30.08.15

Ein Breakdown-Sonntagsgruß

Sonntagsgruß aus dem Textilstudio Speyer

Eben habe ich einen schönen Sonntagsgruß erhalten, den ich gerne mit euch teilen möchte! Die einfachen Muster lassen die wunderschönen Farben besonders gut zur Geltung kommen. Der "Zusammenbruch" bezieht sich auf das Muster und nicht auf die Nerven... denn Breakdown Printing macht Spaß!
BreakdownPrinting ist eine Siebdrucktechnik mit einem Muster, das langsam "zusammenbricht". Hier hat Brunhilde mit schwarzer verdickter Procion MX Farbe einfache Rechtecke auf das Sieb gemalt. Wenn die Farbe gut durchgetrocknet ist, kann man loslegen: es wird mit verdickter Farbe gerakelt. Solange das Muster noch hält, dient es als Reservierung - hier kann keine Farbe durchdringen.
Langsam aber werden die Rechtecke durch die feuchte Farbe angelöst, die Muster brechen aus und brechen zusammen. Gleichzeitig vermischt sich die schwarze Farbe der Rechtecke mit der Farbe, mit der gerakelt wird.
Das ergibt wunderbare Stoffe mit organischen Mustern für Patchwork und Artquilt, aber auch -wie man hier sieht- für Nähprojekte und Accessoires.


29.08.15

Monoprint auf Seide

Rita Weins: Monoprint mit verdickter Seidenfarbe (Dampffixierung)
Beim Stöbern in alten Bildern bin ich auf dieses wunderbare Tuch gestoßen, den Rita Weins vor vielen Jahren gemacht hat, und der so gut zum Thema Monoprint passt.
Rita arbeitet auf Wolle und Seide immer mit dampffixierbaren Seidenfarben (=Säurefarben). Wenn diese angedickt werden müssen, wie z.B. bei  Monoprint oder anderen Drucktechniken, verwendet sie den Universalverdicker, ein Pulver, das sich schnell anrühren und mit der Seidenfarbe (und anderen Farben) vermischen lässt. Am besten lässt man den Mix eine Zeitlang stehen, damit sich die Komponenten gut verbinden.
Die angedickte Seidenmalfarbe wird dann zähflüssig bis dickflüssig und verändert auch ihren Tonwert: sie wird etwas heller.
Der Rand wurde mit einem Maserboy gestaltet, mit dem man tolle Strukturen in die verdickte Farbe drücken kann. Ich sehe noch eine Reservierung mit einem Ginkgoblatt.
Vielleicht erinnert sich Rita noch an weitere Schritte? Falls ja, werde ich sie noch anfügen.
Ein schönes Wochenende für euch!
Herzliche Grüße
Sabine

26.08.15

Das schöne Siebdruckmuster von MüllerinArt auf Papier!

Michaela Müller (http://www.muellerinart.blogspot.de/ + http://www.michaela-mueller-design.de/)

Als Michaela eine selbst gemachte Vorlage für das wunderbare Motiv oben geschickt hat, um sich davon von uns eine Siebdruckschablone fertigen zu lassen, war ich von ihrem Muster hin und weg.
Als sie wenig später Fotos von ihren handbedruckten Papieren schickte, war ich total begeistert! Und ich habe Michaela um Erlaubnis gebeten, die Fotos veröffentlichen zu dürfen.
Sind diese handbedruckten und handgebundenen Bücher nicht das perfekte Geschenk? An sich selbst, an alle, die man mag?

Kaufen könnt ihr sie im Café Parlor in Köln Dellbrück. Also unbedingt hingehen, wenn ihr in der Nähe seid!

Michaela Müller (http://www.muellerinart.blogspot.de/ + http://www.michaela-mueller-design.de/)

Es gibt vieles, was mich an diesen Büchern und Heften von Michaela begeistert: das präzise Muster, das so gut zum Siebdruck passt. Die wunderbar abgestimmten Farben, die für Michaela so typisch sind, und die das Muster jedes Mal anders erscheinen lassen. Sich für ein einziges Buch zu entscheiden, muss schwierig sein!
Auch gefällt mir total, dass trotz aller Perfektion immer noch ein ganz klein wenig zu sehen ist, dass all diese handwerklich so gut gemachten Bücher mit Hand gemacht sind: liebevoll und mit viel Aufmerksamkeit gedruckt und gefertigt, so dass man sie einfach gerne in die Hand nimmt und auch gerne benützt.


Michaela Müller (http://www.muellerinart.blogspot.de/ + http://www.michaela-mueller-design.de/)

Dass das Drucken mit Siebdruckschablonen auch auf Papier so gut geht, freut mich natürlich auch! Aber es gehört doch ziemlich viel Übung dazu, es mit solch einem Muster so perfekt hinzubekommen!

Michaela Müller (http://www.muellerinart.blogspot.de/ + http://www.michaela-mueller-design.de/)

Ich habe viel weniger Erfahrung mit dem Drucken auf Papier als Michaela, habe aber das eine oder andere ausprobiert und mit meinen Erfahrungen auf Stoff verglichen. Hier meine Tipps:
DekaPrint eignet sich weniger gut für Papier, weil diese Druckfarbe speziell für Stoff hergestellt wird und auf Papier nicht gut trocknet. Der Druck bleibt etwas klebrig, sogar wenn man bügelt. Deshalb "normale" Acrylfarben verwenden.
Da diese aber eigentlich keine Siebdruckfarben sind, sondern zum Malen hergestellt werden, trocknen sie sehr schnell ab. Deshalb unbedingt immer einen Trocknungsverzögerer verwenden! Eure Siebe könnten sonst sehr schnell zugehen, und das ist dann nicht mehr zu reparieren!
Es gibt auch "open" Acrylics, z.B. von GOLDEN oder SCHMINCKE (sicher auch von anderen guten Firmen), die bleiben länger offen, d.h. sie sind etwas flüssiger eingestellt und trocknen nicht so schnell ab. Sie sind sehr schön, lassen sich hervorragend drucken, aber der Preis ist auch höher. Dennoch, gerade wenn man seine ersten Erfahrungen auf Papier machen möchte, kann ich sie sehr empfehlen.
Und vor allem: egal, mit welchen Farben ihr druckt -ob auf Papier oder auf Stoff- immer und unbedingt ein ausreichend großes Gefäß mit Wasser bereit halten, in das ihr die Siebdruckschablone geben könnt, sobald ihr unterbrochen werdet und nicht gleich zum Säubern des Siebes kommt. Acrylfarben sind, solange sie noch feucht sind, wasserlöslich. Man kann sie also in feuchtem Zustand problemlos aus dem Sieb waschen.

Ich freue mich sehr, dass ich euch mit diesen wunderschönen Beispielen von Michaela mal wieder auf unsere Siebdruckschablonen aufmerksam machen darf:
Siebe nach eigenem Motiv
Hier könnt ihr die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Siebdruckschablonen lesen
Hier seht ihr auf einem Mini-Video, wie einfach das Drucken mit Siebdruckschablonen geht
Hier findet ihr fertige Motive. Die Auswahl wird ständig erweitert.
Hier findet ihr viele, viele Beispiele, vor allem solche auf Stoff
Kurse für Siebdruckschablonen findet ihr bei www.jeromin-workshops.de

Heute ist MUSTER MITTWOCH bei MüllerinArt!

 
Es werden Muster aller Art gesammelt - schaut unbedingt rein!

Verblüffend: Michaelas toller Blumenfisch - eine Kombination aus verschiedenen Drucktechniken!










19.08.15

Monoprint auf Stoff - Procion MX + Schablonen


Diesen Monoprintversuch habe ich neulich mit verdickter Procion Farbe auf Baumwollsatin durchgeführt. Der Stoff ist ca. 50*50cm groß, die verwendete Platte (eine Silikonplatte) hat die Größe von ca. 15*20cm.
Gearbeitet wurde mit 4 verdickten Procion-Farben: Goldgelb, Scharlach, Magenta und Türkis und Mischungen davon, wobei ich das Türkis erst zum Schluss, auf der obersten Schicht aufgetragen habe.
Das interessante bei Monoprint ist, dass noch eine Menge anderer Techniken mit eingebunden sein können. Das Beispiel oben zeigt neben Monoprint den Einsatz von selbst gemachten Schablonen.

Drucken & Schablonenmuster
Wenn die verwendete Platte so viel kleiner ist als der Stoff, muss sie immer wieder aufs neue mit Farbe eingerollt werden. Sie wird in gewisser Weise wie ein großer Stempel benutzt, wird immer wieder aus neue abgedruckt, bis die Stofffläche mehr oder weniger gefüllt ist.
Die noch offenen, weißen Stellen zwischen den Abdrucken und an den Kanten habe ich mit Hilfe eines Schaumstoffrollers mit Farbe aufgefüllt.
Gemustert wurde die Farbe auf der Platte mit Schablonen aus Heißkleber (die Anleitung findet ihr zum Beispiel bei Sybille).

Zur Verwendung: Die Farbe wird mit dem Roller auf die Platte aufgetragen, darauf werden die Schablonen platziert. Wenn man den Stoff dann auf die farbige Platte legt und vorsichtig abreibt, überträgt sich die Farbe auf den Stoff. An den Stellen, an denen sich die Schablone befindet, ist die Farbe abgedeckt (reserviert): somit kommt hier keine Farbe an den Stoff. An diesen Stellen ergibt sich das helle Muster der Schablone auf farbigem Grund.
Anstelle der Heißkleberschablonen hätten es auch selbst gemachte Schablonen aus Papier oder Plastik sein können oder flache gekaufte. Da gibt es viele Möglichkeiten.

Schichten
So weit ich mich erinnere, habe ich nach dieser ersten Monoprintschicht nur noch weiter Schablonen aufgelegt und mit Farbe umtupft. Ich gestehe: Farbe kann mich in eine gewisse Ekstase versetzen, und dann vergesse ich schon mal mitzuschreiben...
Ja, und das wars schon. Danach kam die übliche Procion-Prozedur: abwarten zur Fixierung (weil es damals so heiß war, habe ich schon nach 3 Stunden ausgewaschen), trocknen lassen, bügeln.

Und jetzt?
Ich schwanke noch. Es könnte ein Sommerkissen werden. Manchmal denke ich auch an Etwas für die Wand. Ideen habe ich dazu, aber leider keine Zeit. Auch dieser Stoff wird also warten müssen...
In der Zwischenzeit werde ich weitere Monoprintversuche starten.

Grundsätzliche Überlegungen zu Monoprint auf Stoff: http://textile-ideen.blogspot.de/2015/08/monoprint-auf-stoff.html
Unser Kurs dazu: http://www.textilstudio-speyer.de/markmaking-monoprint.html


Und schnell noch einen Link zum Mustermittewoch 143 von Michaela (http://muellerinart.blogspot.de/), wo es wieder tolle, interessante Muster zu bestaunen gibt!

18.08.15

Monoprint auf Stoff - grundsätzliche Überlegungen

Leslie Morgan (www.committedtocloth.uk): Großformatiger Monoprint auf einer Plastiktischdecke

Über Monoprint wird in den letzten Monaten viel geschrieben, seit die Gelli- und Gelatinedruck-Aktionen mit ihren wunderschönen Drucken auf Papier veröffentlicht worden sind (z.B. Adventspostaktion von Tabea Heinicker und MüllerinArt).
Kristina hat eine tolle Anleitung dazu geschrieben (hier und hier).
Ende September haben wir in Speyer einen Kurs mit Leslie und Claudia, der sich unter anderem mit Monoprint beschäftigt. Zeit für mich, mit im Vorfeld vorzubereiten und mich mit dieser Technik näher zu beschäftigen. Denn meine bisherigen Versuche haben mich meist nur teilweise befriedigt (da ging es mir nicht anders als Kristina und Sibylle). Das will ich nun ändern und lasse euch an meinen Testreihen teilnehmen.

Was ist eigentlich Monoprint?
Wie der Name schon sagt, eine Technik, mit der man einen einzigen, einzigartigen Druck herstellt, der nicht wiederholbar ist. Kurz gesagt streicht man auf eine Platte dicke Farbe oder Farben auf, mustert diese eventuell und nimmt diese Farbe dann mit Papier, Leinwand oder Stoff ab.

Was beeinflusst das Ergebnis eines Monoprints?
Und jetzt hat man schon die vielen Faktoren vorliegen, die einen Monoprint im Ergebnis beeinflussen können:
  • die Art der Platte (Gelatine oder Gelliplatten sind nur eine der vielen Möglichkeiten). Ausprobiert habe ich schon Gelliplate, Glas, Plexiglas, Plastiktischdecke, aufgeschnittene Plastiktüten - und verpackungen, Resopalplatten, Moosgummi, Styrodur und eine Menge mehr. Die Oberfläche der Platte (in Abhängigkeit von der verwendeten Farbe) bestimmt das Verhalten der Farbe: wie sie auf der Platte steht (und somit gut gemustert werden kann) bzw. teilweise abgestoßen wird bzw. abperlt (Zufallsmuster). Die Weichheit der Platte bestimmt, wie und mit welchen Instrumenten man die aufgetragene Farbe mustern kann.
  • die Art der Farbe: für Papier kommen meist deckende Farben in Frage wie Acrylfarben oder manchmal bei bestimmten Techniken auch Ölfarben. Bei Stoff sind die Farben in der Regel halbtransparent: Druckfarben wie z.B. DekaPrint oder Stoffmalfarben (beides sind Textilacrylfarben, die etwas langsamer trocknen als die typischen Acrylfarben zum Malen), angedickte Procion MX, angedickte Seidenfarben (Säurefarben) oder eben auch Öl-Stoffdruckfarben. All diese Farben trocknen verhältnismäßig langsam, aber man kann den Trocknungsprozess mit dem Föhn beschleunigen. Bevor man eine weitere Schicht aufträgt, muss die vorherige (fast) trocken sein, damit sich die Farben der beiden Schichten nicht unerwünscht mischen. Die Ergebnisse der angedickten Farben sind immer "malerischer" im Vergleich zu denjenigen mit Acrylfarben (egal ob für Textilien oder Papier). Da man den Stoff meistens möglichst weich behalten möchte, bleibt man in der Regel bei Textilfarben und viel weniger Schichten, als man es bei Papier gewohnt ist.
  • die Art des Trägers: Stoff unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von Papier. Papier und beschichtete Leinwand sind dicht geschlossen. Bei Stoff muss man immer die "Kapillarwirkung" bedenken: er ist mehr oder weniger stark saugfähig, d.h. die feinen Löcher in Faser und Gewebe saugen Farbe an, sammeln sie, und so werden die Muster immer etwas verschwommener und weniger detailreich. Dann kommen natürlich noch weitere Faktoren hinzu wie z.B. die Art der Faser, die Art ihrer Ausspinnung, die Struktur des Stoffes usw. Gegen die Kapillarwirkung kann man den Stoff versuchen zu beschichten: auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
  • die Art der Abnahme: man kann den Stoff auf die bemalte Farbe legen und die Farbe so abnehmen (z.B. mit einem Rolle oder mit der Hand ausstreichen oder nur teilweise aufnehmen...). Man kann auch die bemalte Platte auf den Stoff legen und die Farbe so übertragen... 
Man könnte also ein Buch darüber schreiben...
Papier ist nicht gleich Stoff
Obwohl mich die tollen Papierergebnisse immer noch reizen und ich mich immer wieder daran versuche, ähnliches auf Stoff bringen zu wollen, verabschiede ich mich zunächst einmal von dieser Vorstellung. Zu unterschiedlich sind die Bedingungen auf Stoff, als dass ich diesen Traum schnell verwirklichen kann!
Im Kurs von Leslie und Claudia arbeiten wir mit angedickter Procion MX Farbe. Der Stoff ist Baumwollsatin, also dicht gewebt, mittelstark und nicht beschichtet. Mal sehen, was daraus entstehen wird!

14.08.15

Brunhilde Scheidmeir bei Committed to Cloth

In Leslies Studio (www.committedtocloth): Foto Leslie Morgan

Heute war der letzte Tag von Brunhildes erstem Kurs in LeslieMorgans Studio. Und schaut euch Brunhildes tolles geprintetes Shirt an!
Leslie hat heute und in den letzten Tagen so schöne Kursergebnisse gepostet (https://www.facebook.com/committedtocloth): es lohnt sich, diese anzuschauen!


Vom 18.-20. September findet übrigens ein 3-Tagekurs "Ecoprint - das volle Programm" in Speyer statt. In diesem Workshop sind noch wenige Plätze frei (der Oktoberkurs ist ausgebucht).
Da der Kurs durchgehend von zwei Kursleitern betreut wird, kann er sowohl von Anfängerinnen als auch von Fortgeschrittenen besucht werden.
Schnupperkurse zu diesem Thema bieten wir Anfang Oktober und Mitte November in Mannheim an (www.jeromin-workshops.de)

05.08.15

Drucktuch

 
In den letzten Wochen habe ich viele Breakdowns gedruckt, die nicht immer, aber oft schön geworden sind. Leider habe ich die aus Seide, die ich besonders mag, noch nicht fotografiert.
Und im Augenblick sind meine Stunden so voller Arbeit, dass ich nicht sicher bin, wann ich dazu komme.
Egal, dies ist eines der Drucktücher, das damals mit entstanden ist. Inzwischen gewaschen, deshalb etwas blasser, aber die nächste Farbschicht kommt bestimmt!

03.08.15

Neues vom Festival of Quilts in Birmingham

Wer kennt diese total nette Frau?
In Birmingham wird ausgeladen, aufgebaut, vorbereitet... für die jährliche große Quiltveranstaltung Festival of Quilts mit Kursen, vielen Verkaufsständen und natürlich dem Virtual Studio.
Wer nicht dabei sein kann (wie ich), der schaue regelmäßig bei Leslie Morgan (CommittedtoCloth) vorbei (das tu ich auch). Ich freue mich schon auf die Bilder!


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