13.01.16

Einen eigenen Ausdruck finden


Brunhildes Sammlung zum Thema "Blätter"

Im Februar findet im Textilstudio Speyer unser erstes großes Highlight statt:
der 5-Tage-Workshop mit Leslie Morgan und Claudia Helmer zum Thema "Finding Your Own Visual Language".
Ich glaube das ist ein Thema, das alle interessiert, die sich mit Gestalten beschäftigen. Wie mache ich meine Arbeiten unverwechselbar? Wie finde ich den Ausdruck, der zu mir und meinem Thema passt? Wie mache ich mich verständlich, wie berühre ich andere?
Der Workshop richtet sich deshalb auch nicht nur an diejenigen, die mit Stzoffen arbeiten. Fast alle Übungen der ersten Tage werden auf Papier ausgeführt.

Hausaufgaben
Dies ist der erste Workshop, in dem schon vor Beginn Hausaufgaben bekommen haben, die zur Einstimmung und Vorbereitung diesen sollen.
Die wichtigste Aufgabe besteht darin, ein Thema zu finden, mit dem man während der fünf Tage arbeiten möchte. Brunhilde konnte sich schnell entscheiden: bei ihr sind es Blätter :-).
Nach dieser Entscheidung sollen wir u.a. Material zum Thema sammeln: z.B. Ausrisse aus Zeitschriften, Kopien aus Büchern, eigene Fotos, eigene Skizzen. Es geht darum, den eigenen Blick für das Thema zu schärfen: wo findet man es in der eigenen Umgebung? In den Medien? bei anderen Künstlern, früher und heute?
Das Thema muss übrigens nicht gegenständlich sein. Es könnte auch ein Symbol sein oder eine Form oder ein Gefühl oder ein Begriff oder...

Entscheidung für ein Thema
Sammlung schön aufbewahrt
Nicht jeder findet sein Thema so schnell wie Brunhilde, die sich ja schon lange mit Blättern beschäftigt. Nicht nur aufgrund ihrer schönen Ecoprintstoffe. Sie hat auch schon in vielen anderen Techniken mit Blättern gearbeitet, so z.B. in BluePrint, in Sprühtechnik, in Stempeldruck.
Bis vor kurzem konnte ich mich nicht wirklich entscheiden, ob mein Thema "Kreis" sein wird oder "Gräser". Beide Themen reizten mich. In der Zwischenzeit habe ich mich für "Gräser" entschieden. Zum Entschluss bin ich gekommen, indem ich, wie Leslie vorgeschlagen hat, für beide Themen frei asoziiert habe. Das geht ganz einfach: man nimmt ein Blatt Papier und schreibt schnell, ohne nachzudenken, alles auf, was einem zum Thema einfällt. Man kann auch verzweigte Wege einschlagen, d.h. einen der gesammtelten (bedeutsamen) Begriffe nehmen und von diesem aus weitere Einfälle
sammeln.
Zum einen ist mir dabei aufgefallen, dass auch Gräser eine Verbindung zum Kreis haben: Gräser sind oft röhrenförmig aufgebaut. Gräser haben oft Samen in Kreisform.
Zum anderen ist mir bei der Übung klar geworden, dass Gräser mich sowohl vom Gestalterischen her als auch von ihrer Bedeutsamkeit her mehr emotional berühren als der Kreis.

Es wird spannend weiter gehen
Entweder Bunhilde oder ich werden euch weiter an unseren Hausaufgaben teilnehmen lassen. Vielleicht wollt
ihr euch selbst auch Gedanken über euer Thema machen?

Links zum Thema
KURS: 5-Tage-Kurs mit Leslie und Claudia in Speyer (17.-21. Februar 2016). Falls gemand Lust und Zeit hat: es sind noch wenige Plätze frei.
BUCH zum Thema: Finding Your Own Visual Language von Jane Dunnewold, Claire Benn, Leslie Morgan
BLATTSTEMPEL von Brunhilde





1 Kommentar:

  1. Oh, das wird ein tolles Seminar... Gerne gucke ich in eure Hausaufgaben ;-) Wenn's nach mir ginge, würde ich ein Seminarjahr einschieben..., aber dann doch lieber hübsch nacheinander, mit Pausen zum Vertiefen. Die fehlten mir bisher immer, aber langsam tun sie sich doch auf..., das ist gut. Lieben Gruß Ghislana (die garantiert auch den Kreis auf der Liste hätte...)

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