10.01.15

Tipps für das Färben zuhause: ein paar Grundregeln


Nachdem wir jetzt schon drei sehr textlastige Beiträge über das Färben im Blog veröffentlicht haben (Nr 1 + Nr. 2 + Nr 3), wird der heutige Artikel kurz bleiben.
Er ist aber nicht weniger wichtig.

FARBPULVER NICHT IN DER KÜCHE ANRÜHREN
Diesen Tipp wiederhole ich immer wieder. Färbeergebnisse werden nur dann gut, wenn man das Farbpulver nicht einfach in das Färbewasser schüttet. Man muss es vorher auflösen. Da das Pulver sehr fein ist und sich beim Umschütten auf die Arbeitsflächen verteilen kann, sollte man diesen Vorgang nie in der Küche durchführen! Über das richtige Anlösen haben wir HIER und HIER geschrieben.

DEN STOFF VOR DEM FÄRBEN IMMER GUT DURCHFEUCHTEN
Mit Ausnahme einer Waschmaschinenfärbung, bei der man den Stoff trocken einlegen kann, sollte man beim Färben im Topf immer mit feuchtem Stoff arbeiten. Der Grund: Farben ziehen schneller und vor allem aber viel gleichmäßiger auf.

LÄNGERE FÄRBEZEIT FÜHRT IN DER REGEL ZU EINER INTENSIVEREN FÄRBUNG
Es stimmt, dass ein großer Teil der Farbe innerhalb von ca. 20-30 Minuten auf den Stoff aufgezogen ist (bei Procion MX dauert das so ca. 1 Stunde oder etwas mehr), aber eine längere Verweildauer im Farbbad macht den Unterschied! Vor allem bei dickeren Stoffen oder bei Leinen ist das zu empfehlen (habe ich mit Batikfarbe Deka L und Leinen ausprobiert).
Färbungen im Topf profitieren, wenn man bis zu einer Stunde färbt. Procion MX lassen wir in der Regel über Nacht wirken und waschen den Stoff erst am nächsten Morgen aus.

FÄRBUNGEN SEHEN IN FEUCHTEM ZUSTAND IMMER SEHR VIEL INTENSIVER AUS ALS IM TROCKENEN
Manchmal ist die Enttäuschung groß, wenn man den Stoff, der in feuchtem Zustand eine brillante und intensive Färbung zeigte, getrocknet sieht. Die Farben wirken plötzlich viel blasser.

FARBSTOFFE KÖNNEN WANDERN, WENN DER STOFF NOCH FEUCHT IST
Am allerbesten ist es, wenn man seinen Stoff flach liegend trocknen kann. Die zweitbeste Möglichkeit besteht darin, den Stoff aufzuhängen und dicht an der Kante anzuklammern.
Es besteht die Möglichkeit, dass bei feuchtem Stoff Farbe wandern kann und unerwartete, unerwünschte Muster im Stoff bildet bzw. abfärbt. (Das kenne ich nicht nur aus der Theorie sondern leider, leider auch aus der Praxis...)

FERTIGKLEIDUNG IST MEISTENS MIT EINEM SYNTHETIKFADEN GENÄHT
Ute hat mich in ihrem Kommentar zum letzten Artikel auf ein Problem aufmerksam gemacht, das ich bisher zu erwähnen vergessen hatte. Fast alle Kleidungsstücke, die man so kauft, sind mit einem Synthetikfaden genäht. Das bedeutet, dass beim Färben nur der Stoff eine neue Farbe bekommt, nicht aber die Naht. Im ungünstigen Fall (ist mir passiert), färbt man ein helles Hemd in Bordeaux ein und bekommt dann ein schönes, dunkelrotes Hemd mit weißen Nähten...






Kommentare:

  1. Hallo Sabine :-)
    Deinen Blog habe ich abonniert und wenn es dir Recht ist, möchte ich das eine oder andere kommentieren. Ich habe ja auch schon ein paar Erfahrungen sammeln dürfen ...
    Zum Thema "den Stoff vor dem Färben immer gut durchfeuchten": es war für mich immer schwierig, den Stoff gleichmäßig feucht zu bekommen. Ins Wasser werfen und mit der Hand auswringen oder Einsprühen ist mir definitiv zu anstrengend und die gewünschte Gleichmäßigkeit ist nicht gewährleistet.

    Hier kommt mir meine Waschmaschine zu Hilfe. Neu gekaufter Stoff muss ja sowieso gewaschen werden, also schneide ich die große Stoffbahn in etwa 1,50 große Stücke und wasche die Abschnitte kurz vor dem Färben. Schleudern auf höchster Stufe und - das ist wichtig - in der Maschine lassen bis das Färbebad bereit ist.
    Was an diesem Färbe-Tag nicht gebraucht wird, kann man/frau wie gewohnt trocknen und wegräumen. Bei der nächsten Färbe-Session einfach im Schnellprogramm durchwaschen und schleudern.

    Liebe Grüße
    Ute

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    1. Über alle Kommentare freue ich mich sehr!
      Und wenn dann noch so prima Tipps dazu kommen, umso mehr!!!
      Liebe Grüße von Sabine

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