18.09.15

Bubbles - Punkte: Luftpolsterfolie und andere Fundobjekte als einfache Stempel


Eines der einfachsten, schönsten und beliebtesten Druckwerkzeuge in der Stoffgestaltung sind Luftpolsterfolien in unterschiedlichen Größen. Man kann sie mit jeder zähflüssigen Farbe verwenden: z.B. mit angedickten Bügelfarben, mit DekaPrint, mit angedickten Procion MX oder mit angedickten Seidenfarben für die Dampffixierung.
Der Stoff oben wurde durch Breakkdown-Printing gedruckt. Dazu beschichtet man einen bespannten Siebdruckrahmen mit angedickter Procion MX, drückt in diese Farbschicht "Stempel" (hier also eine Luftpolsterfolie) und wartet, bis die Farbe gut durchgetrocknet ist. Nach dem Entfernen der Stempel beginnt man das Sieb auf dem Stoff mit farbloser Verdickerpaste abzurakeln. Durch die Feuchtigkeit löst sich die Beschichtung und man erhält ein farbiges Muster auf dem Stoff, das sich -durch das Anlösen, das immer weiter schreitet- langsam verändert.

















































Druckstock: Solch nette Punkte lassen sich nicht nur mit Lupftpolsterfolie auf den Stoff bringen. Auf der Bouretteseide oben habe ich mit Luftpolsterfolie in hellerem Grün gedruckt (die Folie wird mit Farbe versehen, dann wie ein Stempel verwendet). Die dunklen Punkte in Beerenfarbe wurden mit Blisterfolie gedruckt (eine ausgediente Tablettenverpackung). Noch kleinere Punkte ergeben zum Beispiel die Seifenablagen auf flexiblem Kunststoff, die ich als Druckstock sehr liebe.
Einen ähnlichen Druckeffekt wie beim Breakdown-Printing erhält man beim Monoprint, wenn man Luftpolsterfolie und ähnliche "found objects" in die Farbschicht drückt.und diese dann mit Stoff oder Papier abnimmt. Es erscheint eine Farbfläche mit helleren Punkten.
Schließlich lassen sich die Bubbles auch noch "abreiben". Dabei muss man mit Gefühl vorgehen. Die Folie liegt auf dem Tisch und der Stoff wird mit der Rückseite darauf gelegt. Abgerieben wird entweder mit einer weichen Ölkreide oder einer ölhaltigen Stoffdruckfarbe (dafür nimmt man den Hartgummiroller) oder einer angedickten Farbe (dafür nimmt man den Schaumgummiroller). Die angedickten Farben sind feucht und werden vom Schaumgummiroller gut aufgenommen. Deshalb mit nur wenig Druck arbeiten und auch mit einer eher "trockenen" Rolle.



Kommentare:

  1. Ah, klar kann man das auch als Farbentferner für einen Monoprint nehmen, das ist eine gute Idee! Und dann die Folie zusätzlich drucken. Nix verkommen lassen.....
    Ich habe LuPoFolie mal auf Tyvek gedruckt und in Form gebracht- wie anders so eine Fläche vernäht ausschaut! --> http://machwerke.blogspot.de/2010/02/kreativbucher.html

    Ein schönes Ecoprint-Wochenende, Sabine!

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    1. Du hast so recht! Deine Luftpolstertasche ist wirklich wunderbar!
      Und du wirst es nicht glauben, neue Zeiten brechen an: gestern habe ich meine alte Pfaff ausgepackt, eingefädelt, mit einem Probestückchen rumprobiert und eine fast gerade Naht geschafft. Und heute... aber ich will den Mund nicht zu voll nehmen...
      Das Ecoprinten geht leider an mir vorbei, weil ja einer den Laden hüten muss. Aber ich bin voller Näh-Abenteuerlust...
      Liebe Grüße schickt Sabine

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