit Farbe...)



Nächster Workshop zum Thema
Was man so alles mit dem Entfärbesalz anstellen kann, probieren wir am 30+31 Juli in Mannheim.

Das ist mal wieder ein Workshop mit dem Oberthema: viele Techniken in zwei Tagen!

http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Entfaerbedruck/ 

Wir arbeiten vor allem auf Stoffstücken ca. 50*50cm, die man z.B. auf Keilrahmen befestigen (haben wir vorrätig, sieht toll aus) oder für Patchwork oder kleineren Nähprojekten verwenden kann.



06.07.16

Ecoprint auf SnapPap


Ecoprint auf weißem SnapPap, mit Bienenwachs gewachst

Dieses Heft ist schon vor dem Kurs mit Michaela entstanden . Mit viel Spontaneität und Freude gemacht, aber die Kenntnisse waren damals noch nicht so ausgereift wie jetzt, nach dem Workshop.
Dennoch gehört es zu unseren Lieblingsheften, vielleicht auch gerade deshalb, weil es nicht ganz so perfekt ist. Das Wachsen gibt dem Einband viel Tiefe, die Druckdetails werden intensiver sichtbar.

Ecoprint auf weißem SnapPap, mit Bienenwachs gewachst

Auch die Rückseite mit der fühlbaren Prägung (Abschnürung der Rolle) finde ich ganz wunderbar. Zum Sammeln von Ecoprint-Versuchen, gepressten Blättern, Pflanzenskizzen, Rezepten... die ideale Aufbewahrungsform.


Nächster Ecoprint-Workshop:
Samstag 16. bis Sonntag 17. Juli 2016 in Mannheim mit Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin
http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Ecoprint/




04.07.16

Siebdruck mit Acrylfarbe, unsere neue Spezial-Rakel und China-Leinen zum Sonderpreis!!!

Siebdruck auf Stoff mit Dekaprint, aufgezogen auf Keilrahmen. Für solch einen Druck, der für die Wand bestimmt ist, hätte ich auch Künstler-Acrylfarben verwenden können. Da Dekaprint hier in mehreren Schichten gedruckt wurde, ist der Stoff etwas steif geworden.

Eine Farbe für alles?
Leider gibt es keine Farbe, mit der man alles machen kann. Das hat einen Vorteil! Es werden nämlich vielerlei Acrylfarben hergestellt, die jeweils speziell für ihre Aufgaben eingestellt sind.
So findet man zum Beispiel Acrylfarben für das Drucken und Malen auf Textilien (flüssige und pastose Bügelfarben, die den Stoff weich belassen und sich beim Waschen als permanent erweisen).
Und es gibt verschieden eingestellte Künstler-Acrylfarben, die sich speziell für das Malen auf Leinwand und Papier eignen. Sie trocknen besonders schnell, werden auf dem Untergrund eher hart und lassen sich nicht gut waschen. Für diese Farben werden verschiedene Zusätze angeboten, mit denen sich die Eigenschaften der Farbe ändern lassen.
Schließlich gibt es noch Acrylfarben für den Wohnbereich, für den Außenbereich usw. - diese lassen wir hier mal außen vor.
Die Gemeinsamkeit dieser großen Farbenfamilie ist, dass in einen transparenten, farblosen Acrylbinder (man nennt ihn auch Medium) größere oder kleinere Farbpigmente (Farbpulver oder kleine Farbplättchen) eingerührt werden, die den jeweiligen Farbton ergeben. Weißpigmente, die ja decken sollen, sind immer größer als andere Farbpigmente. Überhaupt machen alle "deckenden" Farben den Stoff härter.
Der Binder (Bindemittel/Medium/Extender) sieht im Topf weiß aus, trocknet jedoch farblos auf. Im Künstlerbereich  werden verschiedene Binder angeboten: matte, glänzende, flüssige, sehr dickflüssige, zähe usw. Diese Binder sind Tausendsassas. Zum einen können sie die Konsistenz der Farben in eine gewünschte Richtung ändern, sie z.B. flüssiger oder zäher machen. Zum anderen verwendet man sie, wenn man eine Farbe heller machen möchte (Aquatöne). Schließlich sind sie auch hervorragende Kleber, und mit einigen führt man Papierlamination durch oder verwendet sie für Transfertechniken. Durch den Auftrag von DekaPrint "farblos" kann eine wasserlösliche Farbe auf Stoff "fixiert" und waschbar gemacht werden.


Textil-Acrylfarben (Bügelfarben) für Stoff
Die praktischen Bügelfarben aus dem Hobbybereich sind spezielle Acrylfarben für Textilien, die ziemlich weich auf dem Stoff auftrocknen und sich heiß waschen lassen.
Textil-Acrylfarben gibt es 
  • in flüssiger Form (Seidenmalfarben zum Bügeln - sie eignen sich nicht nur für Seide, sondern für alle Naturfasern). Zum Beispiel JAVANA. Möchten man mit ihnen drucken, muss man sie mit einem Verdicker versetzen.
  • in einer etwas zäheren Form (Stoffmalfarben). Sie eignen sich zum Malen mit Borstenpinseln, meist auch zum Schablonieren und Drucken. Zum Beispiel DEKA PERMANENT. Eventuell muss man sie zum Drucken etwas andicken.
  • pastos für Siebdruck und alle anderen Drucktechniken. Zum Beispiel DEKAPRINT.

Flüssige Bügelfarben lassen sich mit einem passenden Verdicker andicken und dann als Druckfarbe für Textilien verwenden. Durch Zugabe von wenig Wasser lassen sich diese Farben etwas flüssiger machen.. Heller und transparenter werden sie durch Zugabe von "farblos" (=Binder =Medium).

Prinzipiell lassen sich Textilacrylfarben auch auf beschichtete Leinwand oder Papier drucken, aber die Farbe trocknet dort etwas klebrig ab. Deshalb sollte man sich für solche Anwendungen andere Lösungen einfallen lassen.
Möchte man Siebdruck auf Stoffe bringen, die gewaschen werden und weich bleiben sollen (z.B. Bekleidung, Schals, Tischdecken, Vorhänge, Kissen usw.), dann sollte unbedingt eine Textil-Acrylfarbe gewählt werden. Damit die Farbe auf dem Sieb nicht zu schnell eintrocknet, gibt es von DEKAPRINT einen Trocknungsverzögerer, der die Farbe länger offen (=feucht) hält.



Künstler-Acrylfarben für Leinwand + Papier sind 
keine Druck- sondern Malfarben!
Künstler-Acrylfarben sind zum Malen eingestellt: Sie sind in der Regel dickflüssig und zäh und trocknen besonders schnell!  
Sie sind keine Siebdruckfarben und eignen sich ohne Zusatz nicht zum Siebdrucken (egal ob man den Siebdruck auf Stoff oder auf Papier oder auf eine Malerleinwand aufbringen möchte).
Beim Aufbringen auf Stoff machen Künstler-Acrylfarben diesen steif und hart. Der Stoff lässt sich auch nicht waschen. Wenn man einen Stoff mit diesen Farben bearbeitet, ist er nur für die Wand geeignet oder für spezielle Projekte wie Taschen, die später nicht gewaschen werden.
Das Foto links zeigt unsere neuen Künstler-Acrylfarben, die sich zum Malen und Stempeldruck auf Papier und Leinwand eignen sowie unsere neue Spezialrakel für unsere Siebdruckschablonen, die ich nur wärmstens empfehlen kann! Darüber unten im Text mehr.

Siebdruck-Medium
Möchte man Künstler-Acrylfarben für Siebdruck auf Papier und auf Leinwand verwenden, gibt es jedoch die Möglichkeit, ein Siebdruck-Medium (Silkscreen Medium) einzurühren.
Diesen Tipp bekam ich von Michaela Müller von Müllerin Art, und habe ihn am Kurswochenende in Speyer gleich ausprobiert. Vom Ergebnis war ich so begeistert, dass wir jetzt solch ein Siebdruck-Medium anbieten.
Beim Testen habe ich Farbe und Siebdruckmedium 1:1 vermischt und dann gedruckt. Die vorher sehr dickflüssige Farbe wurde angenehm streichfähig und hat sich mit unserer neuen Spezialrakel ideal auf Papier drucken lassen. Alle Feinheiten des Motivs wurden toll abgebildet, es gab kein Schmieren!
Dann kam der eigentliche Test. Ich habe die Siebdruckschablone mit der Farb-/Medium-Mischung (1:1) einfach stehen lassen. An diesem Tag war es recht warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Nach 45 Minuten hat sich das Sieb immer noch völlig unproblematisch auswaschen lassen!!!
Das Medium kann in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen verwendet werden. Ich habe die höchstmögliche Menge eingebracht um gleichzeitig zu prüfen, ob sich die Farbe ändert und heller wird. Ergebnis: die Farbintensität bleibt gleich, ein tiefes Schwarz blieb tiefes Schwarz!

Wie lange das Sieb offen bleibt, hängt ab von der eingerührten Menge des Siebdruck-Mediums, von der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit und vermutlich auch von der speziellen Acrylfarbe.
Das Siebdruck-Medium von Golden, das wir anbieten, kann mit jeder Art von Künstler-Acrylfarbe vermischt werden. Bei Verwendung mit euren eigenen Künstler-Acrylfarben empfehle ich eigene Versuche.

Zusammenfassung
Für Siebdruck auf Textilien, die gewaschen werden und weich bleiben sollen, nur spezielle Textil-Acrylfarben verwenden (z.B. Dekaprint). Mit dem passenden Trocknungsverzögerer kann man ein schnelles Eintrocknen der Siebe verhindern. Soll das Muster auf dem Stoff schnell trocknen, kann man mit einem Föhn nachhelfen. Ist die Farbe zu flüssig, kann man sie mit einem passenden Verdicker andicken.
Möchte man Siebdruck auf Papier, Pappe oder Leinwand bringen oder auf einen Stoff, der hart werden darf und nicht gewaschen werden muss (z.B. für Taschen oder für die Wand), dann eignen sich auch Künstler-Acrylfarben, unter der Bedingung, dass man ihnen ein Siebdruck-Medium beimischt. Ohne das Beimischen trocknet die Farbe zu schnell im Sieb ein und ruiniert es dadurch dauerhaft.

Optimaler Farbauftrag für unsere Siebdruckschablonen 
mit unserer neuen Spezial-Rakel
Davon habe ich schon immer geträumt: ein Instrument mit den Vorteilen einer üblichen Rakel, das gleichzeitig so weich ist, dass es unser Sieb nicht verletzt. Jetzt haben wir es gefunden! Ich habe es an allen drei Tagen auf der Nadelwelt in Karlsruhe verwendet, und ich bin immer noch total begeistert!
Gegenüber dem Schaumstoffroller hat diese Spezial-Rakel drei Vorteile:
* Auch wenn man mehrfarbig drucken möchte, braucht man nur ein Werkzeug. Beim Farbwechsel wischt man die Restfarbe einfach mit einem Tuch ab. Beim mehrfarbigen Drucken mit dem Schaumstoffroller braucht man dagegen drei bis fünf Roller.
* Mit der Spezial-Rakel verbraucht man viel weniger Farbe! Im Schaumstoff bleibt immer eine Menge an Restfarbe hängen. 
Bei der Verwendung der Rakel gibt man die Farbe mit einem Löffel sparsam auf den oberen Rand der Siebdruckschablone und zieht sie dann -mit nur wenig Druck!- über das Motiv. In der Regel ziehe ich zweimal über das Motiv, kontrolliere und habe dann schon meinen perfekten Druck!
* Der dritte Vorteil wiegt für mich am schwersten: der Druck wird immer perfekt
Als Anfänger hat man öfters das Problem, dass zu viel Farbe im Roller ist und man beim Auftrag der Farbe zu stark drückt. Ergebnis: es wird zu viel Farbe durch die feinen Löcher gedrückt, feine Motivlinien können dadurch verschwimmen. Das kann (wenn man die richtige und nicht zu flüssige Farbe verwendet) mit der Spezial-Rakel nicht mehr passieren! Mit diesem Instrument wird immer die richtige Menge an Farbe durch das Sieb gedrückt.
Warum keine übliche Rakel? Weil diese zu hart für unsere Siebdruckschablonen sind! Die Gefahr einer Verletzung ist zu groß. Unsere neue Spezial-Rakel ist so weich, dass eine Verletzung unwahrscheinlich ist, aber hart genug, dass sich die Farbe schön leicht über das Sieb ziehen lässt. 
Und noch ein Vorteil: der flache Pinselstiel lässt sich ausgezeichnet handhaben, d.h. zum einen ermüdet die Hand auch beim längeren Drucken nicht. Zum anderen bekommt man keine farbigen Hände...
Übrigens: es heißt tatsächlich DIE Rakel... obwohl das seltsam klingt.

China-Leinen (Ramie) - ein wunderbarer Stoff!
China-Leinen (Ramie) in der Maschine kochend gewaschen mit 1/2 Waschemittel + 1/2 Soda
Seit ich zum ersten Mal entdeckt habe, wie wunderbar intensiv und satt sich diese Faser färben und bedrucken lässt, bin ich ein Fan von China-Leinen (Ramie). Es ist dem Leinen in Aussehen und den Eigenschaften sehr ähnlich, aber viel preiswerter! Vor kurzem haben wir eine Partie günstig bekommen können und geben diesen Preisvorteil jetzt an euch weiter!
Das China-Leinen wird von uns roh angeboten, d.h. es erscheint zunächst etwas dunkler als nach der Wäsche und auch steifer. Zum Testen haben wir es in der Maschine gekocht und dabei das eine Hälfte des Waschmittels mit durch Waschsoda ersetzt. 
Vom Ergebnis sind wir begeistert! Hell, dicht, weich... und wird -wie Leinen- nach jeder Wäsche noch weicher! Im Hintergrund der ungebügelte Stoff, im Vordergrund mit Dampf gebügelt.

Ein idealer Stoff für Bekleidung (Blusen, Oberteile, Röcke, Hosen), Vorhänge, Überwürfe, Sommervorhänge... und natürlich auch für die Wand! 
Waschmaschinenfärbungen, Färbungen oder Drucke mit Procion MX oder Ecoprint/Naturfarben - einfach alles wird wunderschön!

02.07.16

Nahtfrei...

Album, laminiert mit Ecoprint-Stoff, von Brunhilde Scheidmeir. Gezeigt von Michaela (MüllerinArt)

Da weder Brunhilde noch ich große Näherinnen sind, wir aber viele Stoffe färben und bedrucken, sind wir immer auf der Suche nach nähfreien Projekten.
Am letzten Wochenende, als Michaela bei uns in Speyer war, sind wir begeistert fündig geworden. Michaela hat uns gezeigt, wie man Graupappe für einen Bucheinband fachgerecht mit Stoff laminiert und als Einband für ein Album nutzen kann.
Oben seht ihr die Vorderseite von Brunhildes Album, unten die Rückseite.




Brunhilde wäre nicht Brunhilde, wenn sie sich in der Zwischenzeit nicht noch ein paar Vereinfachungen und Verbesserungen ausgedacht und viele weitere, wunderschöne Bucheinbände gearbeitet hätte. Von dieser Bindung sind wir besonders begeistert, weil sie einfach ist und viele Freiheiten lässt. Die Ringe lassen sich öffnen, so dass das Buch immer wieder um neue Seiten erweitert werden kann.

Nächster Ecoprint-Workshop:
Samstag 16. bis Sonntag 17. Juli 2016 in Mannheim mit Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin
http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Ecoprint/

Nächster Workshop 2017 mit Michaela Müller in Speyer:
Samstag 25. + Sonntag 26. März 2017
Genaues Thema wird noch bekannt gegeben.
Vormerkungen unter jeromin@jeromin-shop.de


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