30.01.15

Kurse auf der Nadelwelt

Unglaublich!
Schon ist der erste Monat vom neuen Jahr vorbei, und die Nadelwelt rückt näher - viel schneller als gedacht.

NADELWELT
Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit einem schönen Stand auf der Nadelwelt vertreten sein und das mit vielen Neuheiten!!!.
Wir freuen uns schon darauf, viele Bekannte wiederzusehen und neue Interessentinnen kennenzulernen!
Die Nadelwelt findet vom Freitag, den 15. Mai bis einschließlich Sonntag, den 17. Mai in Karlsruhe statt.
Viele Kolleginnnen und Kollegen aus Deutschland und dem Ausland zeigen dort ihr Sortiment. Das Angebot reicht von tollen bedruckten Stoffen für Patchwork und Nähen über Kreativangebote (zu dieser Gruppe zählen wir uns) bis zu Ständen mit Knöpfen und Perlen, Wolle und ausgefallenem Näh- und Handarbeitszubehör. Und natürlich Bücher nicht zu vergessen! Also allein wegen diesen Angeboten lohnt sich der Weg!

AUSSTELLUNGEN
Neben dem wunderbaren Warenangebot sind die vielen Ausstellungen ein Anziehungspunkt für die Besucherinnen! Ich weiß nicht, ob man in Deutschland irgendwo anders so kompakt die Arbeiten so vieler interessanter Textilkünstlerinnen anschauen kann. Das ist Inspiration pur!

KURSE
Auch das Kursangebot wird von Jahr zu Jahr größer und vielfältiger! Schaut euch die Themenliste durch: es fällt schwer, sich zu entscheiden!
Was ich auch gut finde: in den Kursgebühen ist eine Dauerkarte für die Nadelwelt enthalten!
  • Damit euch die Entscheidung noch schwerer fällt... trommele ich noch ein bisschen für unsere Kurse...
 SCHNUPPERKURS LAVENDELDRUCK
Am Samstag bieten Brunhilde Scheidmeir und mein Bruder Fritz Jeromin einen Einführungskurs in den Lavendeldruck an. Das ist ein Umdruckverfahren, das ätherisches Lavendelöl als Lösungsmittel verwendet. Einer der großen Vorteile besteht darin, dass der Stoff, auf den das Bild übetragen wurde, weich bleibt. Deshalb kann man diese Technik nicht nur für Collagen und Patchwork verwenden, sondern auch für Bekleidung, Accessoires und auch für Filzarbeiten. Der bedruckte Stoff lässt sich nämlich sogar waschen.
Lavendelöl riecht gut, ist ungefährlich für die Gesundheit (im Gegegensatz zu den anderen Lösungsmitteln) und ergibt darüber hinaus sogar bessere Ergebnisse. Lasst euch diese Technik und interessante Variationen zeigen und probiert sie aus in einer netten, entspannten Gruppe!

SCHNUPPERKURS ECOPRINT
Dass Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin Experten für Ecoprint sind, hat sich herumgesprochen. In Karlsruhe besteht eine der wenigen Möglichkeiten in diesem Jahr, einen kompakten Einführungskurs (Sonntag) zu besuchen.
Der Kurs ist dazu da, die Technik selbst auszuprobieren und kleine Probestücke zu fertigen, die später für eigene Arbeiten verwendet werden können. Mit diesen Einstiegserfahrungen könnt ihr auch an jedem unserer Fortgeschrittenenkurse (Textilstudio-Speyer) teilnehmen.

EXPERIMENTELLES ARBEITEN AUF BATIK BAUMWOLLSTOFFEN
Rita Weins hat viele Jahre bei uns im Laden Vorführungen zu ganz unterschiedlichen textilen Themen angeboten. Deshalb weiß ich, dass sie eine hervorragende Lehrerin mit viel Erfahrung ist, und dass das Lernen bei ihr Spaß macht! Ihr seht an den Arbeiten, die ich immer wieder hier im Blog zeige, dass sie viel Talent besitzt!
Rita bietet an allen drei Tagen Schnupperkurse für Stoff- und Entfärbedruck an. Ihr könnt in diesem Kurs offene Schablonen und auch unsere Siebdruckschablonen ausprobieren. Dazu zeigt Rita attraktive Kombinationen mit verschiedenen experimentellen Techniken. Lasst euch inspirieren!


29.01.15

Monotypie und Siebdruck - Technikmix

Rita Weins: Siebdruck und Monotypie auf Etamine de Laine

Dass sich Techniken gegenseitig unterstützen können, kann man hier an dem tollen Schal von Rita Weins sehen. Die grafischen Schriften ("Frühling" und "Julius II") wurden mit schwarzer DekaPrint gedruckt. und ergeben einen schönen Kontrast zu den flächigen Kreisen und Blüten, die mit Hilfe von angedickter Seidenmalfarbe (s.u.) als Monotypie auf den Stoff gebracht wurden.
Es ist ein richtiger Frühlingsschal geworden: der leichte Wollstoff (Etamine de Laine) schützt vor kühlem Wetter, die Farben und Muster lassen schon an helles Licht und an erste Blüten denken.

Damit die Schriften auf dem Schal auf beiden Schalseiten in der richtigen Richtung liegen, hat Rita die Schablonen etwa in der Mitte gedreht. Die Abbildung unten, die aus der Mitte des Schals stammt, zeigt deshalb Schriften in beiderlei Richtungen.  
Der Reihenfolge nach: Zuerst kamen die Monotypiedrucke auf den Schal, dann wurde dampffixiert und anschließend mit den Siebdruckschablonen gedruckt und zum Schluss zum Fixieren der Druckfarbe gebügelt.

Rita Weins: Siebdruck und Monotypie auf Etamine de Laine

MONOTYPIE
Monotypie ist die Bezeichnung für einen Einzeldruck, der nie genau wiederholt werden kann. Es gibt unzählige verschiedene Verfahren mit ganz unterschiedlichen Resultaten (unter anderem gehören auch die gerade sehr angesagten Gelatine/Gelli-Prints zu dieser Technik).
Rita Weins hat ihre stilisierten Blüten und Früchte auf eine transparente Laternenfolie (Bastelhandel) mit verdickter dampffixierbarer Seidenmalfarbe aufgemalt und dann auf den Stoff gedruckt. Man könnte auch bügelfixierbare Seidenmalfarbe angedickt verwenden, so lässt sich sich die Dampffixierung sparen. Da der Verdicker in der ersten Wäsche ausgewaschen wird, bleibt der Wolletamine auch bei Bügelfarben weich.
Man könnte auch auf Moosgummi malen und dann drucken. Wenn man dafür Moosgummi auf eine steife Platte klebt, ist das Drucken besonders komfortabel. Aber das ist nicht zwingend notwendig.
Die Idee mit der Folie ist jedoch genial: dieser Träger ist relativ stabil (und preiswert), und weil er transparent ist, lassen sich die Drucke genau positionieren.
Eine weitere Alternative wäre Plexiglas, aber das müsstet ihr testen: je nach Oberfläche verhalten sich Farben und Verdicker auf den verschiedenen Trägern unterschiedlich.
Rita verwendete unseren Universalverdicker und rührte ihn für diese Methode dick und pastos an, denn er sollte ja eine sehr flüssige Farbe zu einer Art Stoffmalfarbe (dickflüssig) verwandeln. Bitte daran denken: je höher der Anteil des Verdickers in dem Farbmix ist, desto heller und pastelliger erscheint die Farbe. Farbe und Verdickerpaste müssen gründlich gemixt werden. Die Mischung am besten ein bis zwei Stunden ruhen lassen, bis sich alles gut verbunden hat.

WOLLETAMINE
Wir lieben diesen Stoff, weil er so vielseitig ist. Da er nicht gegen das Filzen vorbehandelt ist, sollte er -wenn man ihn so belassen will, wie er ist- immer lauwarm von Hand waschen. Man kann ihn aber auch vorsichtig an den Schnittkanten von Hand filzen, wenn man die offenen Ränder befestigen möchte.
Am liebsten belassen wir die Ränder wie sie sind: Für das Zuschneiden der Meterware für Schals zieht man einen Faden (das geht bei diesem Stoff ganz einfach) und schneidet den Stoff dann fadengerade. Bei 150cm kann man für einen kürzeren Schals die Breite des Stoffs als Schallänge verwenden. Oder man nimmt ein 2m-Stück und teilt bzw. drittelt den Stoff der Länge nach für einen langen Schal.
Wir belassen bei den Wollschals die offenen Kanten. Dafür werden einfach ein paar Fäden gelöst für nette, kleine Fransen. Diese halten sehr gut. Manchmal filzen wir die Kanten auch minimal an. Dann kann man die Fragen sogar knappkantig mit einer scharfen Schere abschneiden. Leichtes Anfilzen kann man per Hand, Seife und heißem Wasser oder aber, indem man den feuchten Schal kurz in den Trockner gibt (das muss aber sehr gut kontrolliert werden, damit der Schal nicht plötzlich schrumpft!).

SONDERPREISE BIS ZUM 4.2.2015
Spezielle Frühlingsangebote für Farben (zum Drucken), Stoffe (Wolletamine und Bio-Baumwolljersey), Schals (Seide und Baumwolle) und Frühlings-Siebdruckschablonen findet ihr HIER.

28.01.15

Häuser, die noch auf den Stoff warten
MusterMittwoch bei MüllerinArt

Das Kritzeln auf dem Rechner macht Spaß, das muss ich zugeben. Und wenn man die Programme beherrscht, wird das Musterentwerfen noch sehr viel mehr Spaß machen.
Aber dazu muss ich noch viel dazu lernen, merke ich. Vor allem die Geschichte mit den Rapports...
Ich habe mir geholfen, und die Unregelmäßigkeiten per Hand etwas verschoben. Vor allem, wenn man die Häuschen in einer Farbe einfärbt, sieht man den Ansatz viel zu gut.

Natürlich wollte ich das Muster auf Stoff aufbringen, und natürlich hat die Zeit dazu nicht gereicht.
Vielleicht schaffe ich es einmal zwischendurch, dann zeige ich das Ergebnis.

TRANSFERFOLIE
Eine einfache Möglichkeit, solche Muster auf Stoff zu bringen, besteht darin, das Motiv auf einer Bügelfolie auszudrucken.
Die Bügelfolien gibt es sowohl für Tintenstrahldrucker als auch für Laserdrucker.
Die meisten Copyshops haben Bügelfolien für Laserdrucker vorrätig und kopieren auch gezeichnete Vorlagen auf solche Folien.

Der Übertrag auf Stoff wird besonders schön, wenn man ihn mit einer Bügelpresse (T-Shirt-Presse) aufbringen lässt. Auch das bieten viele Copyshops an.
BÜGELN
Behelfen kann man sich zu Hause, indem man die Folie nicht auf dem Bügelbrett aufbügelt, sondern auf einem Tisch oder einer anderen harten Unterlage, weil es nicht nur die Hitze ist, die einen guten Übertrag gewährleistet, sondern auch der Pressdruck.
Dadurch sinkt die Folie quasi in den Stoff ein und glänzt nicht mehr. Außerdem ist der etwas steife Griff kaum mehr zu spüren.
Es gibt ein Vlies von Freudenberg (Thermolam), das hitzebeständig ist, und das sich optimal als Bügelunterlage eignet.

Noch interessanter wird der Umdruck, wenn man vor dem Bügeln aus der Folie eine Form ausschneidet.
Die kleinen Häuschen links könnten zum Beispiel ein großes Haus mustern.

BEDRUCKBARER BAUMWOLLSTOFF
Eine weitere, schnell Möglichkeit besteht darin, einen vorbehandelten Stoff direkt mit dem heimischen Drucker zu bedrucken. Kasia bietet in ihrem Dawanda-Shop dafür einen sehr preiswerten, guten, bedruckbaren Baumwollstoff (5 Bögen im Set) an. Der Stoff eignet sich für Tintenstrahldrucker. HIER findet ihr sogar ein tolles Tutorial für diese wirklich einfache Technik!

Heute sammelt Michaela von MüllerinArt Häuser- und Architekturmuster!
Tolle Einfälle sind wieder dabei!

27.01.15

Einfache Stempel aus der Küche: die Spülbürste

Stoffdruck mit Spülbürste. Reservierungstechnik mit wasserlöslichem Verdicker

Was ihr hier als Muster auf dem Stoff seht, wurde mit einer Spülbürste gedruckt. Total einfach. Das einzige, was zu beachten ist: man darf nicht zu viel Farbe (oder Verdickerpaste) aufnehmen.
Die Fläche meiner Spülbürste ist leicht gerundet. Deshalb kommen beim Aufsetzen der Bürste (ich habe nicht gedrückt, sondern eher leicht auf den Stoff geklopft) zunächst die mittleren Borsten auf den Stoff, dann erst die seitlichen.Wenn sich zuviel Farbe auf den Borsten befindet, läuft sie dadurch in der Mitte zusammen.
Gedruckt habe ich auf einem leichten Baumwollsatin und in der Art einer "falschen Batik".

FALSCHE BATIK
Für eine Batik wird der Stoff längere Zeit in flüssige Farbe getaucht und so gefärbt. Die Muisterabdeckung (Reservierung) darf deshalb nicht wasserlöslich sein. Man verwendet dafür heißes Wachs, das später ausgebügelt wird.
Wenn man auf eine Tauchfärbung verzichtet und die Farbe mit dem Pinsel aufbringt, kann man anstelle von Wachs wasserlösliche Reservierungen verwenden. Diese haben den Vorteil, dass man ohne Hitze arbeiten kann und dass alles schnell und easy geht. Voraussetzung für ein sauberes Muster ist, dass die Reservierung gut durchgetrocknet ist und der Farbauftrag zügig vorgenommen wird.

DRUCKEN MIT WASSERLÖSLICHEM VERDICKER
Gedruckt habe ich mit unserem wasserlöslichen Universalverdicker, ein Pulver, das einfach mit Wasser angerührt wird. So entsteht ein Gel, das man dick- oder dünnflüssiger einstellen kann, so wie man es gerade braucht. Oft wird dieses Gel einer flüssigen Farbe beigegeben: sie wird dadurch dicker, so dass man mit ihr schreiben oder drucken kann. Oder man rührt Entfärbesalz für einen Entfärbedruck ein.
Im vorliegenden Fall habe ich einfach mit dem recht pastos (dickflüssig) angerührten Verdickergel ohne Beimischung gedruckt. Das sieht dann aus wie ein transparenter Druck.

VERDICKERDRUCK SCHRITT-FÜR-SCHRITT
Am besten gelingt diese Technik auf einem leichteren Baumwollsatin. Ich habe für meine Versuche Stoffreste, die bereits vorgefärbt waren, verwendet. Der linke Stoff war hellrot eingefärbt, der mittlere türkis, der rechte hellblau.
Das Verdickergel kommt in ein Schüsselchen. Nicht zu viel aufnehmen, zwischendurch mal die Spülbürste säubern oder -wenn sich zu viel Gel auf der Bürste befindet- auf einem Lappen abklopfen.
Nach dem Drucken den Stoff sehr gut durchtrocknen lassen. Würde der Farbauftrag zu früh vorgenommen, löst sich der Druck an den Rändern oder auch in der Mitte (wo der Druck zum Trocknen länger braucht) auf. Bei meinem leichten Baumwollstoff hat das Trocknen (im Sommer und mit Nachhilfe eines Föhns) etwa 1,5 Stunden gedauert.
Jetzt kommt der Trick: der neue Farbauftrag wird mit (verdünnter) Bügelfarbe (Seidenmalfarbe zum Bügeln) vorgenommen. Diese Farbe trocknet sehr schnell (kann also den Druck nicht anlösen) und benötigt keine weitere Fixierung. Entgegen meiner Befürchtung belässt sie den leichten Baumwollsatiin ganz weich.
Bei dem roten Stoff sieht man, wie ich mit der Verdünnung gespielt habe: mal habe ich der Farbe mehr und mal weniger Wasser beigemischt. Aufgetragen wurde schnell und mit einem breiten Borstenpinsel. Zum richtigen Aufspannen des Stoffs auf einem Rahmen war ich zu bequem. Ich habe meine Styrodurplatte (Baumarkt) verwendet, mit Malerfolie abgedeckt und den Stoff festgepinnt, damit er beim Farbauftrag nicht wegrutscht.
Der Farbauftrag muss sehr gut durchtrocknen, bevor man die Reservierung auswaschen kann. Sehr gut bedeutet in diesem Fall, dass ich mit dem Auswaschen zwei Tage gewartet und den Stoff aus Vorsicht sogar noch gebügelt habe. Beim Waschen von Bügelfarbe habe ich mich nämlich immer wieder getäuscht: die Farbe fühlt sich schnell trocken an, löst sich aber bei einer Maschinenwäsche oft noch an bzw. sogar aus, wenn man zu früh wäscht.
Die Stoffe wurden bei 40°C in einem normalen Programm gewaschen, der Verdicker löste sich vollständig.

VARIATIONEN
Für einen Verdickerdruck eignen sich alle Stempel.
Mit der Spülbürste kann man auch einen Entfärbedruck durchführen oder andere Farben verwenden: ausprobiert habe ich selbst schon DekaPrint und verdickte Procion MX.





25.01.15

Stoffspielereien: Gewebte Ecken

Bildteppich (privat)

Dieser große Wandteppich (ca. 95*135cm) entstand vor vielen, vielen Jahren auf einem breiten Tischwebrahmen. Und ich muss zugeben: er ist sehr inspiriert von den Arbeiten der wunderbaren Bauhaus Künstlerin Gunta Stölzl.
Jahrelang hatte ich nicht mehr an diesen Teppich gedacht. Erst beim Grübeln über "Ecken" ist er mir wieder eingefallen.

VIELERLEI ECKEN
Auf dem Teppich sind vielerlei Ecken zu sehen: Quadrate, Rechtecke, Dreiecke, Rauten, Treppenstufen, Zickzack...
Überhaupt: Webmuster entstehen durch Ecken. Je gröber der Schuss (Querfaden), desto eckiger wirkt das Muster. Und natürlich besteht mein Teppich außerdem aus einem großen Rechteck (naja, fast...).
Für unseren Laden hatten wir damals aus Griechenland grobe Schafwolle in knallbunten Farben importiert. Die Wollstränge kamen beim Zoll an, eingenäht in große Säcke. Alles war sehr abenteuerlich. Beim Aufschlitzen der Säcke entströmte ein intensiver Geruch nach Schaf... und ein bisschen riecht der Teppich immer noch danach.
Gewebt wurde auf einem großen Kircher-Tischwebrahmen (auf der Seite von Kircher findet ihr sogar zum kostenosen Download ein vergriffenes Einführungsbuch über das Weben). Die Kette (Längsfaden) bestand aus einem stabilen Baumwollgarn, der Schuss aus der besagten (sehr rauen und kratzigen) Griechenlandwolle. Solch einen Teppich könnte man sogar auf einem selbst gefertigten Nagelrahmen weben.


TECHNIKEN DER BILDWEBEREI
Möchte man eine schön geschlossene Webfläche, muss man die Schussfäden der verschiedenfarbigen Flächen, die aneinander stoßen, miteinander verschlingen. Dazu braucht man aber einen Plan, eine Vorlage. Damals habe ich lieber spontan gearbeitet, und das sieht man dem Bild an, denn viele Flächen sind durch Schlitze voneinander getrennt. Man könnte sie unsichtbar zusammen nähen, aber eigentlich haben mich die Schlitze nie wirklich gestört. Der gleiche Schlitz-Effekt (nur viel, viel schlimmer!!) ist hier, bei meinem ersten Webbild zu sehen.
Dass ich keine Vorlage hatte sondern nur eine ungefähre Vorstellung, sieht man auch dem Gesamtdesign an. Bei einem Tischwebrahmen wird der gewebte Stoff von unten her nach und nach aufgerollt, so dass man immer nur einige Zentimeter des Bildes vor Augen hat.
Begonnen hatte ich mit den wilden, violetten Mustern. Zwischendurch lagerte der Teppich immer wieder mehrere Wochen, bis ich wieder Zeit und Lust zum Weiterarbeiten hatte. So kam es, dass der obere Teil sowohl von den Farben als auch von den Mustern her ziemlich anders ausgefallen ist. Macht nix!
Das Weben von Bildern verläuft gemächlich und ist sehr entspannend. Man wickelt aus farbiger Wolle viele kleine Knäuelchen und schiebt diese Fäden in einem Auf und Ab durch die Kettfäden, bis sich langsam farbige Flächen und Motive entwickeln. Der Rhythmus ist ruhig, die Gedanken können fliegen...

LINKS ZUM WEBEN
Bildwirkerei: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildwirkerei
Techniken der Bildweberei, einfach gezeigt:
http://blog.mirrixlooms.com/2011/08/07/weave-along-week-three-tapestry-techniques/
und hier dazu ein Video:
https://www.youtube.com/watch?v=_TwNVX3nPGc
Video: Navajo Weaver Clara Sherman "From Sheep To Rug"
https://www.youtube.com/watch?v=8E3SsomPUnk
Fiber Artist Sheila Hicks:
http://www.maureenmullarkey.com/essays/hicks.html
und
https://www.google.de/search?q=Sheila+Hicks&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=4FrBVNX3MoSoPd7SgPgN&ved=0CCUQsAQ&biw=1280&bih=874

STOFFSPIELEREI
Heute sammelt frifris Beiträge (vielen Dank dafür!) zum Thema Ecken: Hier der direkte LINK zur Stoffspielerei im Januar. Ich freue mich schon sehr auf die unterschiedlichen Beiträge und Einfälle!

23.01.15

Tipps & Trends aus dem Netz - Woche 4/15

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen. Ich krame gerne in Blogs, deshalb ist immer auch mal der eine oder andere ältere Beitrag dabei.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.

Nr. 1
Muss das Tischtuch immer gebügelt sein? Nein! Ein krumpeliges, ungebügeltes Tischtuch kann doch sehr dekorativ und edel aussehen!
http://www.happyinteriorblog.com/2014/12/happy-holidays-and-see-you-in-2015.html

Nr. 2
Stempel im Stempel - tolle Idee!
http://balzerdesigns.typepad.com/balzer_designs/2014/12/artsy-made-easy-stamp-on-stamp-action.html

Nr. 3
Sie zaubert Gärten, Blüten und Vögel auf Papier und Stoff: Stephanie Redfern - vielseitige Mixed-Media-Künstlerin mit einem inspirierenden, ganz eigenen Stil:
http://stephanieredfern.wordpress.com/

Nr. 4
Fetzig: Tolle Tasche aus handbedrucktem, teilentfärbtem Jeansstoff
http://lillithrose.blogspot.de/2015/01/buchstabensalat.html




20.01.15

Designwand

Eine Designwand ist so etwas wie ein Skizzenbuch für Patchwork und Quilt. Man pinnt provisorisch Stoffe darauf, nimmt sie wieder ab, pinnt etwas Neues dazu usw.
Aus Platzgründen kann ich mir keine fest installierte Designwand leisten. Stattdessen nehme ich einfach eine unserer Styrodur-Druckplatten (gibts im Baumarkt), lehne sie an ein Regal und pinne. Brauche ich eine größere Wand, klebe ich zwei solcher Platten mit einem Packband zusammen. Werden sie nicht mehr benötigt, kann man diese leichten Platten einach unters Bett oder hinter einen Schrank schieben.
Oben seht ihr das gestrige, sehr frühe Stadium. Heute sieht die Wand schon wieder ganz anders aus.

19.01.15

Ein Geschenk an mich selbst


Zur Zeit stapeln sich unerledigte Arbeiten, dringende Termine stehen an, und das alles noch zusätzlich zu den täglichen Routineaufgaben.
Die Konsequenz daraus: versprochen hatte ich einen Beitrag über die Spülbürste als erstes Beispiel unserer kleinen Serie über einfache Stempel aus Küche und Bad. Dieser Beitrag muss jetzt leider doch noch etwas warten. Denn ich habe mir heute selbst ein Geschenk gemacht: trotz aller Hetze habe ich mir zwei Stunden gegönnt zum Spielen mit Stoff, mit Farben, Pinseln und Siebdruckschablonen.

Gepinselt und gedruckt habe ich mit ganz unterschiedlichen Acrylfarben: mit solchen, die man zum Malen auf Leinwand verwendet. Und mit flüssigen, die für die Seidenmalerei gedacht sind. Und dann auch mit Stoffmalfarben und Siebdruckfarben von Deka. Obwohl die Farbtypen sich in einigen Eigenschaften unterscheiden, kann man sie doch prima zusammen verarbeiten!

Der Untergrund, auf dem ich gearbeitet habe, besteht aus einem schweren Baumwollcanvas (kräftiges Segeltuch mit deutlicher Webstruktur).
Diesen Stoff hatte ich früher einmal für ein anderes Projekt mit DekaPrint in verschiedenen Rotnuancen bemalt (Bild links). Die Bemalung wurde jetzt als Grundierung benutzt, auf die nach einander in verschiedenen Schichten Farbe um Farbe aufgetragen wurde. Wichtig ist dabei, die Schichten jeweils trocknen zu lassen, bevor eine nächste aufgetragen wird (man kann das mit dem Föhn beschleunigen).
Erstaunlich: Nach dem Trocknen ist der Stoff immer noch so weich, dass er gut vernäht werden könnte (z.B. für Taschen oder ähnliches).
Aber das muss nun wirklich warten...







15.01.15

Einfache Stempel aus Küche, Bad und Werkzeugkasten

Schwamm, Topfkratzer, Kamm, verschiedene Bürsten, Verpackungsmaterial, Hölzer... Werkzeuge zum Drucken,
die Claudia Helmer zum Kurs "Mark Making" (Textilstudio Speyer 2014) mitgebracht hat

Drucken mit ganz normalen Dingen, die man so im Garten, im Keller und im Haushalt findet, macht ungeheuer Spaß und besitzt echtes Suchtpotential! Wenn man einmal damit angefangen hat, will man plötzlich alles ausprobieren: die Spülbürste, ganz unterschiedliche Verpackungsmaterialien, Schnüre, Seifenablagen, Schrauben, alte Zahnbürsten, abgelaufene Kreditkarten, Gemüse, Eislöffel, Obstnetze...all dies ergibt wunderbare Stempel und Musterwerkzeuge.
Der Druck mit solchen Objekten führt in der Regel zu abstrakten Mustern. Solchermaßen geschmückte Stoffe eignen sich für kleine Taschen und Beutel, für Kissen, für Patchwork, für Bekleidung oder als Hintergrund für weitergehendes Drucken, Malen, Besticken usw.
Gedruckt wird mit Stoffdruck- und Stoffmalfarben. Man kann gelöste, flüssige Farben andicken und verwenden, z.B. dampffixierbare Seidenmalfarben für Wolle und Seide oder Procion MX für Pflanzenfasern und Seide. Man kann auch mit Entfärbepaste arbeiten oder mit Reservierungsmitteln drucken, z.B. mit Wachs oder wasserlöslichen Verdickern und diese Drucke dann wieder überfärben.
Die meisten Techniken gelingen nicht nur auf Stoff, sondern ergeben ebenso tolle Effekte auf Papier und auf Leinwand.

MÖGLICHKEITEN ÜBER MÖGLICHKEITEN...
Deshalb wird es hier zu diesem Thema eine kleine Serie geben.
Nicht regelmäßig zu einem bestimmten Termin, sondern immer mal wieder - so wie es passt.
Beginnen werden wir in den nächsten Tagen mit einem meiner Lieblingswerkzeuge (nicht in der Küche, sondern am Drucktisch): der Spülbürste.





14.01.15

Siebdruck und Artquilt von Leslie Morgan
MusterMittwoch bei MüllerinArt

Leslie Morgan: Abgeklebtes Sieb für Siebdruck

Wieder einmal hat die Zeit für eine eigene Arbeit nicht gereicht. Aber ich habe eine interessante Bildfolge gefunden, die zu unserem MusterMittwoch-Thema passt.
Beim letzten Kurs im Oktober "Colour Studies for Surface Design I" sind einige wenige Bilder bei der Demo von Leslie entstanden.
Die Fortsetzung der Arbeit hat Leslie jedoch auf ihrer Facebookseite veröffentlicht (Links findet ihr unten). Ich finde es total interessant zu sehen, wie mit einfachen Sieben (und mit viel künstlerischem Talent und sehr, sehr viel Erfahrung) ein komplexer Quilt entsteht. Klickt euch durch, es lohnt sich!

Oben seht ihr das Sieb, mit dem Leslie in Speyer gearbeitet hat. Die dunklen Stellen (das Haus) sind offen, durch diese Öffnungen gelangt die Farbe durch Rakeln auf den Stoff. Der Rest des Siebs ist mit Kreppband abgeklebt, an diesen Stellen ist das Sieb dicht. Gearbeitet wurde mit verdickter Procion MX.
Die Demo sollte uns Teilnehmerinnen zeigen, wie mit einer Farbfamilie in verschiedenen Helligkeitsstufen in vielen Schichten ein komplexer Stoff entstehen kann. Dieser Stoff wurde von Leslie so angelegt, dass er Teil einer größeren Arbeit werden sollte. Bis solch ein Stoff fertig ist, durchläuft er viele Schichten in verschiedenen Techniken.
Aber schaut selbst:

Begonnen hat Leslie mit einem Spachtelauftrag und Akzenten in hellen Farben der Familie.
Detail des grundierten Stoffs (Leslie Morgan)

Dann ging es mit den ersten, sehr hellen Drucken weiter (Detail).

Leslie Morgan: erste Schichten  (Detail)

Nach dem Auswaschen (das war dann schon nach Speyer...) sah der Stoff so aus:
https://www.facebook.com/committedtocloth/photos/pb.658001234290846.-2207520000.1421163218./732161823541453/?type=3&theater

Hier ist ein weiterer Stoff aus dieser Serie im Entstehen:
https://www.facebook.com/committedtocloth/photos/pb.658001234290846.-2207520000.1421163218./740669419357360/?type=3&theater
und noch einer:
https://www.facebook.com/committedtocloth/photos/pb.658001234290846.-2207520000.1421163218./742311279193174/?type=3&theater

Hier beginnt eine weitere Phase von Leslies Arbeit: Auswählen, schneiden, neu zusammensetzen.
https://www.facebook.com/committedtocloth/photos/pb.658001234290846.-2207520000.1421163218./742770529147249/?type=3&theater
und einige Wochen später:
https://www.facebook.com/committedtocloth/photos/pb.658001234290846.-2207520000.1421163218./763981240359511/?type=3&theater

Quilten und Sticken werden folgen...

Habt ihr Lust bei Leslie zu lernen?
Im Kurs von Leslie und Claudia (Colour Studies for Surface Design, 5 Tage, 11.-15. Februar 2005 in Speyer) sind aufgrund von Krankheit kurzfristig Plätze frei geworden. Hier der LINK zum Kurs.

Weitere Themen mit den beiden könnt ihr dem Programm vom Textilstudio Speyer entnehmen.
Sprachprobleme gibt es keine, es wird übersetzt.
Informationen zu Leslies Kursen in England (die zum Teil auch in Deutsch gehalten werden) findet ihr durch diesen LINK.
Und auf ihrer Facebookseite gibt es viele, viele inspirierende Fotos.


Heute ist wieder MusterMittwoch bei Michaela von MüllerinArt - Thema Häuser/Architektur. Ich bin schon gespannt...









12.01.15

Stillstand? In Progress?

Angedickte Procion MXauf Baumwollsatin, mit Spachtel aufgetragen

Diesen Stoff mag ich sehr! Er ist im Oktober letzten Jahres im Kurs von Leslie und Claudia (Colour Studies for Surface Design I) entstanden, mehr oder weniger als Zufallsprodukt und in Zusammenarbeit von Brunhilde und mir.
Bei Kursen von Leslie und Claudia teilen uns meist einen Tisch in der Ecke, und, wenn es die Zeit erlaubt, spielen wir etwas mit Farbe und Thema. Eine von uns beginnt, die andere macht weiter, dann kommt wieder die erste, usw. So war das auch bei diesem Stoff. Nach dem Workshop ist er dann schließlich bei mir gelandet, im halbfertigen Zustand.
Ein See? Ein Herbstwald? Im Augenblick habe ich noch keine Idee, wie es mit diesem Stoff weitergehen könnte. Also eher "Stillstand"...
Leslie rät, solche Stoffe an die Wand zu pinnen und immer wieder anzuschauen. Manchmal dauert es, bis der Stoff spricht und einem zeigt, wie es weitergehen könnte. Noch schweigt er. Aber es ist ein freundliches Schweigen, das mich aufmuntert. Die Farben strahlen, eine Idee wird kommen, vielleicht also doch "in Progress"...

10.01.15

Tipps für das Färben zuhause: ein paar Grundregeln


Nachdem wir jetzt schon drei sehr textlastige Beiträge über das Färben im Blog veröffentlicht haben (Nr 1 + Nr. 2 + Nr 3), wird der heutige Artikel kurz bleiben.
Er ist aber nicht weniger wichtig.

FARBPULVER NICHT IN DER KÜCHE ANRÜHREN
Diesen Tipp wiederhole ich immer wieder. Färbeergebnisse werden nur dann gut, wenn man das Farbpulver nicht einfach in das Färbewasser schüttet. Man muss es vorher auflösen. Da das Pulver sehr fein ist und sich beim Umschütten auf die Arbeitsflächen verteilen kann, sollte man diesen Vorgang nie in der Küche durchführen! Über das richtige Anlösen haben wir HIER und HIER geschrieben.

DEN STOFF VOR DEM FÄRBEN IMMER GUT DURCHFEUCHTEN
Mit Ausnahme einer Waschmaschinenfärbung, bei der man den Stoff trocken einlegen kann, sollte man beim Färben im Topf immer mit feuchtem Stoff arbeiten. Der Grund: Farben ziehen schneller und vor allem aber viel gleichmäßiger auf.

LÄNGERE FÄRBEZEIT FÜHRT IN DER REGEL ZU EINER INTENSIVEREN FÄRBUNG
Es stimmt, dass ein großer Teil der Farbe innerhalb von ca. 20-30 Minuten auf den Stoff aufgezogen ist (bei Procion MX dauert das so ca. 1 Stunde oder etwas mehr), aber eine längere Verweildauer im Farbbad macht den Unterschied! Vor allem bei dickeren Stoffen oder bei Leinen ist das zu empfehlen (habe ich mit Batikfarbe Deka L und Leinen ausprobiert).
Färbungen im Topf profitieren, wenn man bis zu einer Stunde färbt. Procion MX lassen wir in der Regel über Nacht wirken und waschen den Stoff erst am nächsten Morgen aus.

FÄRBUNGEN SEHEN IN FEUCHTEM ZUSTAND IMMER SEHR VIEL INTENSIVER AUS ALS IM TROCKENEN
Manchmal ist die Enttäuschung groß, wenn man den Stoff, der in feuchtem Zustand eine brillante und intensive Färbung zeigte, getrocknet sieht. Die Farben wirken plötzlich viel blasser.

FARBSTOFFE KÖNNEN WANDERN, WENN DER STOFF NOCH FEUCHT IST
Am allerbesten ist es, wenn man seinen Stoff flach liegend trocknen kann. Die zweitbeste Möglichkeit besteht darin, den Stoff aufzuhängen und dicht an der Kante anzuklammern.
Es besteht die Möglichkeit, dass bei feuchtem Stoff Farbe wandern kann und unerwartete, unerwünschte Muster im Stoff bildet bzw. abfärbt. (Das kenne ich nicht nur aus der Theorie sondern leider, leider auch aus der Praxis...)

FERTIGKLEIDUNG IST MEISTENS MIT EINEM SYNTHETIKFADEN GENÄHT
Ute hat mich in ihrem Kommentar zum letzten Artikel auf ein Problem aufmerksam gemacht, das ich bisher zu erwähnen vergessen hatte. Fast alle Kleidungsstücke, die man so kauft, sind mit einem Synthetikfaden genäht. Das bedeutet, dass beim Färben nur der Stoff eine neue Farbe bekommt, nicht aber die Naht. Im ungünstigen Fall (ist mir passiert), färbt man ein helles Hemd in Bordeaux ein und bekommt dann ein schönes, dunkelrotes Hemd mit weißen Nähten...






07.01.15

Siebdruckschablonen: Architekturmotive
MusterMittwoch bei MüllerinArt

Crêpe de Chine bedruckt mit Siebdruckschablonen.

Ich muss sagen, an Architekturmotiven hängt mein Herz: Häuser, Portale, Fenster finde ich unheimlich spannend. Sobald ich sie sehe, tauchen Fragen auf: Wer lebt dahinter? Welche Geschichten laufen hinter diesen Mauern ab?
In alte Fassaden kann ich mich richtig verlieben: die Spannung zwischen Geraden (die oft nicht ganz so gerade sind) und Bögen... Fensterläden, wie man sie heute nicht mehr findet...geschnitzte Holztüren... Auch neue, fast gesichtslose Fassaden haben durch die strenge Reihung der Fenster und Türen ihren Reiz.
Und sie lassen sich prima kombinieren: mit Briefen, Pflanzen, Blüten. Irgendwie gibt das immer wieder angedeutete Geschichten.

Der Schal oben ist allerdings einfach ein Probestück, mit dem wir in Kursen alles mögliche zeigen können. Man sieht darauf...
... alle Architekturmotive, die wir zur Zeit anbieten (die Häuser sind oben am "Hals" und deshalb auf dem Foto leider kaum sichtbar).
... dass die Drucke vor allem mit Dunkelbraun (DekaPrint) aufgebracht wurden. Diese Farbe habe ich mit dem zugehörigen "Farblos" (= Medium) in verschiedene Helligkeitsstufen verdünnt. So werden Drucke, die man übereinander schichtet, weniger kompakt. Dunkelbraun ist eine schöne, warme Farbe. Sie zeigt viel Kontrast, ist aber weicher als Schwarz, das oft sehr streng wirkt.
... dass die Drucke durch die "Farbflecken" einen optischen Halt auf dem weißen Grund finden. Ich habe sie mit leicht angedickter Bügelfarbe aufgebracht.
... dass die Spannung zwischen kühlen Farben (Türkis) und warmen (gelbgrünes Kiwi, Braun, Orange) zusätzlichen Reiz ergibt.
... dass Drucke nicht immer exakt abgebildet sein müssen, um dekorativ zu wirken. Im Gegenteil: etwas Unregelmäßiges lockert das Gesamtbild meistens auf.
... dass ein Motiv, der hin und wieder einmal quer platziert wird ebenfalls auflockernd wirken kann

Ich freue mich: heute ist wieder MusterMittwoch bei MüllerinArt.
Auf die neuen Muster bin ich schon sehr gespannt - Architektur ist ein tolles Thema!

Morgen geht es dann wieder weiter mit unserem Thema: Tipps zum Färben zuhause.

06.01.15

Tipps zum Färben zuhause: Welche Farbe soll ich nehmen?
5 Fragen, die man sich stellen sollte.

Im folgenden gibt es ein paar Ratschläge, wie man zur optimalen Farbe für sein Projekt kommt.
Ihr lest richtig. Es gibt keine optimale Farbe für alles.
Welche Farbe die richtige ist, hängt vom Stoff ab und der Art der Färbung, die man erzielen möchte. Um die richtige Farbe zu finden, haben wir uns ein paar Fragen ausgedacht, deren Beantwortung zu einer guten Wahl führt.
Noch etwas in eigener Sache: Unsere Tipps werden nach bestem Wissen und sorgfältig zusammengestellt. Garantien fürs Gelingen können wir nicht geben. Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit den Produkten, die wir selbst führen und ausprobiert haben.
Die vielen anderen Farbstoffe bzw. Marken, die angeboten werden, kennen wir nicht. Bitte lest die Anleitungen der Hersteller sorgfältig durch. In der Regel haben Hersteller einen Kundendienst, bei dem man anfragen kann.Das lohnt sich besonders dann, wenn man teure Stoffe färben möchte.

EIN WICHTIGER TIPP VORAB
Häufig soll ein Kleidungsstück überfärbt werdenen, weil sich darauf Flecken befinden oder weil Teile des Stoffs abgenutzt und abgeschabt sind und damit heller erscheinen.
Das funktioniert leider nicht!
Nicht einmal eine Schwarzfärbung nützt, man wird auch nach der Färbung die Flecken und abgenutzten Stellen mehr oder weniger sehen. Textilfarben sind nie vollkommen deckend!
Bessere Alternative: eine Applikation darüber setzen oder den Fleck bzw. die Flecken überdrucken.

MIT FOLGENDEN 5 FRAGEN KANN MAN SICH DER RICHTIGEN FARBE & UND DER RICHTIGEN METHODE NÄHERN
  • Aus welchem Material besteht mein Stoff/Kleidungsstück?
Die meisten Farbstoffe verlangen Naturfasern oder überwiegend Naturfasern. Je höher der Synthetikanteil, desto weniger verbindet sich die Farbe mit der Faser. Die Färbung wird wenig intensiv, unvorhersagbare Effekte treten auf, die Echtheiten sind schlechter bis schlecht.
Für Baumwolle, Leinen und andere Pflanzenfasern eignet sich:
Waschmaschinenfarbe = Reaktivfarbe (z.B. Deka Waschmaschinenfarbe
Procion MX (Reaktivfarbe)
Batik Kaltfarbe = Reaktivfarbe (z.B. Deka Aktuell)
Universal-Batikfarbe= Direktfarbe (z.B. in Deka L)
Für Seide eignet sich:
Säurefarbe (z.B. dampffixierbare Seidenmalfarbe in gelöster Form wie Dupont). Säurefarben gibt es auch als Pulver
Waschmaschinenfarbe = Reaktivfarbe (z.B. Deka Waschmaschinenfarbe)
Batik Kaltfarbe = Reaktivfarbe (z.B. Deka Aktuell)  
Procion MX (Reaktivfarbe)
Universal-Batikfarbe = Säurefarbe (z.B. in Deka L)

Für Wolle eignet sich:
Säurefarbe (z.B. dampffixierbare Seidenmalfarbe in gelöster Form wie Dupont). Säurefarben gibt es auch als Pulver
Universal-Batikfarbe = Säurefarbe (z.B. in Deka L)
  • Heiß oder kalt färben?
Reaktivfarbe (kalt)
Reaktivfarben sind sogenannte Kaltfarben. Man rührt das Farbpulver zwar mit warmem Wasser an, braucht aber für den Färbevorgang keine Hitzequelle.
Sowohl Säurefarben als auch Direktfarben werden dagegen unter Hitze gefärbt.
Beispiele: möchte man bei einem Kindergeburtstag im Garten T-Shirts oder Taschen färben, eignen sich am besten Kaltfarben für die Batik (wie Deka Aktuell).
Möchte man einen Pulli aus Wolle färben, eignen sich Säurefarben im Topf (z.B. dampffixierbare Seidenmalfarben von Dupont).
  • Wie groß ist mein Stoff/Kleidungsstück?  Was wiegt mein Stoff/Kleidungsstück?
Die Fläche des Stoffs und sein Volumen haben einen Einfluss darauf, ob ich mich eher für eine Färbung im Topf entscheide oder ob eine Färbung in der Waschmaschine zu bevorzugen ist. Große Stücke, vor allem wenn sie gleichmäßig gefärbt sein müssen, sollten nur in der Maschine gefärbt werden!
Das Trockengewicht des Stoffs bestimmt, wieviel Farbe man für eine intensive Färbung braucht (d.h. was die Färbung ungefähr kosten wird). Auch das kann ein Kriterium für die Wahl der Farbe sein.Wieviel Farbe man für ein bestimmtes Gewicht braucht, steht auf der Packung.
  • Muss die Färbung gleichmäßig werden?
Waschmaschinenfarbe
Wenn man sicher gehen möchte, kommt nur die Waschmaschine in Frage. Nur sie bietet für gleichmäßige Färbungen ausreichend viel Färbeflüssigkeit (große Trommel) und kann das Färbegut ausreichend lange und ausreichend regelmäßig bewegen.
Bei neuen Maschinen sollte man drauf achten, dass viel Wasser in die Trommel geleitet wird.
Alle Farbstoffe eignen sich für die Waschmaschine (Reaktivfarbe, Säurefarbe, Direktfarbe). Eine prima Methode für das Färben von Bekleidung, für große Stoffstücke, für Bettwäsche, für Tischwäsche, Vorhänge usw.
Wolle eignet sich nicht zum Färben in der Maschine.
  • Möchte ich eine Effektfärbung?
Effektfärbungen mit Procion MX
Fast alle Färbungen, die man im Topf durchführt, werden etwas ungleichmäßig - zumindest bei mir. Entweder meine Topfgröße stimmt nicht oder ich habe nicht die Geduld, ausreichend lange zu rühren, damit die Farbstoffe gleichmäßig an alle Stellen des Stoffs kommen.
Soll der Stoff wirklich gleichmäßig werden, stecke ich ihn in die Maschine. Oder umgekehrt: in der Waschmaschine gelingen keine Effektfärbungen.
Das Thema Effektfärbung ist so umfangreich, dass ich darüber zu einem späteren Zeitpunkt schreiben werden (vermutlich wird das mehr als einen Beitrag geben).
Einen Link für Effektfärbungen im Topf mit dampffixierbaren Seidenmalfarben (Säurefarben für Wolle/Seide) findet ihr HIER.


Diese Artikel gehören auch zur Reihe " Tipps zum Färben zuhause":
  1. http://textile-ideen.blogspot.de/2015/01/tipps-zum-farben-zuhause-organisation.html (Platz ist in der kleinsten Wonung)
  2. http://textile-ideen.blogspot.de/2015/01/tipps-zum-farben-zuhause-die.html (die gebräuchlichsten  Farbstoffe und das Anlösen des Farbpulvers)

05.01.15

Tipps zum Färben zuhause: Die gebräuchlichsten Farbstoffe
und das Anlösen des Pulvers


Aufgelöste Procion MX-Farben, die jetzt für eine Farbreihe gemischt werden sollen

 Das Färben im Topf oder in der Maschine wird mit Farbstoffen durchgeführt, die sich mehr oder weniger vollständig auflösen lassen und die sich, bei richtiger Anwendung und Fixierung, direkt mit der Faser verbinden. Ein Vorteil: Der Stoff bleibt nach dem Färben weich, er hat keinen "Griff".
Nebenbei: es gibt unglaublich viele Farben, und wir haben natürlich nur die ausprobieren können, die wir anbieten. Lest euch die Gebrauchsanweisung der jeweiligen Hersteller sorfältig durch. Ergeben sich noch Fragen, könnt ihr in der Regel beim Hersteller anrufen oder ihm mailen. Die Adressen lassen sich durchs Internet leicht herausfinden. 

DIE GEBRÄUCHLICHSTEN FARBSTOFFE FÜR TEXTILIEN FÜR ZUHAUSE
  • Säurefarbstoffe (gibt es als Pulver, aber auch bereits gelöst als "dampffixierbare Seidenmalfarbe" wie z.B. DUPONT SEIDENMALFARBE : mit ihnen lässt sich Seide und Wolle färben. Ordentliche bis gute Wasch- und Lichtechtheiten. Weil dampffixierbare Seidenmalfarben bereits gelöst sind, sind sie für die Wohnung besonders praktisch. Sie lassen sich einfach dosieren (so sind sie für Kleinmengen preiswert), und wir verwenden sie fast immer für das Färben von Woll- oder Seidenschals im Topf). In einem weiteren Beitrag wir es dazu mehr Informationen geben.
  • Reaktivfarbstoffe (in der Regel als Pulver, wie zum Beispiel die meisten Waschmaschinenfarben wie DEKA WASCHMASCHINENFARBE, Kaltfarben wie DEKA AKTUELL oder auch PROCION MX): mit ihnen lassen sich alle Pflanzenfasern färben und auch Seide. Gute Wasch- und Lichtechtheiten. Für die Waschmaschinen- und Kaltfarben gibt es spezielle Fixiermittel (Soda ergibt hier keine guten Ergebnisse!). Procion MX wird dagegen mit Soda fixiert. Es wird -je nach Rezept- entweder vor dem Färben oder gleichzeitig mit der Farbe zugegeben. In weiteren Beiträgen wird es es zu diesen Farbstoffen mehr Informationen geben.
  • Universelle Batikfarben (Batikfarben wie DEKA L, die zusammengesetzt sind aus Säurefarben für Seide und Wolle sowie Direktfarbstoffen für Pflanzenfasern). Solche Farben sind praktisch, weil man sie für fast alle Stoffe (Pflanzenfasern, Seide, Wolle) verwenden kann. Aber es gibt auch ein paar Nachteile. Man kippt immer den Teil der Farblösung weg, den man aufgrund seiner Stoffqualität nicht gebraucht hat. Die Echtheiten der Direktfarbstoffe sind nicht besonders gut. Aber dagegen gibt es Tricks, die wir in einem anderen Artikel besprechen werden.
Alle diese Farbstoffe lassen sich sowohl im Topf als auch in der Waschmaschine färben. 
  • Für DEKA L findet ihr die Anleitung für Topf und Waschmaschine HIER. Weitere Informationen werden folgen.

FÜR DAS AUFLÖSEN VON FARBSTOFFEN GIBT ES EINIGE REGELN
Die meisten Farbstoffe, ob für die Waschmaschine oder den Topf, gibt es nur als Pulver. 
Das hat preisliche Vorteile, hat aber den Nachteil, dass man sie erst anlösen muss. 
Auch das Mischen  gelingt nur mit gelösten Farben.
Folgende Regeln finde ich nützlich:


  • nie in der Küche auflösen: wenn man die Farbtütchen öffnet oder Farbe aus dem Behälter entnimmt, können feine (nicht direkt sichtbare) Farbstäubchen entstehen, die sich auf Arbeitsflächen und herumstehende Küchengeräte usw. ablagern. 
  • Gabriele Breuer beschreibt in ihrem Buch „1000 Farben auf Wolle und Seide“, wie man in einem sehr großen Karton -wie in einem Schutzraum- Farbe auflösen kann. Mit dieser Maßnahme hat sie mehrere Jahre in einer kleinen, weißen eingerichteten Küche gefärbt. Ich habe das bisher noch nicht ausprobiert. Wenn ich Zuhause oder im Laden färbe, löse ich die Farben entweder im Bad oder iin unserem Innenhof an. 
  • Ein guter Tipp ist, angefeuchtetes Zeitungspapier oder alte angefeuchtete Laken auszulegen bzw. abzuhängen. Das bindet Farbstaub, es entstehen keine Flecken in der Umgebung.
  • Wichtig ist die Reihenfolge: zuerst ein wenig Wasser ins Gefäß geben, dann darauf das Farbpulver, dann rühren. Wenn das Farbpulver gelöst ist, wird das restliche Wasser dazu gegeben.

  • Damit keine unerwünschten Farbflecken auf dem Stoff entstehen, muss der Farbstoff völlig aufgelöst sein. Nicht alle Farben lösen sich gleich gut auf, aber es gibt ein paar Tricks: 
* zum Anrühren gut warmes bis heißes Wasser verwenden 
* einen Tropfen Spülmittel zugeben, es verbessert die Lösekraft des Wassers
* rühren, rühren, rühren...
* wenn nichts geholfen hat: Farbe durchseihen. (Strumpfhose, Filter, feines Sieb).
Aufbewahren der Farbstofflösung: Gibt man die Farbstofflösung in ein sauberes, ausgekochtes Schraubglas, kann man sie in der Regel (solange sie nicht mit dem Fixiermittel in Berührung gekommen ist) einige Zeit aufbewahren (kühl und dunkel lagern!). Procion MX zum Beispiel hat auch nach einer Woche noch ziemlich viel Färbekraft (wir haben sogar gute Erfahrungen mit angelöster Procion gemacht, die deutlich länger gestanden hat. Aber das muss man ausprobieren). Von Deka L weiß ich, dass diese angelösten Farben sehr lange haltbar sind. Vor allem, wenn man -wie bei Batik- viele Überfärbungen einplant, kann man auch weniger intensiv färbende Farbstofflösungen (wie es sich durch lange Lagerung ergibt) gut einsetzen.
Die Gläser unbedingt deutlich beschriften (hier bekommt das Kreppklebeband seinen Auftritt) und kindersicher verwahren.

Deutschsprachige Bücher über das Färben und beste Färbeseite (englisch):
Gabriele Breuer: 1000 Farben auf Wolle und Seide
(Buch über Säurefarben)
Christa Rolf: Grundkurs Stoffe färben.
(nur noch Antiquariat. Buch über Färben mit Säurefarben und Reaktivfarben)
http://www.pburch.net/dyeing.shtml Beste Seite über das Färben (in englischer Sprache). Aber wenn man spezielle Fragen hat, muss man sich etwas durchkämpfen. Lohnt sich jedoch immer...
 


Tipps zum Färben zuhause: Platz ist in der kleinsten Wohnung
Die Organisation

Färben im Topf: Färbeflotte im Topf auf einer Herdplatte. Links ein Timer. Rechts eine Ablage mit Geräten zum Rühren und Entnehmen von heißem, gefärbtem Stoff.


Wenn man zuhause mit Farbe arbeiten möchte, muss man manchmal kreativ sein, um sich Platz zu schaffen. Die Glücklichen unter uns haben einen besonderen Färberaum mit Wasseranschluss, sei es im Keller oder in einer Garage. Die meisten anderen müssen sich überlegen, wie sie im Bad oder in der Küche zurechtkommen.

Das ist aber viel einfacher, als man es sich vorstellt. 
Wenn man sich einen Plan macht und seine Behälter und Werkzeuge vorbereitet hat, dann geht alles ganz zügig und ohne Schmutz. 
Stellt euch das Färben in 3 Phasen vor, die man auch an unterschiedlichen Orten durchführen kann.
  • das Anrühren + Mischen
  • das Färben
  • das Auswaschen + Trocknen + Bügeln
Das Anrühren des Farbpulvers soll man in jedem Fall außerhalb der Küche durchführen (dazu in den nächsten Tagen mehr). 
Das Färben selbst kann, unter bestimmten Bedingungen, problemlos in der Küche oder auch außerhalb, z.B. auf dem Balkon oder im Garten/Hof stattfinden.
Das Auswaschen, Trocknen und Bügeln unterscheidet sich nur wenig vom üblichen Vorgehen.

In den nächsten Tagen werde ich einiges schreiben über die verschiedenen Farben, die es gibt, wofür sie sich eignen und wie man am besten mit ihnen umgeht.
Heute schreibe ich zunächst einmal über die grundlegende Organisation, wenn man sich ans Färben machen möchte.




Färben ist ein bisschen wie Kochen: 
Man braucht etwas Werkzeug (das nur für das Färben verwendet wird) und einen kleinen Vorrat an Färbezubehör. Was genau man braucht, ist von den jeweiligen Farbtypen abhängig, die man danach auswählt, welche Art von Stoff man färben möchte und welche Effekte man erzielen will.




Die folgende optimale Ausrüstung eignet sich für das Färben mit Waschmaschinenfarbe sowie für Batikfarbe, Kaltfarbe, Procion MX, Säurefarbe, dampffixierbaren Seidenmalfarbe, Pflanzenfarbe und Beize.
Die beschriebene Ausrüstung ist optimal, wenn man richtig einsteigen will. Man kommt aber mit deutlich weniger Geräten aus, wenn man nur mal mit der Waschmaschine und einer einzelnen Farbe färben möchte. Wie gesagt, das besprechen wir in den nächsten Tagen ausführlicher.


Schutzkleidung und Sauberkeit
Gummihandschuhe (möglichst 2 Paar)
Staubmaske
eventuell Schutzbrille
Kleidung, die Farbspritzer abbekommen kann (alternativ: Schürze)
Lappen zum Aufwischen, Schwamm, Küchenkrepp



Zum Anrühren der Farbe und Mischen:
2-3 Stück transparente 1-Liter Gefäße mit Messskala, möglichst aus Glas, zum Anrühren von Farbe und Fixiermittel
2-3 Stück Babyflaschen mit feiner Messskala (zum Mischen)
mehrere Pipetten oder Spritzen
alte Teelöffel, alte Esslöffel, Rührlöffel, Zange zum Entnehmen des heißen Stoffs, eventuell eine Feinwaage



Zum Färben: 
kleiner Topf
großer Topf
Timer
Herdplatte



Zum Organisieren: 
Schreibzeug, Kreppband zum Beschriften
einige saubere Schraubgläser zum Aufbewahren von gelöster Farbe



Je nach Stoff und Farbtyp braucht man folgendes Färbezubehör auf Vorrat: 
2 x Soda (Drogerie - Waschmittelabteilung)
2 x einfaches, billiges Speisesalz (ohne Jod)
1 x Essigessenz (für Seide und Wolle
Waschmittel und Feinwaschmittel ohne Aufheller


Dies alles bekommt man gut in zwei bis drei Kisten unter, die sich griffbereit verstauen und zum nächsten Färben schnell wieder herausholen lassen.

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