05.01.15

Tipps zum Färben zuhause: Platz ist in der kleinsten Wohnung
Die Organisation

Färben im Topf: Färbeflotte im Topf auf einer Herdplatte. Links ein Timer. Rechts eine Ablage mit Geräten zum Rühren und Entnehmen von heißem, gefärbtem Stoff.


Wenn man zuhause mit Farbe arbeiten möchte, muss man manchmal kreativ sein, um sich Platz zu schaffen. Die Glücklichen unter uns haben einen besonderen Färberaum mit Wasseranschluss, sei es im Keller oder in einer Garage. Die meisten anderen müssen sich überlegen, wie sie im Bad oder in der Küche zurechtkommen.

Das ist aber viel einfacher, als man es sich vorstellt. 
Wenn man sich einen Plan macht und seine Behälter und Werkzeuge vorbereitet hat, dann geht alles ganz zügig und ohne Schmutz. 
Stellt euch das Färben in 3 Phasen vor, die man auch an unterschiedlichen Orten durchführen kann.
  • das Anrühren + Mischen
  • das Färben
  • das Auswaschen + Trocknen + Bügeln
Das Anrühren des Farbpulvers soll man in jedem Fall außerhalb der Küche durchführen (dazu in den nächsten Tagen mehr). 
Das Färben selbst kann, unter bestimmten Bedingungen, problemlos in der Küche oder auch außerhalb, z.B. auf dem Balkon oder im Garten/Hof stattfinden.
Das Auswaschen, Trocknen und Bügeln unterscheidet sich nur wenig vom üblichen Vorgehen.

In den nächsten Tagen werde ich einiges schreiben über die verschiedenen Farben, die es gibt, wofür sie sich eignen und wie man am besten mit ihnen umgeht.
Heute schreibe ich zunächst einmal über die grundlegende Organisation, wenn man sich ans Färben machen möchte.




Färben ist ein bisschen wie Kochen: 
Man braucht etwas Werkzeug (das nur für das Färben verwendet wird) und einen kleinen Vorrat an Färbezubehör. Was genau man braucht, ist von den jeweiligen Farbtypen abhängig, die man danach auswählt, welche Art von Stoff man färben möchte und welche Effekte man erzielen will.




Die folgende optimale Ausrüstung eignet sich für das Färben mit Waschmaschinenfarbe sowie für Batikfarbe, Kaltfarbe, Procion MX, Säurefarbe, dampffixierbaren Seidenmalfarbe, Pflanzenfarbe und Beize.
Die beschriebene Ausrüstung ist optimal, wenn man richtig einsteigen will. Man kommt aber mit deutlich weniger Geräten aus, wenn man nur mal mit der Waschmaschine und einer einzelnen Farbe färben möchte. Wie gesagt, das besprechen wir in den nächsten Tagen ausführlicher.


Schutzkleidung und Sauberkeit
Gummihandschuhe (möglichst 2 Paar)
Staubmaske
eventuell Schutzbrille
Kleidung, die Farbspritzer abbekommen kann (alternativ: Schürze)
Lappen zum Aufwischen, Schwamm, Küchenkrepp



Zum Anrühren der Farbe und Mischen:
2-3 Stück transparente 1-Liter Gefäße mit Messskala, möglichst aus Glas, zum Anrühren von Farbe und Fixiermittel
2-3 Stück Babyflaschen mit feiner Messskala (zum Mischen)
mehrere Pipetten oder Spritzen
alte Teelöffel, alte Esslöffel, Rührlöffel, Zange zum Entnehmen des heißen Stoffs, eventuell eine Feinwaage



Zum Färben: 
kleiner Topf
großer Topf
Timer
Herdplatte



Zum Organisieren: 
Schreibzeug, Kreppband zum Beschriften
einige saubere Schraubgläser zum Aufbewahren von gelöster Farbe



Je nach Stoff und Farbtyp braucht man folgendes Färbezubehör auf Vorrat: 
2 x Soda (Drogerie - Waschmittelabteilung)
2 x einfaches, billiges Speisesalz (ohne Jod)
1 x Essigessenz (für Seide und Wolle
Waschmittel und Feinwaschmittel ohne Aufheller


Dies alles bekommt man gut in zwei bis drei Kisten unter, die sich griffbereit verstauen und zum nächsten Färben schnell wieder herausholen lassen.

Kommentare:

  1. Wie. Das war schon mal super interessazund lehrreich. Ich bewundere hier ja immer deine tollen Stoffe, aber vielleicht lege Ich ja doch mal selbst Hand an. Sind( auch dehnbare Stoffe aus Baumwolle geeignet?) auf jeden Fall bin ich auf deine Fortsetzung dieser Reihe schon sehr gespannt :-)

    LG Florentine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, das freut mich sehr!
      Auch dehnbare Stoffe eignen sich prima fürs Färben. Man muss nur die richtige Farbe auswählen. Im heutigen Beitrag geht es unter anderem auch darum, den richtigen Farbstoff für die jeweilige Faser auszusuchen.
      Möchte man dehnbare Stoffe bedrucken (z.B. T-Shirts), sollte man sie beim Bedrucken ein wenig spannen (z.B. mit Hilfe von Stecknadeln oder bei Shirts mit Hilfe einer Pappe, die man zwischen die beiden Stoffschichten schiebt).
      Maile einfach, wenn Du Fragen hast.
      Liebe Grüße von Sabine

      Löschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...