08.07.16

Und immer wieder entfärben...

Druck mit Siebdruckschablonen: Entfärbungen, Pigmentfarbe

Das Entfärben lässt mich nicht los. Das Drucken mit Entfärbepaste ist eine meiner liebsten Techniken, weil sie so vielfältig einzusetzen ist. Das Bild oben zeigt, wie sich Entfärbedruck zum Ausbessern eines Stoffs nutzen lässt, der eigentlich für die Tonne bestimmt war... (schnelle, schlampige Probedrucke...).

Wenn man, wie wir, für die Entfärbetechniken zwei Komponenten verwendet, hat man besonders viele Möglichkeiten für den Einsatz. 
Zum einen verwendet man ein spezielles Entfärbesalz (das sich von dem aus der Drogerie unterscheidet). Das Salz lässt sich auflösen. So kann man zum Beispiel "umgekehrtes Shibori" herstellen, kann "Degradé-Entfärben" (stufenweise von Dunkel nach Hell) oder die Entfärbelösung sprühen bzw. mit einem Pinsel auftragen.
Die zweite Komponente ist ein natürlicher Verdicker, der sich gut mit dem Entfärbesalz verträgt (das ist nicht bei allen Verdickern gleichermaßen der Fall... aber das ist ein anderen Thema). Ein weiterer Vorteil: es lässt sich super gut auswaschen. Aber vor allem: man kann ihn so einstellen, wie es für die gewählte Technik optimal ist.
So kann man mit der angedickten Entfärbelösung mit Stempeln drucken (mit Gummistempeln, Moosgummistempeln, Linolstempeln, Holzstempeln und natürlich mit jedem "gefundenen Objekt"), mit Siebdruck und mit Schablonen. Man kann die Paste in einen Liner füllen und damit zeichnen und schreiben.

Entfärbedruck mit Blatt und Holzstempeln
Zusammen mit Gold ganz toll!
Druck von Rita Weins
Aber warum Entfärben und nicht einfach mit Weiß drucken? 
* Weil der Stoff beim Entfärbedruck weich bleibt, das Weiß den Stoff jedoch immer hart macht!
* Weil man den Druck variieren und damit lebendiger machen kann (siehe oben)

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, in einem Durchgang mit heller Farbe auf dunklem Grund zu drucken, wobei der Stoff weich bleibt!

Und dann gibt es noch die vielen Möglichkeiten, Entfärbedruck mit Reservierungen zu kombinieren...z.B. mit Wachs, mit Pigmentfarbe usw.
Ach, es gibt unendlich viele Möglichkeiten (fast mehr, als mit Farbe...)



Nächster Workshop zum Thema
Was man so alles mit dem Entfärbesalz anstellen kann, probieren wir am 30+31 Juli in Mannheim.

Das ist mal wieder ein Workshop mit dem Oberthema: viele Techniken in zwei Tagen!

http://www.jeromin-workshops.de/Infos-zu-den-Themen/Entfaerbedruck/ 

Wir arbeiten vor allem auf Stoffstücken ca. 50*50cm, die man z.B. auf Keilrahmen befestigen (haben wir vorrätig, sieht toll aus) oder für Patchwork oder kleineren Nähprojekten verwenden kann.



Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    ein toller Stoff!!!
    herzlichst
    Gabriele

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  2. Leider bin ich da schon verplant, hatte doch die Entfärbemethode zum Schreiben bei mir mit der Paste nicht gut funktioniert, aber ich glaube inzwischen, das es am Untergrund lag.Optimal sind sicher selbstgefärbte Stoffe und nicht chemiegetränkte Industrieflächen.
    Viele Grüße Karen

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    Antworten
    1. Es liegt sicher am Stoff, aber man kann nicht unbedingt sagen, dass von der Industrie gefärbte Stoffe schwieriger oder einfacher zu entfärben sind. Leider muss man das immer wieder ausprobieren.
      Viele T-Shirts (aber nicht alle) lassen sich gut entfärben. Jeans dagegen fast nie. Deka L Batikfarben lassen sich i.d.R. sehr gut entfärben, aber eine der dunkleren Blaus fast gar nicht, das andere dagegen gut... und Du hast sicher recht: Beschichtungen auf dem Stoff können das Entfärben erschweren oder verhindern.
      Liebe Grüße
      Sabine

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