29.12.16

Bügel-Transferfarben

In Arbeit: verschiedene Techniken mit Transferfarben

Zugegeben, mein Interesse für Transferfarben ist noch relativ neu. Das mag daran liegen, dass wir uns lange Jahre nur mit Naturfasern beschäftigt haben. Seit ich weiß, dass sich manche Synthetikstoffe wie Naturstoffe anfühlen, habe ich mich mit ihnen etwas versöhnt (zumindest als Grundlage für Transferfarben, denn was diese können, ist schon erstaunlich!).

heller Maskendruck und dunkler Direktdruck
Bügel-Transferfarben lassen sich nur auf Stoffen anwenden, die einen Poly-Anteil von wenigstens 60% aufweisen (z.B. bei uns: Poly-Batist oder Poly-Organza). Je höher der Synthetikanteil, desto intensiver und leuchtender die Farben.
Meine Aufmerksamkeit wurde geweckt als ich entdeckte, dass Maskenabbildungen von Pflanzen auf Stoff nicht nur mit Hilfe von Gelatineprints machen lassen. Sondern dass die vergleichbaren Ergebnisse durch Transferfarben auch noch den Vorteil haben, dass der Stoff leicht bleibt.


Erstaunlicherweise gibt es im Netz verhältnismäßig wenig Informationen und Anleitungen für diese Farbgruppe. Sehr intensiv setzt sich die australischen Künstlerin Marie-Therese Wisniowski  mit Transferfarben  auseinander und lotet in ihren Arbeiten zumindest einen größeren Teil der faszinierenden Eigenschaften aus. Für spezielle Effekte setzen mehrere bekannte Textilkünstlerinnen in GB und den USA Transferfarben ein, wie z.B. Cas Holmes. Gerade für Künstlerinnen, die gerne alte, gebrauchte Stoffe für ihre Arbeiten verwenden und bearbeiten, sind Transferfarben ein wichtiges Werkzeug.
Transferfarben gibt es als Pulver, das man anrührt oder als flüssige Pigmentfarben. In dieser praktischenm gelösten Form bieten wir sie an (Deka Bügelfarben). Man trägt sie auf Papier auf (Pinsel, Schwamm, Spray, Druck) und bügelt sie von dort aus auf den Stoff. Dafür kann das Papier gerissen oder geschnitten werden. Die Farben sind halbtransparent und lassen sich auf dem Stoff von hell nach dunkel schichten.

Elisabeth Schwinge hat in der Zeitschrift TEXTILKUNST einen hervorragenden Artikel über Transferfarben geschrieben, den ich wirklich empfehlen kann (Hier wird Druck gemacht! 2005, Heft 3, Seite 152-154) . Er hat mir den Einstieg sehr erleichtert.

Ideal für Patchwork, Acessoires und Mode! Das Faszinierende an diesen Farben ist die Möglichkeit, sehr tief zu schichten und dabei alle Techniken zu verwenden, die auf Papier möglich sind. 

Ein ideales Verfahren für alle, die wenig Platz haben! Denn Papiere lassen sich bequem abends vor dem Fernseher vorbereiten. Und dann braucht man nur noch Backpapier sowie ein Bügeleisen und Bügelbrett, um an einem geeigneten Tag loszulegen. Die Arbeit kann jederzeit unterbrochen und neu aufgenommen werden.


Wer Lust hat, diese Farben und ihre vielfältigen Möglichkeiten in einem Minikurs kennen zu lernen (zusammen mit 3 weiteren interessanten Techniken), kann das am 21.+22. Januar in Speyer tun.
Wir werden ein wirklich volles Programm bieten: vier Schnupperkurse für Stoff, nämlich Transferfarben, Siebdruckschablonen, Fototransferverfahren auf Stoff und ein Minikurs in freiem Sticken und Quilten.
Und was am meisten Spaß macht: all diese Techniken stehen nicht nur für sich alleine. Man kann sie hervorragend kombinieren!

www.textilstudio-speyer.de
www.jeromin-shop.de





Kommentare:

  1. Spannend, da würde mich ja interessieren, was zwischen Farbe und Stoff genau passiert. Dringt die Farbe beim Bügeln also richtig in die Faser ein? Besonders interessant finde ich, dass sich die Farben auf dem Stoff schichten lassen, das funktioniert sonst ja meistens nicht so gut.

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    1. Mal sehen, ob ich über den technischen Aspekt mehr heraus bekommen kann. Ich melde mich deswegen auf alle Fälle noch mal, aber es kann ein paar Tage dauern.
      Über das Schichten schreibe ich auf alle Fälle, das fasziniert mich auch und sieht völlig anders aus als bei anderen Farben.

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