28.02.15

Laden heute leider geschlossen

Seit Tagen kämpfe ich mit einem Virus, jetzt hat es mich doch so richtig erwischt: ich muss ins Bett.
Deshalb, so leid es mir tut, ist der Laden heute geschlossen.

Geplant war alles ganz anders. Fritz sollte heute mit Brunhilde unseren "Vier Schnupperkuse in zwei Tagen halten" (das tun die beiden immer noch), ich sollte im Laden sein (das geht leider nicht).

Links seht ihr einen Teil von Brunhildes Kursvorbereitung: Rosenblätter für Ecoprint.

Der Versand geht am Montag wie üblich weiter, der Laden ist ab Dienstag 14 Uhr wie üblich geöffnet.

Ein schönes, vor allem gesundes Wochenende wünscht euch Sabine

27.02.15

Alles bunt! Pigmentfarben oder Farbstoffe?

Kombination von Reaktivfarbe (Untergrund) und Pigmentfarbe (Druck)
Wenn man Lust hat, seine eigenen Stoffe zu färben, zu überfärben, zu bemalen oder zu bedrucken, dann hat man die Freude oder auch Qual, sich in einem großen Angebot zurechtfinden zu dürfen oder müssen.
Gleich zu Beginn: es gibt keine optimale Farbe, die alles kann. Pigmentfarben (paints) und Farbstoffe (dyes) (wir kommen gleich zu dieser Unterscheidung) haben jeweils spezielle Eigenschaften.
Aber: wenn man ein bestimmtes Vorhaben hat, kann man sich ein Produkt aussuchen, das sich im Vergleich optimal eignet.

WICHTIGE UNTERSCHEIDUNG
Pigmentfarben (paints) bestehen aus feinsten Farbplättchen in einem Träger, der z.B. auf Acryl oder Öl o.a. basiert. Die Farben können flüssig oder pastos eingestellt sein, und sie werden in ihren Eigenschaften speziell für Papier, Leinwand, Stoff oder einen anderen Untergrund ausgerichtet.
Auf Stoff arbeitet man in der Regel mit einer Textil-Acrylfarbe (Bügelfarbe), die es in unterschiedlichen Flüssigkeitgraden gibt. Oder man verwendet eine Druckfarbe auf Ölbasis.
Textil-Acrylfarben eignen sich nur bedingt für Papier (sie trocknen nicht wirklich gut auf, sondern bleiben oft klebrig. Acrylfarben, die für die Malerei bestimmt sind, machen den Stoff wiederum steif und lassen sich langfristig nicht gut waschen.
Alle Pigmentfarben sitzen auf der Faser und ergeben dadurch einen mehr oder weniger festen Griff. Wie steif sich der Stoff nach dem Druck anfühlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Art des Stoffs, von der Art des Farbauftrags oder von der Flächigkeit des Motivs. Je stärker verdünnt (Wasser), je feiner der Farbauftrag und je dicker der Stoff, desto weniger fühlt man einen Griff. Generell gilt: nach dem Waschen fühlen sich Textil-Acrylfarben oft weicher an. Textil-Acrylfarben eignen sich nur für einen Oberflächenauftrag durch Malerei oder Druck, nicht aber fürs Färben.
Pigmentfarben eignen sich für alle Naturstoffe.
Pigmentfarben lassen sich nicht entfärben, im Gegenteil, sie reservieren (ähnlich wie Wachs) bei einer anschließenden Überfärbung durch Farbstoffe.

Tray Dyeing mit Procion MX (schnell aufziehende Reaktivfarbe)
Farbstoffe (dyes) dringen in die Faser ein und verbinden sich mit ihr. Oft bekommt man Farbstoffe als Pulver, das man erst auflöst und dann anwendet. Entweder als flüssige Farbe zum Färben, Sprühen und Malen. Oder man gibt einen Verdicker hinzu und kann dann mit dieser Farbpaste malen, schreiben, drucken.
Der Vorteil der Verbindung von Faser und Farbstoff besteht darin, dass der Stoff weich bleibt. Das macht diese Farbe ideal für das Färben von Bekleidung. Der Nachteil besteht in ihrer aufwändigeren Fixierung.
          Für uns interessant sind vor allem drei Gruppen von Farbstoffen.
  • Reaktivfarben (Kaltfarben), die sich für Pflanzenfasern (Baumwolle, Leinen, Viscose u.a.) und auch für Seide eignen. Synthetics gehören nicht dazu, wodurch sich die hellen Nähte von Bekleidung nach dem Färben erklären. Beispielsweise gehören Procion MX, Deka Aktuell und Deka Waschmaschinenfarbe zu der Gruppe der Reaktivfarben. Fixiert werden Reaktivfarben in der Regel mit Soda oder einem ähnlich funktionierenden Fixiermittel. Reaktivfarben werden meistens, aber nicht immer, als Pulver angeboten. Die Fixierzeit lässt sich verkürzen durch eine Dampffixierung, wodurch gleichzeitig die Intensität der Färbung gesteigert wird.
  • Säurefarben eignen sich für Seide und für Wolle und ergeben brillante, echte Färbungen. Fixieren lassen sie sich nur mit Dampf (Fixiergerät, Dämpfer, Mikrowelle) oder durch 20 Minuten heißes Färben in einer Färbeflotte. Säurefarben gibt es als Pulver und auch als Flüssigkeit gelöst (dampffixierbare Seidenmalfarben).
  • Universalbatikfarben (z. B. "Deka L") eignen sich für alle Naturfasern, weil sie aus zwei Farbstoffgruppen zusammengesetzt sind: die eine ist für Seide und Wolle gedacht (Säurefarben), die andere für Pflanzenfasern (Direktfarben). Je nach Stoff wird nur ein Teil der Farbstoffe gebraucht, der andere Teil wird weggeschüttet. Direktfarben werden ebenfalls durch Hitze fixiert, entweder durch Färben im Topf oder durch anschließendes Fixieren im Fixiergerät oder in der Mikrowelle. Die nicht so tollen Echtheiten können durch eine anschließende Behandlung mit einem chemischen Fixierer oder einer Dampffixierung erhöht werden.




23.02.15

Mustermix und Layering auf einem Baumwollschal


Gestern habe ich beschrieben, wie man mit einer bestimmten dampffixierbaren Seidenmalfarbe (SILKOLOR) auf Baumwolle malen und diese Färbung in der Mikrowelle fixieren kann. Vorteil: Die Seidenmalfarbe ist schon gelöst, d.h. man kann prima in der Wohnung arbeiten (man muss nicht mit Farbpulver hantieren). Und der Baumwollstoff bleibt weich (anders, als wenn man Bügelfarbe verwendet hätte). Die komplizierte Dampffixierung entfällt, wenn man eine Mikrowelle zuhause hat.
Ein weiterer Vorteil hat Silkolor: man kann diese Farbe auch gut mit Entfärbepaste bearbeiten (Bügelfarbe lässt sich nicht entfärben!).
Diesen Schal habe ich so richtig als Spielplatz für viele unterschiedliche Muster benutzt. Ich kann euch versprechen: es macht Spaß! Ohne große Planung habe ich mich in das Abenteuer gestürzt, nur mit der ungefähren Vorstellung, dass auf dem Stoff richtig viel passieren und das Design ein wenig nach ArtJournal aussehen soll.

MUSTERMIX
Das unbekümmerte Schichten von Farbe, wie das auf Papier und Leinwand möglich ist, lässt sich auf einem dünnen Baumwollstoff, der anschließend getragen werden soll, nur bedingt durchführen. Man muss ein wenig tricksen, um einen vergleichbaren Eindruck herzustellen.
Schon die Grundierung sollte ein wenig nach Farbschichten aussehen. Was mir gut gefällt, ist das zusätzliche vorsichtige Sprühen mit Bügelfarbe. Dadurch lässt sich ein neue Farbschicht einführen ohne dass der Stoff hart wird.
Gemustert habe ich mit Siebdruckschablonen * mit Sprühen  * mit Drucken mit Hilfe von Schwämmchen, einem Bleistift und Wellpappe * mit einer Spachtel * mit Textilstiften (ich hoffe, ich habe nichts vergessen). Gedruckt und gemalt wurde sowohl mit DekaPrint als auch mit Entfärbepaste.
Wenn man eine so lebhafte Musterung haben möchte, ist es wichtig, nicht zu genau zu arbeiten. Das heisst, die Drucke dürfen und sollen ruhig übereinander purzeln, der Siebdruck muss sauber nicht über die ganze Fläche ausgeführt werden, eine Reihung soll nicht wie die Zinnsoldaten ausgrichtet sein, sondern darf tanzen.
Ein weiterer Tipp besteht darin, mit den Mustern nicht innerhalb der Kanten zu bleiben, sondern immer über die Ränder hinaus drucken. Das macht das Design großzügiger.

In den nächsten Tagen folgt dann die Erläuterung der einzelnen Arbeitsschritte.


22.02.15

Trick: Malerei auf Baumwolle in der Mikrowelle fixieren!

Ich mag das Übereinander vieler Schichten, wie man es auf den Art Journal Arbeiten beispielsweise von Alisa Burke oder Roben Marie Smith sehen kann.
Vor einiger Zeit habe ich meinen ersten Versuch von solchen Schichtungen auf einem schweren Canvas ausprobiert, und ich muss sagen, das hat Spaß gemacht. Da arbeitet man ausschließlich mit Acryl- und TextilAcrylfarben, weil der Stoff härter werden darf. Mit solchen Stoffen kann man Bücher einbinden, Taschen machen oder ein Bild für die Wand arbeiten.

Diesmal wollte ich solch ein Design auf einem dünnen Baumwollstoff (Schal aus Baumwollbatist) versuchen, der anschließend tragbar sein soll, d.h. er muss weich bleiben. Bügelfarben gehen nicht, sie machen -wenn man sie flächig und intensiv aufbringt- den Stoff zu hart.
Meine zweite Herausforderung: Farben und Techniken sollen für eine normale Wohnung mit wenig Platz geeignet sein. Procion MX habe ich ausgeschieden, weil dies immer noch eine Spezialfarbe ist für die man etwas KnowHow braucht.
Dritte Herausforderung: Der Untergrund soll gezielt aufgetragen (gemalt) sein und kein Zufallsprodukt einer Färbung sein. Kreativfärbungen im Topf fallen somit flach.
Daran hatte ich ziemlich lange zu knobeln.

SILKOLOR AUF BAUMWOLLE
Vor ein paar Jahren hatten wir einmal einen Versuch mit Silkolor auf Baumwolle mit anschließender Dampffixierung (Rezept hier) gemacht.
Eigentlich ist Silkolor eine dampffixierbare Seidenmalfarbe, also geeignet für Seide und Wolle. Da sie aber (im Gegensatz zu anderen dampffixierbaren Farben) eine Reaktivfarbe ist, kann man unter bestimmten Bedingungen auch auf Baumwolle arbeiten. Im Gegensatz zu Procion MX, die einer anderen Gruppe von Reaktivfarben angehört, braucht Silkolor, um intensiv auf Baumwolle bleiben, eine Hitzebehandlung (Dampffixierung). Ohne diese wird Silkolor in den meisten Fällen pastellig (wir haben das ausprobiert).
Die zweite Bedingung ist, wie bei Procion, ein alkalisches Milieu, das wir dieses Mal mit Soda (Waschmittelabteilung Drogerie) erreicht haben. Ich habe den Baumwollschal sowohl mit Soda gewaschen als auch die Farben mit Soda versetzt. Es kann sein, dass man nicht beides braucht, das habe ich aber aus Zeitmangel nicht getestet.
Der Vorteil von Silkolor -im Gegensatz zu Procion MX- ist deren Anwendungsfreundlichkeit: die Farbe ist bereits gelöst, man kann schnell und sauber arbeiten.

VORBEREITUNG DES SCHALS
Da ich nur mit einem Schal gearbeitet habe, habe ich mich ungefähr an das Rezept vom Entbasten gehalten: den feuchten Schal in das Sodawasser gegeben, etwa 30 Minuten köcheln lassen (NICHT SPÜLEN, NICHT NEUTRALISIEREN!), dann in die Schleuder meiner Waschmaschine gegeben. Der Schal kommt eben noch feucht aus der Schleuder und kann nun bearbeitet werden.

VORBEREITEN DER FARBEN
Auch die Silkolor-Farben habe ich mit Soda versetzt: in ca. 3 x 50ml mit jeweils 1 Messerspitze Soda, gut verrühren (verwendet habe ich Brillantgelb, Türkis, Apfel).
Mit so gemischten Farben muss man zügig arbeiten: wie bei Procion reagieren die Farben mit Soda und verlieren Färbekraft. Ich habe das ausprobiert: am nächsten Morgen bekommt man nur noch Pastelltöne. Bei Procion sagt man, dass bereits nach einer Stunde eine Verringerung der Färbekraft einsetzt.

MALEN UND FIXIEREN
Malen: Den Tisch habe ich mit einer preiswerten Malerfolie abgedeckt (wer ganz sicher gehen will, sollte bei den dünnen Folien zwei Lagen verwenden). Darauf kam der feuchte Schal und wurde mit den Farben und einem dicken Pinsel intensiv bemalt. Wenn man den Schal auf dem Tisch nicht ganz auslegen kann, dann unbedingt den Boden abdecken, denn die feuchte Farbe kann auf den Boden tropfen.
Einwickeln: Um die Malerei so zu erhalten, wie sie ist, muss der Schal feucht in eine Mikrowellengeeignete Folie gewickelt werden (falls der Stoff inzwischen trocken ist, kann man einen feinen Wassernebel vor dem Einwickeln auf den Stoff sprühen). Der Stoff darf sich nicht berühren. Ich habe dazu Bratfolien aufgeschnitten, den Stoff locker eingewickelt und das Ganze noch einmal in eine Bratfolientüte gesteckt. Diese Tüte habe ich offen gelassen.
Aber ich habe später gesehen, dass es Lebensmittelfolien gibt, die mehr als 100°C aushalten bzw. Mikrowellengeeignet sind gibt. Das wäre natürlich einfacher, weil es die Folien auf der Rolle gibt.
Der locker eingewickelte Stoff kam in eine Mikrowellengeeignete Schüssel.
Fixieren in der Mikrowelle: Zur Vorsicht wurde zusätzlich ein Mikrowellengeeignetes Glas Wasser in den Ofen gesteckt. Fixiert habe ich zweimal 2,5 Minuten. Unbedingt während des Fixierprozesses beim Ofen bleiben! Unbedingt nach der ersten Fixiereinheit prüfen, ob noch der Stoff noch feucht ist, sonst können am Stoff Verbrennungen auftreten.
Ich habe einen alten Ofen benutzt und nachgelesen, was das Internet dazu sagt und einfach probiert. Es hat funktioniert: nach dem Ausspülen des Schals (vorher abkühlen lassen), hat sich nur noch wenig Farbe aus dem Stoff bewegt, die Farben blieben intensiv.
Zu dieser Methode möchte ich noch sagen: Ich berichte über meine eigenen Erfahrungen. Seid vorsichtig, legt alles bereit, arbeitet konzentriert. Haltet den Stoff feucht. Eine Garantie kann ich nicht übernehmen.

Über die weiteren Schritte berichte ich in den nächsten Tagen.
Mit der Farbwirkung und dem Griff von Silkolor auf Baumwolle nach dieser Methode bin ich sehr zufrieden. Man kann gezielt arbeiten, die Farben bleiben intensiv, der Stoff ist weich.
Obwohl diese Anleitung mal wieder so textlastig geworden ist, ist der Ablauf sehr einfach.


20.02.15

Resteverwertung - noch nicht ganz abgeschlossen


Beim Anrühren von Procion MX kann man nie so genau abschätzen, wieviel man genau braucht. Mal hat man zuwenig: das ist gar nicht gut!
Oder man hat zuviel: das ist prima! Denn bei Procion MX gibt es viele Möglichkeiten, eine Restverwertung vorzunehmen.
Eine davon ist, mit verdickter Farbe eine Grundierung anzulegen. Man kann das z.B. mit einem Monoprint machen oder Farbe mit einem Roller oder Pinsel auftragen oder aber, das mache ich am liebsten, die Farbe mit einer alten Kreditkarte spachteln. Das geht schnell, macht Spaß und sieht gut aus.
Weil Procion MX so schnell auf den Stoff aufzieht, wird das nie ganz regelmäßig. Man sieht immer Spuren des Farbauftrags, so dass schon der Hintergrund interessant aussieht.
Nach einem solch intensiven Farbauftrag wie oben lohnt es sich, den Stoff zunächst auszuwaschen. Zum einen bekommt man nur so einen realistischen Eindruck über die Färbung. Zum anderen könnte für eine weitere Bearbeitung mit Procion der flächig aufgetragene Verdicker eine weitere Farbaufnahme von Procion MX verhindern, weil Verdicker auch als Reservierung (Abdeckung) wirken kann.
Möchte man nach dem Waschen mit Procion weiterarbeiten, muss man den Stoff natürlich vorher wieder in Soda einweichen.
Damals hatte ich nach dem Auswaschen mit einer Siebdruckschablone und Entfärbepaste weitergedruckt. Damit die Entfärbungen nicht zu intensiv wurden, hatte ich die Paste mit etwas weniger Salz angerührt und nur kurz mit Dampf gebügelt (das sind die beiden Faktoren, mit denen man den Grad der Entfärbung bis zu einem bestimmten Grad steuern kann).
Die Resteverwertung ist in diesem Fall noch nicht ganz abgeschlossen. Ich denke, er kann noch mindestens eine weitere Phase der Bearbeitung vertragen. Mal sehen, was ich mit ihm anstellen werde.

19.02.15

6 Regeln für eine lange Haltbarkeit von Bügelfarben zum Malen und Drucken

arasilk ist eine hochpigmentierte flüssige Textil-Acrylfarbe, die sich nicht nur für Seide, sondern auch für Baumwolle und andere Pflanzenfasern eignet. Sie wird durch Bügeln fixiert. Wenige Tropfen in "DekaPrint Farblos" ergeben eine wunderschöne, transparente Druckfarbe!

Gleich zu Beginn: Farben halten viel länger als man denkt!
Wenn ich meine Farbenkisten herausnehme, schnuppere ich an den geöffneten Flaschen. Man merkt nämlich am Geruch, ob eine Farbe gekippt oder noch gut ist. Gekippte Farben riechen unangenehm nach Ammoniak. Da die Firmen ihre Etiketten oder Flaschenformen immer wieder mal ändern, sehe ich, dass viele meiner angebrochenen Flaschen und Behälter älter sind als 10 Jahre.
Bisher habe ich kaum einmal eine Farbe entsorgen müssen.
Riecht die Farbe unangenehm, so sollte sie auf keinen Fall weiter verwendet werden. Der Geruch setzt sich nämlich in den Stoff und kann auch durch Waschen nicht mehr entfernt werden. Und ehrlich: gekippte Farbe  riecht sehr, sehr unangenehm, man muss dann den ganzen Stoff wegwerfen.

Egal, ob es sich um flüssige Seidenmalfarben (wie z.B. AraSilk oben oder Javana) oder die weniger flüssigen Stoffmalfarben oder Druckfarben (wie z.B. Deka Permanent oder DekaPrint) handelt: das Folgende sollte beachtet werden, damit sie wirklich lange halten.

Niemals den Pinsel in den Farbtopf tauchen
Farben sollten immer mit einem eigenen, sauberen Löffel oder einer eigenen, sauberen Pipette entnommen und auf einem Teller, einer Palette oder einem Gläschen zwischengelagert werden. Von dort aus werden sie mit dem Pinsel oder einem Farbroller aufgenommen und vermalt bzw. gedruckt.

Niemals übrig gebliebene Farbe wieder in den Farbtopf zurückgeben
Restfarbe sollte in einem kleinen, gut verschließbaren Glasgefäß aufbewahrt werden. Solche Farben bzw. Farbmischungen halten sicher weniger lange als die Originalfarbe, weil sie ja mit dem Pinsel und kleinen Verunreinigungen in Kontakt geraten ist. Aber wenn das Gefäß wirklich sauber (z.B. gut gespültes Glas) und luftdicht verschließbar ist, kann man von einer längeren Haltbarkeit (über Wochen) ausgehen.

Deckel und Dichtung prüfen
Farben sollten luftdicht verschlossen sein. Bei längerer Lagerung und häufigem Gebrauch können Deckel oder Dichtung auch einmal beschädigt sein. Ein guter Deckel und eine gute Dichtung verhindern das Austrocknen und das Eindringen von Verschmutzungen. Eine Dichtung kann dadurch verbessert werden, dass Lebensmittelfolie über die Flaschenöffnung gelegt und mit verschraubt wird. Außerdem bewahre ich immer ein bis zwei leere, saubere Farbgefäße mit gutem Deckel für einen SOS-Einsatz auf.

Kühl & dunkel lagern
Die Haltbarkeit verlängert sich, wenn Farbe dunkel und kühl gelagert wird (Falls in einen anderen Behälter umgefüllt wurde, Glas deutlich beschriften!!).

Mischungen auf dem Tisch: Austrocknen vermeiden
Bügelfarben trocknen schnell aus. Sollen angemischte Farben am nächsten Tag weiter verarbeitet werden, kann man über Nacht einfach Frischhaltefolie über das Mischgefäß spannen. Ist die Farbe dennoch sämiger geworden, lässt sie sich mit wenigen Tropfen Wasser wieder in den gewünschten Zustand bringen.

Mischungen und das Weiss von DekaPrint
Beim Mischen von Farben sollte man nicht zu sparsam sein, denn man trifft den gleichen Ton kaum einmal wieder. Wenn es also darauf ankommt, dann lieber etwas mehr mischen und die Reste später verbrauchen. Es gibt aber eine Ausnahme: das Weiß von DekaPrint. Farbmischungen mit Weiß halten nur maximal 2 Tage.





17.02.15

Tipps & Trends aus dem Netz - Woche 8/15

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche(n) Posts, die uns gefallen. Ich krame gerne in Blogs, deshalb ist immer auch mal der eine oder andere ältere Beitrag dabei.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts, die uns aufgefallen sind und die wir gerne mit euch teilen wollen.
Heute mit vielen Anleitungen, die inspirieren!

Nr. 1
Stoffdruck mit einer Netzmelone ergibt ein ganz zauberhaftes, zartes Muster:
http://kb-design-blog.blogspot.de/2014/10/stoffdrucke.html

Nr. 2
Spannende Entstehungsgeschichte einer Musterserie für Tapeten und Stoff:
https://www.harlequin.uk.com/blogs/amazilia/
über http://www.printpattern.blogspot.de/2015/02/home-decor-harlequin-amazilia.html

Nr. 3
Moderne Stoffmalerei auf kräftigen Cancas, dann vernäht:
http://www.poppytalk.com/2015/02/samesies-painterly-abstract-rectangles.html

Nr. 4
Ein süßer Erdbeerstempel aus Kartoffeln!
http://dailyfix.co.za/crafts/cut-a-potato-stamp/

Nr. 5
In diesem Artikel gibt es gleich mehrere Ideen: einen selbstgenähten Pulli für Männer, einen Tipp für used-look mit Hilfe von Bimsstein und eine Aufschrift mit Acrylfarbe.
http://lillithrose.blogspot.de/2015/02/pulli.html

Nr. 6
Verblüffend: So kann man schöne Landschaften auch festhalten...
http://honestlywtf.com/art/sew-wanderlust/

Nr. 7
Und noch etwas zum Staunen... ganz wunderbar!
http://anders-anziehen.blogspot.de/2015/02/spaziergang-durch-den-irrsinn.html


14.02.15

Colour Studies - mein pastellfarbenes Abenteuer

Pastellfarbener Hintergrund - ganz neu für mich (Bild: Leslie Morgan)

Nachdem ich zwei Tage lang nach dem ausgeklügelten System von Leslie Morgan gemischt, gemischt und gemischt hatte, habe ich gestern begonnen, mit meinen beiden Lieblingsfarbfamilien zu drucken.
Workshops sind ja vor allem dazu da, einmal die ausgetretenen Pfade zu verlassen, ein neues Risiko einzugehen und daraus zu lernen. Mit Hilfe von Leslie und Claudia und deren geschulten Augen sind das allerdings sehr kalkulierte Risiken: bis jetzt war niemand dabei, der sich nicht über seine Arbeiten gefreut hätte.
So ging es auch mir: ich habe mir eine unserer Siebdruckschablonen genommen, mit der ich bisher noch nie gearbeitet hatte und habe die Farben (Procion MX) mit sehr viel Verdicker verdünnt und pastellig aufgetragen wie noch nie. Wer meine Farbvorlieben kennt, der weiß, dass die meisten Stoffe bei mir (wenn ich mir keine Aufgaben stelle) knallbunt werden: rot und pink und orange und sehr, sehr intensiv!
Dieses Mal also soll es pastellfarben werden (zumindest die unteren Schichten) und kühl.
Die Blätter der untersten Schichten sind so hell, dass man sie nach dem Auswaschen kaum noch sehen wird. Aber da Procion MX halbtransparent auf Stoff erscheint, werden sich die einzelnen Drucke auf dem Stoff zu einer lebendigen Struktur mischen.
Was ihr oben seht, ist erst der Beginn eines Stoffs, der in vielen Schichten gedruckt werden wird. Dabei lerne ich nicht nur etwas über Layering (das Schichten), sondern auch über Kontraste und Design, alles Themen, die wir im Laufe des Sommers in den folgenden Workshops vertiefen werden (So spannend!!! Ich freue mich schon darauf!!!).
Um die Blattstruktur etwas zu vitalisieren, habe ich schon bei den untersten Schichten etwas Komplementärfarbe aus meiner ersten Farbfamilie (Rotviolett) mitgedruckt, und damit das noch lebendiger wird, bei einer späteren Schicht etwas mehr Zitronengelb für Lichter.
Das Praktische bei unseren Siebdruckschablonen ist, dass man von beiden Seiten her drucken kann. So drehe ich nicht nur das Muster immer wieder, sondern kann auch die Ranke spiegelverkehrt setzen.

So, jetzt muss ich (darf ich) gleich los... und freue mich auf meine heutigen Abenteuer mit Leslie Morgan, Claudia Helmer und einer total netten Gruppe. Von der ich übrigens ebenfalls großzügig lernen darf: wir teilen unsere Farben, Farbrezepte, Werkzeuge, Erfahrungen und Begeisterung: es ist einfach wunderbar!

Wer uns immer wieder mal beim Kurs begleiten will, kann das hier tun: https://www.facebook.com/committedtocloth
Kurse mit Leslie Morgan und Claudia Helmer im Textilstudio Speyer: http://www.textilstudio-speyer.de/
Kurse in Leslie Morgans neuem Studio in England (zum Teil sogar in deutscher Sprache!): http://www.committedtocloth.uk/

12.02.15

Bei Leslie Morgan vorbeischauen...

Die ersten beiden Tage in Speyer sind so schnell vorbei gegangen, und bisher habe ich leider wieder kaum Fotos gemacht.
Wenn Ihr ein paar Eindrücke vom Kurs sammeln wollt, dann schaut bei Leslie vorbei:
https://www.facebook.com/committedtocloth
Herzliche Grüße von Sabine

11.02.15

Ab heute geht der Farbenrausch wieder los!


Ab heute findet im Textilstudio Speyer der große Färbekurs von Leslie Morgan und Claudia Helmer wieder statt! Wir freuen uns riesig!

Fünf Tage lang werden wir mischen, staunen, neue Farbzusammenhänge entdecken... und nicht zuletzt auch noch von der Arbeit der anderen Teilnehmerinnen profitieren, denn Farben und Rezepte werden ausgetauscht.
Jede nimmt nach Abschluss des Workshops eine umfangreiche Bibliothek von Mustern nach Hause, um dann mit nur 4 warmen und 4 kalten Grundfarben von Procion MX ganz gezielt eine riesige Palette mischen zu können.

Beim letzten Mal war ich so beschäftigt, dass ich nur wenige Bilder gemacht habe.
Vielleicht wird es diesmal anders? Ich nehme es mir zumindest fest vor...


09.02.15

Einfache Stempel aus dem Bad: das Kosmetikschwämmchen

Rita Weins: Schwammdruck mit verdickter Seidenmalfarbe auf Seide
Mit den kleinen, zu Beginn noch harten Kosmetikschwämmchen lässt sich prima drucken, wie auf dem Seidentuch von Rita Weins zu sehen ist. Man kommt kaum auf die Idee, dass dieser edle Stoff mit einem so einfachen Werkzeug hergestellt wurde!

WIE GEHT DAS?
Für den Druck sollten die Schwämmchen neu und noch nicht befeuchtet sein. Dann zeigt sich
die Struktur der porösen Oberfläche besonders schön.
Die Kosmetikschwämmchen haben einen idealen Durchmesser, sind aber sehr flach.
Am einfachsten geht der Abdruck, wenn das Schwämmchen auf den Stoff platziert und der Abdruck mit Hilfe einer Zeitschrift o.ä. vorsichtig vorgenommen wird: dazu setzt man die Zeitschrift auf den Rücken des platzierten Schwämmchens und drückt  gleichmäßig und mit mittlerem Druck auf den Schwamm.
Das Abheben des Schwämmchens gelingt am besten mit einer Pinzette. Nach und nach saugt sich der Schwammstempel beim Drucken mit Feuchtigkeit voll. Dann am besten wieder einen neuen trockenen oder fast trockenen Schwamm einsetzen.
Möchte man mit meheren Farben arbeiten (wie hier), verwendet man am besten für jede Farbe ein eigenes Schwämchen. Je feuchter sie nämlich durch die Farbe werden, desto vorsichtiger muss der Abdruck vorgenommen werden (man arbeitet übrigens am besten mit Handschuhen...).
Wie immer würde ich zu Probedrucken raten.
Man muss sich in den Schwammstempel, der einfach wirkt, aber eigenwillig ist, erst etwas einarbeiten und einfühlen: Farbmenge und Pressdruck müssen auf einander abgestimmt werden, um solch ein schönes Muster zu bekommen, wie auf dem Tuch zu sehen ist.

NICHT NUR KOSMETIKSCHWÄMMCHEN...
Nicht nur ein Kosmetikschwämmchen ist ein toller Stempel. Tolle Stempel ergibt zum Beispiel auch ein zurechtgeschnittener Haushaltsschwamm. Einer unserer Lieblingsstempel ist der Schwammroller. Was man alles mit ihm anstellen kann, zeige ich ein anderes Mal.
  • Dies war das zweite Beispiel aus unserer kleinen Reihe: "Einfache Stempel aus Küche und Bad". Den ersten Beitrag findet ihr HIER



08.02.15

Ecoprint zum Genießen

Wollstoff mit Eukalyptus - Arbeit eines Teilnehmers in einem unserer Kurse

Ich staune immer wieder aufs Neue: alles Natur! 
Wunderschön, geheimnisvoll, poetisch...

Detail aus der Arbeit oben

07.02.15

Linoldruck - 1 einziges Motiv, 3 unterschiedliche Drucke!

Druck auf Stoff: Linolplatte vollständig mit Farbe versehen.
Linoleumplatten sind preiswert, ebenso das Schnitzwerkzeug, und wenn man ein paar Tipps beachtet, ist das Schneiden der Linoleumplatten ganz einfach.

TIPPS FÜR DAS SCHNEIDEN
Tipp 1: Linoleumplatten sind oft hart. Wenn man die Oberfläche mit dem Föhn erhitzt, wird sie wieder weich und lässt sich einfacher bearbeiten.
Tipp 2: die Messer sind sehr scharf. Deshalb immer vom Körper weg arbeiten.

TIPPS FÜR DAS DRUCKEN
Das Internet ist voller Anleitungen. Ein kurzes, gutes Video über das Schneiden einer Platte ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ZhtnSImHauA
Allerdings fand ich das Drucken nicht so schwierig, wie es in diesem Video dargestellt wird. Dass die ersten Drucke immer Probedrucke sind, ist bekannt. Das gilt aber für alle Drucktechniken.
Wir drucken immer ohne Presse. Entweder liegt der Stoff zuunterst, dann wird die Platte wie ein Stempel auf den Stoff gesenkt und gespresst. Größere Stempel (Platten) lassen sich allerdings nicht so einfach intensiv drucken.  
Zur Erhöhung des Pressdrucks gibt es aber Tricks:
Zum Drucken auf dem Tisch: Man rollt mit einer Teigwalze über die Platte.
Zum Drucken auf dem Boden: Man legt ein etwas größeres Brett auf die Druckplatte und stellt sich selbst auf das Brett. So presst man mit dem eigenen Körpergewicht die Platte auf den Stoff.
Oder man reibt ab: die Platte bleibt dabei auf dem Tisch liegen (das Muster zeigt nach oben), und der Stoff wird auf die Platte gesenkt. Am besten legt man darüber ein passendes Papier und reibt dann die Farbe mit Druck von der Linolplatte ab.

EINE DRUCKPLATTE - VERSCHIEDENARTIGE DRUCKE
Unsere Versuchsreihe zeigt, wie unterschiedlich man eine Linolplatte abdrucken kann. Hier haben wir mit DekaPrint, einer wasserlöslichen Druckfarbe gearbeitet.

Druck auf Stoff: Linolplatte teilweise mit Farbe versehen und per Hand gemustert.
Die Abbildung oben auf dem türkisfarbenem Stoff zeigt einen Druck, für den die gesamte Linolplatte mit Farbe eingerollt wurde.

Für den Druck auf dem grünen Stoff wurde nur ein Teil der Druckplatte mit Farbe versehen (der Hintergrund wurde ausgelassen). Außerdem haben wir vor dem Abdruck die Bekleidung, den Schal und das Kopftuch gemustert, in dem in die noch feuchte Farbe verschiedene grobe Stoffreste gedrückt und so Farbe abgenommen wurde. Alle "Stoffflächen" des Bilds haben so ein Muster bekommen.

Der Druck auf dem gelben Stoff ist etwas Besonderes.
Dafür haben wir spezielle Segmente der Druckplatte in unterschiedlichen Farben mit einem Borstenpinsel
eingefärbt. Die Druckplatte wurde sozusagen bemalt und dann abgedruckt.
Das Kleid wurde zusätzlich mit einem kleinen Stoffmuster versehen und schattiert.
Ein einziger Durchgang ergab so einen mehrfarbigen Druck. Diesen Druck kann man auch als Monoprint bezeichnen, denn die Musterung des Stoffs wird sich genau gleich nicht wiederholen lassen.

FARBE FÜR LINOLDRUCK AUF STOFF
Unsere Empfehlungen gelten -wie immer- für den Druck auf Stoff. 
Stoffdruckfarbe ist so eingestellt, dass sie innerhalb gewisser Grenzen waschecht ist und den Stoff verhältnismäßig weich lässt. Farben für Papier haben andere, speziell für Papier geeignete Eigenschaften.

  Die Drucke oben wurden mit DekaPrint durchgeführt, einer wasserlöslichen Druckfarbe, die zur Fixierung gebügelt wird. Da sie verhältnismäßig schnell trocknet, mischt man ihr - zumindest für die Variante mit mehreren Farben - einige Tropfen Trocknungsverzögerer bei. Dann kann man sich beim Bemalen Zeit lassen. Aufgetragen wird die Farbe entweder mit einem Schaumstoffroller oder mit Borstenpinsel. Nach dem Drucken werden Linolplatte und Werkzeuge unter fließendem Wasser gesäubert und dann getrocknet.
2   Eine ausgezeichnete Druckfarbe ist auch die Linoldruckfarbe auf Ölbasis von Deka, die speziell für den Stoffdruck hergestellt wird. Mit ihr lassen sich feinste Details eines Stempels oder einer Linolplatte abbilden. Die Farbe wird nicht mit einer Schaumstoffrolle aufgetragen sondern mit einer Hartgummiwalze. Dadurch erreicht man einen besonders feinen Farbauftrag, der dennoch intensiv und klar auf dem Stoff erscheint. Öldruckfarbe bleibt länger feucht, deshalb lassen sich solche Techniken, wie oben beschrieben, sehr gut durchführen. Die Fixierung der Ölfarbe wird durch Oxidation erreicht. Man lässt den Druck 4-6 Wochen liegen, bevor man den Stoff waschen kann. Beschleunigen kann man diesen Vorgang nicht. Wischfest, geeignet für einen Transport, ist die Farbe aber bereits nach etwa 24 Stunden.
Das Reinigen von Stempel und Werkzeug ist ganz einfach: zuerst alle Farbe abwischen bzw.abdrucken, dann den Rest mit etwas (altem) Speiseöl anlösen und abwischen. Zum Schluss Werkzeug und Platte mit warmem Wasser und etwas Spülmittel vollends reinigen.
  • Unsere Anleitung zur Linol-Stoffdruckfarbe findet ihr HIER


05.02.15

Tipps & Trends aus dem Netz - Woche 6/15

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen. Ich krame gerne in Blogs, deshalb ist immer auch mal der eine oder andere ältere Beitrag dabei.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.
Heute mit vielen Anleitungen, die inspirieren!

Nr.1
DIY: Leder prägen - toller Effekt!
http://urbanska-ilovesewing.blogspot.ch/2015/01/leder-pragen.html

Nr.2
DIY: Tutorial für Quasten (und ein nettes Beispiel, wie man einen Korb damit verschönern kann)
http://honestlywtf.com/diy/diy-tassel-basket/

Nr.3
DIY: Baumwolltasche einmal ganz anders... nicht bedruckt, sondern beknöpft:
http://www.vanessachristenson.com/2015/01/the-button-tote-on-bernina-blog.html

Nr.4
DIY: einem alten Tablett ein neues Kleid verpassen
http://dieraumfee.blogspot.de/2015/01/ohnezahn-pimp-my-tray.html

Nr.5
DIY: Schöne, dekorative Schriften lernen
http://alisaburke.blogspot.de/2015/01/introduction-to-lettering.html

Nr.6
DIY: In gewisser Weise ist ja auch gutes Kochen nach leckeren Rezepten ein DIY (anstelle der Tiefkühlpizza...)
Ein Blog, der tolle Koch- und Backanleitungen, schöne Rezepte, sehr ansprechende Fotos und wirklich unterhaltsames Schreiben bietet, ist: http://www.dasmundwerk.at/

04.02.15

Drucken auf Stoff - ein paar Tipps für den Anfang

Das Ausprobieren von Stoffdruck ist wirklich sehr einfach, und man braucht auch nur sehr wenig Werkzeug.

STOFF
Empfehlenswert ist ein mittelstarker, heller Baumwollstoff wie man ihn z.B. für für Tischdecken nimmt. Ist der Stoff "PFD" (vorbereitet fürs Färben), braucht er nicht mehr unbedingt gewaschen werden. Ich würde den Stoff bügeln, denn faltenfreie Stoffe lassen sich viel besser bedrucken.

FARBEN
Ich empfehle DekaPrint.
Diese Druckfarbe besitzt eine Konsistenz, dass man mit allen Arten von Stempeln drucken kann, denn sie ist optimal fürs Drucken eingestellt. Man kann auch mit Stoffmalfarbe drucken, aber wie der Name andeutet, ist sie flüssiger und eigentlich eher fürs Bemalen von Stoffen gedacht.
Kompromisse sollte man nur dann eingehen, wenn man schon Erfahrung hat und weiß, was man macht. Zum Einsteigen, wenn man ein Erfolgserlebnis haben möchte, ist es gut, gleich das richtige Werkzeug zu benutzen.
DekaPrint gibt es nur als 250ml-Packung (sie ist eine Farbe für professionellen Siebdruck auf Stoff), aber wenn man den Grundpreis anschaut, ist sie die preiswerteste Farbe. Dekaprint lohnt sich absolut, denn die Farbe hält jahrelang. Da man sie super mischen kann, braucht man nur einige wenige Grundfarben.
Mit Stempelkissen, die gute Ergebnisse auf Papier bringen, haben wir auf Stoff wenig gute Erfahrungen gemacht, denn die Drucke werden nicht ausreichend intensiv.

EIN PAAR TIPPS ZUM MISCHEN
Das muss man einfach probieren und etwas Erfahrung sammeln, aber es gibt ein paar Grundregeln.
Die Grundfarben sind Gelb, Rot und Blau. Nimmt man klare Farben wie Zitrone, Karmin und Mittelblau, werden auch die Mischungen eher klar und strahlen. Ein warmes Gelb, wie Sonnengelb, lässt Mischungen dagegen wärmer werden. Ein gemischtes Grün geht dann eher in die Richtung Oliv und weniger in die Richtung Grasgrün.
Mischt man Orange aus Gelb und Rot, ist Gelb (die helle Farbe) die Hauptfarbe. Das Rot mischt man in sehr kleinen Mengen hinzu, bis man den gewünschten Ton getroffen hat. Dasselbe gilt für Grün: Gelb ist die Hauptfarbe, das Blau wird in kleinen Dosierungen hinzugegeben, bis die richtige Nunance erscheint. Immer ist die helle Farbe die Hauptfarbe!!
Möchte man mit Mischungen arbeiten, sollte man unbedingt eine größere Menge anmischen, da man später nie mehr den genau gleichen Ton trifft. Lieber Mischfarben übrig behalten, in einem kleinen Behälter aufbewahren und später weiterverwenden. 

ENTNEHMEN DER FARBE
Für jeden Farbtopf braucht man einen eigenen Löffel! Damit rührt man vor der Farbentnahme die Farbe um und gibt diese dann auf einen Teller, auf dem man dann mischt. Teller aus Glas oder Porzellan haben den Vorteil, dass man sie hinterher säubern und immer wieder verwenden kann. Pappteller haben den Vorteil, dass man sie wegwerfen kann, wenn man das Abspülen mal vergessen haben sollte. Die Teller sollten flach sein und eine gewisse Größe haben. Ich verwende für mehrere Farben jeweils eigene Teller, damit kein unerwünschter Farbmix entsteht.
Wichtig!! Sollte Farbe übrig sein, diese nie zurück in den großen Farbbehälter geben! Durch Pinsel, Schwamm, Roller usw. geraten oft kleine Verunreinigungen in die Farbe, die den großen Farbvorrat zum Verderben bringen können. So etwas merkt man dann am Geruch und der Konsistenz der Farbe.
Das Zurückgeben in den großen Behälter bedeutet Sparen an der falschen Stelle! Übrig gebliebene Farbe kann man mit einer Lebenmittelfolie oder einer alten Plastiktüte abdecken und in den nächsten Tagen weiterverwenden - so lange, wie sie nicht eingetrocknet ist.

FARBE AUF DEN STEMPEL BRINGEN
Weil bei Stoffdruck die Farbschicht auf dem Stempel gleichmäßig und fein sein sollte, wird die Farbe immer mit einem Werkzeug auf den Stempel gebracht. Dazu eignen sich, je nach Stempel, Vorliebe oder auch Gewohnheit, ein Schwamm (Schwammroller, Schwammpinsel, neuer Küchenschwamm) oder auch ein Borstenpinsel (das ist weniger einfach!). Mit dem Schwammwerkzeug wird etwas Farbe vom Teller genommen und auf den Stempel gerollt oider getupft. Das Aufbringen muss leicht sein, lieber mehrmals tupfen. Der ganze Stempel sollte mit einer gleichmäßig feinen Farbschicht bedeckt sein.
Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass man sich so etwas wie ein Stempelkissen herstellt. Die Oberfläche eines neuen Küchenschwamms wird mit Farbe getränkt. Man kann dann seinen Stempel leicht, sehr leicht!!!  auf den Schwamm drücken und so Farbe auf die Stempelfläche bringen.
Achtung!! Je mehr Farbe auf der Stempelfläche ist, um so patziger wird der Druck werden, um so leichter kriecht Farbe in das Relief des Stempelmusters! Andererseits: wenn zu wenig Farbe auf der Fläche ist, wird der Abdruck ungleichmäßig und wenig intensiv.Das ist ewas für antike Optiken...
Die Stempelfläche muss möglichst eben und sauber sein. Verwendet man Gemüse als Stempel (z.B. Kartoffeln), sollte das enthaltene Gemüsewasser regelmäßig vor dem Farbauftrag abgetupft werden.

UNTERGRUND
Beim Drucken muss man den Stoff nicht (wie bei Siebdruck) auf einem Untergrund befestigen. Man sollte aber die Tischplatte vor Farbe schützen. Dünne Malerfolie eignet sich gut, auch einfaches Zeitungspapier. Für einen Stempeldruck sollte der Untergrund etwas nachgeben, dann werden Drucke satter, schöner und randschärfer.
Wie stark der Untergrund nachgeben sollte, hängt sehr vom Stempel, vom Stoff und von dem Druck ab, den man ausüben ausüben kann. Wenn das Relief des Stempels tief ist, kann der Untergrund ruhig ziemlich weich sein. Indische Holzstempel mit einen tiefen Relief lassen sich sehr gut und schön auf einem Vliesstoff, der sich unter dem Drucktuch befindet, abdrucken. Auch Kinder mit wenig Kraft erhalten so schöne Drucke. Eine sehr versierte Stoffdruckerin, die oft mit wirklich großen, alten Druckstöcken aus Indien arbeitet, nimmt als Untergrund sogar ein dünnes Schaumstoffpolster (wie man es für Sitzkissen verwendet). Für viele andere Stempel reicht ein Polster aus einigen Lagen Zeitungspapier. Für Linolstempel und alle anderen, die nur ein flaches Relief aufweisen, in das schnell mal Farbe rinnen kann, wählt immer eher einen verhältnismäßig harten Untergrund (Zeitungspapier).
Mein Ratschlag: probiert mehere Variationen aus und vergleicht die Ergebnisse!

DRUCKEN
Die ersten Abdrucke immer auf Druckerpapier machen. Jeder Stempel muss sich zuerst mit Farbe vollsaugen. Erst ab dem dritten bis vierten Abdruck erden die Ergebnisse schön. Es gibt zwei Tricks: Beim Aufbringen des Drucks einige Sekunden warten (zählen bis 3 ist prima): in dieser Zeit kann der Stoff die Farbe absaugen. Der zweite Trick: den Stempel behutsam vom Stoff abheben, damit die Farbe nicht "abgerissen" wird.
Kleine Fehler in einem Druckbild können mit einem feinen Holzstäbchen, das in Farbe getaucht wurde, ausgebessert werden.

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