31.10.14

Tipps und Trends aus dem Netz - Woche 44

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.

Wenig zum Selbermachen dieses Mal, aber viele Bilder und Beiträge zum Genießen.



Nr. 1
Schöner anmutiger Herbst. 
Wenn man nicht selbst zum Spazierengehen und Sammeln kommt, ist es das Zweitbeste, sich die wunderbaren Herbst- und Sammelbilder bilder aus dem Netz anzuschauen. 
Zum Beispiel diese hier:
Zapfen, Gräser, Samenschoten, Zweige, Blätter, Rindenstückchen... zarte Farben, Inspiration.


Nr.2
DIY: Origami-Sternchen, als vorweihnachtliche Deko (der Beitrag stammt aus dem Sommer... d.h. eigentlich kann man diese gefalteten Papiersternchen -je nach Farbe- das ganze Jahr über sehen).
http://www.minnamayblog.com/2012/06/out-of-boredom.html
Hier gibt es die Anleitung dazu:
http://www.minnamayblog.com/2012/06/origami-stars-tutorial.html
Über: http://www.minnamayblog.com/


Nr. 3
Boro - ein Kapitel für sich... 
Hier ein wunderbares Beispiel, eigentlich gar nicht so typisch, aber das Bild begeistert mich:
Über:
http://textileandtrim.tumblr.com/


Nr. 4
Rostfärbungen - immer wieder schön...
http://www.riowrenn.com/port/silks/silks.html
Über: http://www.riowrenn.com/


Nr.5
Muster, Malereien, Textilien anderer Völker haben mich schon immer fasziniert.
"This sketchbook was made in response to research on ethnic and tribal textiles. Each double page spread uses surface decoration techniques to respond to patterns and textures in the textiles."
Über: http://threadandthrift.blogspot.fr/ 


Nr.6
"A Lesson in Seeing: an evolution of a painting".  
Faszinierend zu sehen, wie sich das Bild im Laufe der Zeit entwickelt...
http://guerzonmills.com/blog/a-lesson-in-seeing-an-evolution-of-a-painting/
Über:
http://guerzonmills.com

30.10.14

Ausstellungen und Märkte aus der Region


In Worms befindet sich das Kunsthaus, in dem auch Uli Spiro ihr Atelier hat.
Traditionell im November findet dort an zwei Tagen die Kunst & Schmuck-Ausstellung statt: neben der besonderen Kombination von bildender Kunst und exklusivem Schmuck gibt es auch Live Musik, Kaffee und Kuchen sowie eine Secco-Bar.
9. Kunst & Schmuck im Kunsthaus Worms 
am 15. + 16. November 2014
Näheres unter:
und auf der neuen Website:
 
 
Ulis Filzkurse in Worms findet ihr unter:


Auch der Augenschmaus in Mannheim hat bereits Tradition. 
Am 21. + 22. November 2014 kommen in der Hafenstraße wieder junge Designer zusammen und stellen ihre Produkte zum Verkauf aus.
Näheres:


Ab dem 2. November 2014 bis Ende Februar gibt es in der Textilsammlung Max Berk in Ziegelhausen (bei Heidelberg) eine tolle Ausstellung mit Filzarbeiten internationaler Künstlerinnen.
Filz … in Bewegung. Internationale Filzkunstausstellung
TEXTILSAMMLUNG MAX BERK
Brahmsstrasse 8
69118 Heidelberg-Ziegelhausen
Diese Information stammt aus den Ausstellungstipps für November von Gudrun Heinz. Dort gibt es Infos über weitere sehenswerte Ausstellungen.


Die Grünstadt Quilters zeigen ihre Arbeiten in einer Patchworkausstellung täglich vom
8. - 16. November 2014 (täglich geöffnet 10-18 Uhr).
Vernissage am Sonntag, 9. November 11 Uhr.
Haus am Leininger Unterhof
Tiefenthaler Str. 4
67269 Grünstadt

29.10.14

Blätter auf Stoff, positiv und negativ - MusterMittwoch bei Müllerin Art

Vorarbeit: Verschiedene Blätter und Blattskelette ausgelegt auf einem schwarzen Baumwollstoff

Was ihr hier seht, ist ein Versuch, den wir im Rahmen einer Entfärbeserie für die Zeitschrift Patchwork Professional durchgeführt hatten. Nach den Farben der Blätter zu urteilen, ebenfalls im Herbst.

Dazu wurden verschieden geformte Blätter auf einem schwarzen Baumwollstoff ausgelegt.
Über Stoff und Blätter kam ein Siebdruckrahmen. Anstelle von Farbe wurde mit Entfärbepaste gerakelt, dann der Rahmen wieder abgenommen.Damit man die Entfärbung sehen kann, wird die getrocknete Entfärbepaste mit Dampf gebügelt.
So sieht dann das Ergebnis aus:

Hier sieht man die flächige Entfärbung über den Blättern.

Die Blätter haben den Stoff abgedeckt (Maske), drumherum wurde entfärbt.
Von den Blattskeletten (man bekommt sie im Bastelhandel) hatte ich mir mehr versprochen. Die Skelette waren einfach zu fein und zart, um wirklich zu reservieren. Aber die normalen Blätter finde ich ganz lustig: die Ergebnisse erinnern etwas an Schattenrisse.
Nicht nur Blätter können als Maske herhalten, sondern alles, was flach ist. Man könnte z.B. ausgeschnittene Papierformen, Spitze, selbst geschnittene Schablonen usw. nutzen.


Durch das Abstreichen der Entfärbepaste durch das Sieb (rakeln), bleiben die Blätter beim Abheben des Siebs an der Siebgaze kleben. Man kann die Blätter nun einzeln vom Sieb abnehmen (das macht man am besten mit einer Pinzette) und als Stempel benutzen. So erhält man Entfärbedrucke auf schwarzem Grund.

Entfärbedrucke (Naturdruck) mit den Blättern von oben

Das Blattskelett sieht man auch hier nur als Schatten, die Drrucke der Blätter sind jedoch satt zu sehen. Ausgeführt haben wir den Sieb- und den Naturdruck auf einem schwarzen Baumwollsatin, der speziell für Entfärbungen hergestellt wird.

Anleitungen
Link mit tollen Tipps fürs einfache Siebdrucken von Kristina Schaper
(http://amliebstenbunt.blogspot.de/p/siebdrucke.html)
Link für den Entfärbedruck

Noch Fragen zur Technik? Einfach einen Kommentar hinterlassen, ich antworte.
Überhaupt: ich freue mich über jeden Kommentar!
Herzliche Grüße von Sabine

Heute gibt es wieder viele Muster zu sehen bei MüllerinArt.
Vielen Dank liebe Michaela für das Sammeln der Muster!

23.10.14

Colour Studies mit Leslie Morgan und Claudia Helmer



Bis einschließlich Sonntag noch bin ich von morgens bis abends mit einer total netten Truppe von Teilnehmerinnen im Textilstudio Speyer, und wir mischen und färben, erleben Farbe immer wieder neu, lernen Farben aus unterschiedlichen Perspektiven frisch zu sehen und haben viel Spaß dabei!
Gearbeitet wird mit nur acht Grundfarben, und daraus mixen wir unglaublich viele Farbtöne und Nuancen. Unsere beiden Kursleiterinnen Leslie Morgan und Claudia Helmer haben unendlich viel Erfahrung und lassen uns daran teilnehmen.


Was mir persönlich sehr liegt, ist Leslie Morgans Herangehensweise, die Intuition und Erfahrung verbindet mit Systematik. Darüber will in den nächsten Wochen auf alle Fälle mehr schreiben.

Nach dem Auftragen der Farbpaletten sind natürlich immer noch Reste übrig, die wir dann spielerisch mit unterschiedlichen Werkzeugen auf Stoff auftragen.
Da kommen verschiedene Spachteln, Pinsel, Schwämme, Holzstückchen, Bürsten, Liner, Siebe zum Einsatz, Farben werden übereinander geschichtet, hinterlegt, abgetupft... kurz: wir inspirieren uns gegenseitig und freuen uns immer wieder an neuen Farbkombinationen.

Wenn ihr dabei sein wollt, dann schaut doch immer wieder mal auf Leslies facebook-Seite vorbei:
https://www.facebook.com/committedtocloth
Wir freuen uns, wenn ihr uns dort besucht!

Herzliche Grüße
Sabine



18.10.14

Hell auf Dunkel drucken


Der Stoff erinnert mich an einen Goldfischteich. Er ist mit unseren Siebdruckschablonen gestaltet worden.
Nicht alle Motive haben etwas mit einer Wasserlandschaft zu tun. Fische und Seerosen, klar, die gehören dazu. Aber Punkteraster und Streifen? Eigentlich gar nicht, aber hier helfen diese neutralen Muster, das Design vollständiger zu machen.
Das feine Taster wirkt wie eine Spiegelung von Licht im Wasser. Vor allem aber dient das Raster dazu, den Fischen auf dem Stoff etwas Halt zu geben. Das Motiv ist wenig aufdringlich, es lässt den anderen Mustern Vortritt.
Die Streifen sehen hier in diesem Kontext ein bisschen wie Wasserpflanzen aus. Da sie aus bewegten, unterbrochenen Linien bestehen, kommt auch ein wenig in Bewegung ins Bild.
Der Stoff ist zum Weiterverarbeiten gedacht. Man könnte ihn z.B. mit weiteren Drucken versehen, ihn besticken oder quilten, als Wandbehang für ein Kinderzimmer verarbeiten usw.

Der rote Untergrund des Baumwolsatins wurde mit Procion MX gefärbt. Die Drucke entstanden alle mit einem Mix aus Entfärbepaste und Farbe (DekaPrint bzw. DekaPermanent), beides Farben, die durch Bügeln fixiert werden.
Dieser Mix hat den Vorteil, dass in einem Zug sowohl entfärbt als auch eine neue Farbe aufgebracht wird.
Ohne diesen Mix könnte ein Rosa auf Rot eigentlich nur durch eine Mischung mit deckendem Weiß entstehen. Das Weiß hat aber zum einen den Nachteil, dass sie den Stoff hart macht. Zum anderen, dass es wenig waschbeständig ist. Und zum dritten, dass ich mit unseren Siebdruckschablonen und deckendem Weiß ungern arbeite, weil sich die großen Pigmente nur schlecht aus dem feinen Sieb auswaschen lassen.
Auch gelbe Fische und türkisblaue Drucke sind auf Rot ohne den Entfärbeanteil kaum denkbar. Die meisten Druckfarben sind "halbtransparent", d.h. der Untergrund mischt sich mit dem Farbauftrag. Ein gelber Druck auf Rot verwandelt sich in Orange Das Türkisblau würde sich in Braun-Violett, also in eine stumpfen Farbe, wandeln.
Nur mit dem Entfärbeanteil lässt sich Hell auf Dunkel drucken bzw. eine Komplementärfarbe aufbringen.

Anleitung zur Technik HIER

Gedruckt wurde der Stoff mit 4 Siebdruckschablonen:
Fisch, Seerose, Feines Raster, Streifen

17.10.14

Tipps und Trends aus dem Netz - Woche 42

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.

Irgendwie beginnt schon wieder langsam die Zeit der Geschenke. 
In dieser Woche sind mir besonders viele DIY-Projekte aufgefallen, die sehr einfach zu machen sind, toll aussehen und oft auch gemeinsam mit Kindern gemacht werden können.

Nr. 1
Über http://www.ohhhmhhh.de/ fand ich diese tolle, ausführliche Anleitung zum ganz einfachen Bügelaufdruck für Kissen:
Super einfach, aus Dreiecken zusammengesetzt, sieht toll aus! 
Weiße Kissen mit coolen Motiven für "faule Sofastunden und verrückte Kissenschlachten", wie Andrea sagt...

Nr.2
"Wissen wo Zuhause ist". Eine wirklich kreative Idee, wie man ein Geschenk ganz persönlich machen kann: mit den Koordinaten des jeweiligen Zuhauses! http://www.das-mach-ich-nachts.com/2014/10/10/wissen-wo-zuhause-ist/ 
Barbara stickt die Koordinaten auf Kosmetiktäschchen und Kissen, aber man kann sie ja auch malen, drucken, schablonieren, aufbügeln, sticken...

Nr. 3
Noch einmal Kissen, noch einmal bügeln, aber völlig anders: Kuschelkissen zum Liebhaben...
Übrigens: Diese Bügelfolien gibt es sowohl für Tintenstrahldrucker und als auch für Laserdrucker. Bevor ihr die Folien bestellt oder kauft, schaut euch euren Drucker an, damit ihr die richtigen erwischt.

Nr. 4
Wir gehen auf Ende Oktober zu... auf Halloween, auf Allerheiligen, auf Día de los Muertos...
Anstelle von Püppchen, Kuschelkissen und Lieblingstierchen stellt Lyndie passend zum Termin und Thema folgendes her::

Nr. 5
Das letzte DIY-Projekt (kinderleicht!!!) stammt von Lu (http://luloveshandmade.blogspot.de/), und ist zwar aus dem Sommer, aber was macht das schon aus. Sie zeigt ausführlich und in schönen Bildern, wie man ganz einfach Küchenhandtücher selbst nähen und sie dann anschließend mit Kartoffeln und Schaumstoffpinseln toll bedrucken kann:
Sehr dekorativ, spielerisch, macht Spaß!

Nr. 6
Matthew Harris nimmt eine Ausnahmestellung unter den Textilkünstlern ein.
Einen Überblick über sein Schaffen zeigt Google-Bilder
Er färbt, malt, schneidet, flickt, patcht ... und stellt mit fabelhafter Großzügigkeit Bilder seines sehr, sehr aufwändigen Arbeitsprozesses ins Netz:

Seine Bildfolge nennt sich "Taking Time" und beim Betrachten bekommt man eine Ahnung, wieviel Überlegung und Zeit in seinen Arbeiten steckt. Das erste Bild, das ihr seht, nennt sich: "Drawing process/construction...". 
Um Harris Arbeitsprozess Schritt-für-Schritt verfolgen zu können, klickt ihr jeweils auf den linken Pfeil.
Unterhalb der Bilder findet ihr kurze Texte zur Erklärung.
Diese Bildfolge ist ein echtes Geschenk eines großzügigen Künstlers!


16.10.14

Aus dem Kurs: Ecoprint für Fortgeschrittene

Gabriele Wohlgefahrt: Shiborifärbung mit Pflanzenfarben

Eine Welt in sich mit wunderbaren Details: der fabelhafte Schal von Gabriele Wohlgefahrt (aus dem Kurs "Ecoprint für Fortgeschrittene" mit Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin/Textilstudio Speyer).
Einfach zum Genießen!

15.10.14

Blätter fallen auf ein Hemd - MusterMittwoch bei Müllerin Art

Brunhilde Scheidmeir: Blätter abgedruckt mit Entfärber und Farbe

Ich glaube, dazu sagt man auf Neudeutsch "upcycling":
Brunhilde hat ein Leinenhemd, das lange in einer Ecke lag, mit Blattdrucken zu einem tollen Einzelstück gemacht. Ich zeige euch heute Detailaufnahmen der Drucke und erzähle ein wenig, wie man so etwas macht.

Schöne Blätter suchen: sie sollten möglichst zu den stabilen Sorten gehören und für den Anfang eine eher mittlere Größe besitzen (große Blätter drucken sich schwieriger). Gut ausgeprägte Blattadern sind auch gut, so dass man die Vorder- und die Rückseite des Blatts unterschiedlich abdrucken kann.
Farbe: Am einfachsten druckt es sich am Anfang mit einer möglichst zähen Druckfarbe (z.B. Dekaprint), aber man kann auch mit Stoffmalfarben, die etwas flüssiger sind, drucken. Fixiert werden diese Farben durch Bügeln.
Farbauftrag: entweder mit einem Borstenpinsel oder mit einer (Schaumstoff)-Walze.
Gute Hilfsmittel: eine Pinzette zum Abheben und Positionieren des Blatts - Schaschlickspießchen aus Holz (ebenfalls zum Abheben und Positionieren) - eventuell eine weitere Walze (ohne Farbe), mit der der Abdruck gestaltet wird.
Drucktisch: es reicht eine mittelharte Unterlage, z.B. einige Lagen Zeitungspapier auf dem Tisch.

Arbeitsablauf: Das Blatt mit Farbe versehen, den Stängel vorsichtig mit der Pinzette abheben und auf dem Stoff (oder Papier) positionieren. Ein Blatt Papier über die Rückseite des Blatts legen und mit der Hand (oder einem Roller ohne Farbe) vorsichtig abdrucken/abreiben/abrollern. Blatt mit der Pinzette abheben,
neue Farbe auftragen und so weiter...

Brunhilde Scheidmeir
Brunhilde hat vor allem mit Entfärbepaste gedruckt und mit einer Mischung mit Entfärbepaste und DekaPrint (Druckfarbe zum Bügeln). Hier ist der Link zur Entfärbetechnik.

Was Brunhildes Drucke so malerisch macht, ist zum einen der spezielle Farbauftrag:
Sie hat nicht einfach Entfärbepaste und Farbe zu einem Mix zusammengerührt und gedruckt. Sie hat vielmehr auf ihrer Palette beides getrennt aufgestrichen, den Schaumstoffroller mal in den einen, mal in den anderen Klecks getupft und diesen Farbauftrag dann auf dem Blatt ausgerollt. Sie hat also quasi auf dem Blatt gemischt. Schwerpunkt ist immer die Entfärbung, jedoch mit subtiler Farbgebung.
Auch ihre spezielle Abdrucktechnik trägt zur Wirkung bei: mal mehr, mal weniger Farbe und mit unterschiedlichem Druck auf den Stoff übertragen, so dass sowohl vollständige als auch transparente Abbilder entstehen.
Ein weiterer Faktor der malerische Ausstrahlung ist die geschickte Auswahl der Blätter. Sie benutzte große und kleine, schmale und gelappte... kurz eine Vielfalt von Formen und Größen. Wichtig ist, dass man mutig übereinander druckt.
Der Clou des Ganzen ist aber die Schichtung von Entfärbung und transparentem Überdrucken:
Nachdem die hellen Entfärbedrucke nett herauskamen, aber nicht wirklich mitreissend waren, hat sich Brunhilde zum Risko entschlossen und sie zart mit einer Mischung aus Gold und NeonOrange überdruckt.
Diese Mischung kommt toll! Das Gold dämpft das NeonOrange ab, umgekehrt frischt die Neonfarbe das etwas ältliche Gold auf.
Das Ergebnis wirkt weder glitzernd noch pompös, sondern setzt einfach einen tollen Akzent.
Sehr wichtig: wenig Farbe benutzen und nur zart abdrucken. So wirken die obersten Drucke transparent und lassen die unteren Schichten durchblitzen.

Brunhilde Scheidmeir: Blattdruck

Habt ihr Fragen zur Technik?
Einfach einen Kommentar hinterlassen...
Überhaupt: ich freue mich sehr über alle Kommentare!
Herzliche Grüße von Sabine

Heute gibt es wieder viele Muster zu sehen bei MüllerinArt.
Vielen Dank liebe Michaela für das Sammeln der Muster!

13.10.14

Patchwork Professional: Kreativ mit Sojawachs

PP Ausgabe 4, 2014




Seit dem Wochenende ist die neue Ausgabe von Patchwork Professional auf dem Markt. Leslie Morgan (Committed to Cloth) und ich haben darin einen Artikel über Sojawachs veröffentlicht.
Sojawachs hat einen besonders niedrigen Schmelzpunkt, und das macht es für viele textile Techniken besonders interessant. Es ist das einzige Wachs, das man ohne Bedenken direkt -ohne vorheriges Ausbügeln- in der Maschine auswaschen kann ohne befürchten zu müssen, dass es im Abfluss klumpt und diesen verstopft.
Mich hat besonders fasziniert, dass man mit Sojawachs eine sehr beständige und robuste Musterung auf Siebdruckrahmen auftragen kann, die sich jedoch -wenn man sie nicht mehr mag- einfach mit heißem Wasser und einer Bürste wieder entfernen lässt.Das alles geht schnell und einfach und ist eine Siebdrucktechnik, die man auch gut zu Hause durchführen kann.
Leslie hat uns das Vorgehen in einem Workshop im Textilstudio Speyer gezeigt, und wir haben viele Fotos und eine ausführliche Anleitung darüber in dem Artikel veröffentlicht.

Der Artikel ist zudem voller Beispiele über viele kreative Möglichkeiten, die Sojawachs für die Gestaltung von Stoffen bietet.
Das Heft ist in allen Bahnhofsbuchhandlungen zu bekommen oder direkt beim Verlag.
Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!
Herzliche Grüße
Sabine

Nachtrag
Zur Zeit lassen sich Bestellungen über den Shop nicht abschicken. 
Wir arbeiten intensiv an dem Problem und hoffen, dies so schnell wie möglich beheben zu können.
In der Zwischenzeit bitten wir darum, die Bestellung entweder zu kopieren und mit einer normalen Mail an uns zu schicken oder formlos zu schreiben:
jeromin@jeromin-shop.de
Wir schicken dann gleich die entsprechende Rückmeldung.
Vielen Dank!
Sabine 

12.10.14

Styrodur - tolle Stempel zum Selbermachen

Ein einziger Stempel und so viele unterschiedliche Drucke!
Styrodur ist das Material, aus dem Dämmplatten aus dem Baumarkt gefertigt werden. Es ist leicht, preiswert, lässt sich einfach schneiden und prägen.
Styrodur lässt sich prima für die Herstellung von Stempeln nutzen. Da die Platten eine Höhe von etwa 2cm haben, kann man solch einen Stempel gut greifen und muss keine Verstärkungsplatte ankleben.
Zum Schneiden der Form eignen sich Sägemesser, Cutter, Scheren, Teppichmesser. Dass ihr dabei vorsichtig vorgehen müsst, wisst ihr selbst. Das Material lässt sich auch gut ritzen und brechen.
Styrodur ist druckempfindlich. Deshalb lässt es sich mit allen möglichen Werkzeugen dauerhaft gravieren und bemustern.
Am liebsten mag ich es jedoch, wenn man einen einzigen Druckstock, wie den Kreis oben, immer wieder neu mit Farbe berollt und bemustert. So erhält man Monoprints, also einzelne, einzigartige Drucke. Was ihr auf dem Bild oben seht, ist ein Stoffdruck. Solch einen Druck könnte man sich aber auch gut auf Papier vorstellen, z.B. als Geschenkpapier.
Gedruckt habe ich mit der Stoffmalfarbe DekaPermanent. Alle Farben habe ich mit einem mehr oder weniger großen Anteil an Weiß gemischt, wodurch sie eine kreidige Ausstrahlung bekommen haben. Aufgetragen wurden die Farben mit einem Schaumstoffroller. Die Muster wurden mit einem Schaschlickspießchen aus Holz in die Farbschicht eingeritzt.
Weil Styrodur so weich ist, muss man beim Mustern aufpassen, dass man keine dauerhaften Gravierungen dem Stempel drückt. Wenn man sich die Stempelabdrucke oben genau ansieht, fallen einem vor allem  bei den anthrazitfarbenen und olivefarbenen Drucken auf, dass diese oft noch ein Schattenmuster unter dem eigentlichen Muster aufweisen. Diese Drucke habe ich zuletzt gemacht, da zeigen sich deutlich Spuren früherer Muster. Aber eigentlich macht das den Abdruck nur interessanter.
Bei einem solchen Stoff wie oben druckt man die Farben am besten der Reihe nach. Auch hier wieder wichtig: man malt sich vorher mit dem Phantomstift (Subliminatstift usw.) Positionen für die einzelnen Drucke ein. Dann weiss man immer, wo man ist und kann die Farben rhythmisch über den Stoff tanzen lassen.
Oben habe ich die Farbe mit einem Schaumstoffroller aufgetragen. Das gibt eine verhältnismäßig gleichmäßige Farbschicht.
Beim Kissenbeispiel (dort sieht man auf einem der Bilder übrigens auch einen Stempel) wurde die Farbe mit einem Pinsel aufgetragen, was einen ungleichmäßigeren Farbabdruck ergibt.




10.10.14

Tipps und Trends aus dem Netz - Woche 41

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.


Nr. 1
Überraschend, lustig und dekorativ – ein schnelles DIY-Projekt, das auch ein cooles Geschenk werden könnte?
http://ynas-design.blogspot.de/2014/10/diy-fellvasen-herbst-deko.html
über: http://ynas-design.blogspot.de/

Nr.2
Herbstlicher Poncho, gefilzt mit Federschmuck. Das sieht toll aus!
http://taianadesign.com/TAIANA_DESIGN/CREATIONS.html#30
über: http://taianadesign.com/TAIANA_DESIGN/COLLABORATIONS.html

Nr.3
Schaut ihr euch auch so gerne Arbeitsplätze an?
Hier findet ihr das inspirierende Arbeitsumfeld einer japanischen Fotografin.
http://theselby.com/galleries/yuriko-takagi-photographer-at-her-studio-in-tokyo/
über: http://theselby.com/
Auf diesem Blog kann man sich verlieren... Nicht nur dieser Link oben ist wunderbar, es gibt noch viele andere...

 Nr.4
 Ein toller, informativer Artikel über mud-cloth. 
Diese speziellen handgewebten, handbedruckten und handgefärbten Stoffe gefallen mir unglaublich gut, und in dem Artikel sind einige sehr schöne Beispiele für Einrichtung und Mode zu sehen.
http://www.designsponge.com/2014/07/past-present-behind-mud-cloth.html
und dann kommt noch etwas zum Spielen (man kann virtuell seinen eigenen Stoff kreieren!!!):
http://www.mnh.si.edu/africanvoices/mudcloth/index_flash.html
alles über: http://www.designsponge.com/

Nr.5
Noch einmal Filz - aber was für einer! 
Die holländische Künstlerin Beatrice Waanders schafft Kunstwerke aus Filz, die mich begeistern: toll zum Anschauen, wunderbar zum Wohlfühlen:
http://thesoftworld.com/
Erstmals gesehen bei: http://www.trendtablet.com/14802-the-soft-world/ 
über: http://www.trendtablet.com/

Nr.6
Auch dieses kleine DIY-Projekt gefällt mir ausnehmend gut, so dass ich es in der nächsten Zeit einmal ausprobieren möchte. Es stammt von Alisa Burke, die auch mehrere gute Bücher geschrieben hat.:
http://alisaburke.blogspot.de/2014/10/fashion-friday-canvas-glasses-pouch.html







09.10.14

Färben mit Tee



Seidentuch, mit Tee gefärbt und mit einer Mischung aus GummiArabicum und Eisensulfat bedruckt (Stempeldruck). Beim Auswaschen des Verdickers hat sich überschüssiges Eisensulfat aus den Drucken gelöst und die Teefärbung dunkler und kühler gemacht. Nachtrag: ich bin in der Antwort zu einem Kommentar ausführlicher auf das Druckverfahren eingegangen
Ein altes Rezept, um weißen Stoffen eine harmonische Tönung zu verleihen, stammt aus England. Dort galt es lange Zeit als elegant, neue Dekorationsstoffe aus Baumwolle abzutönen: sie kamen in ein Bad aus schwarzem Tee, das ihnen die richtige Nuance verpasste. So stachen sie nicht mehr blendend weiß ins Auge, sondern gefielen durch eine angenehm zurückhaltende Beigeschattierung.
Tee, ob grün oder schwarz, enthält stets eine beträchtliche Menge an Gerbstoffen. Diese Gerbstoffe bescheren dem Teeblatt nicht nur seine vielerlei günstigen Auswirkungen auf die Gesundheit (Gerbstoffe gelten als wirkungsvolle Antioxidantien), sondern sorgen außerdem für Farbe.
Tee alleine ergibt bereits haltbare Färbungen (so habe ich das bei dem Kissen von gestern gemacht). Eine Zugabe von Beize -eine Art Fixiermittel- erweitert die Farbe in eine Palette harmonischer Braun- und Grauschattierungen.
Teeblätter eignen sich vor allem zur Färbung von Seide, Wolle und Baumwolle. Die schwerer zu färbenden Stängelfasern Leinen, Hanf, Ramie und Bambus nehmen eine Teefärbung nur ziemlich hell an und sollten deshalb besser mit stärker wirkenden Farbstoffen getönt werden (z.B. Katechu für Braun- und Grauschattierungen).

Zum Färben wählt man einen preiswerten schwarzen Tee, z.B. eine Ostfriesenmischung, denn diese besteht aus kräftigen, dunkel färbenden Blattsorten.
Bei Wolle und Seide kann mit ca. 25g Teeblättern für 100g Stoff beginnen, für Baumwolle verwenden Sie etwas mehr. 
Kochent den Tee auf und lasst ihn mindestens eine Viertelstunde köcheln. Nach kurzer Zeit beginnt der Gerbstoff, sich aus dem Blatt zu lösen. Nachdem der Tee ausreichend lange gezogen hat, müssen die Teeblätter gründlich aus dem Farbbad gesiebt werden, damit bei der Färbung keine Unregelmäßigkeiten entstehen. Das Teebad kann lauwarm oder heiß angesetzt werden. Aber: je wärmer, desto stärker ist die Färbewirkung.

Wolle und Seide erhalten bereits bei einem schwachen Farbbad eine sanfte, gedeckte Sandtönung, während sie in kräftigeren Lösungen eine Farbpalette von Gold bis Braun annehmen. Weiße Baumwolle nimmt die Farbe als Beige an.
Wird der Stoff mit Alaun (Kalium-Aluminium-Sulfat) gebeizt (vorbehandelt), so fällt die Färbung auf allen oben genannten Fasern kräftiger aus. Bei einer Beize mit Eisensulfat wird die Färbung dunkler und geht ins Graubraun über.
Alle Färbungen besitzen eine verhältnismäßig gute Lichtechtheit, sollten jedoch nicht ständig einer starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Verblasst die Farbe zu sehr, gelingt eine Überfärbung mit Tee spielend leicht.

Bei meinem Kissen gestern habe ich es mir ziemlich einfach gemacht. 
Für das Vorder- und Rückenteil habe ich einen Sud aus 6-7 Teebeutel (sie waren sehr, sehr lange abgelaufen) gemacht und die vorher gründlich angefeuchteten Stoffe nacheinander in den heißen Tee gelegt. Die Färbedauer lag jeweils bei etwa 15 Minuten. Dann gespült und getrocknt, das war alles. Wie oben schon gesagt: möchte man die Farbe dunkler haben, einfach noch einmal darüber färben.


08.10.14

Abstrakte Blätter - MusterMittwoch bei Müllerin Art

Kombination von Stempeldruck und Siebdruckschablonen: Kissen aus Bouretteseide
Direkt herbstlichen Farben habe ich dieses Mal für mein MusterMittwoch-Projekt nicht gewählt, aber dennoch Farben, die gut zum Herbst passen: ein gedecktes Blau wie von blauen Trauben oder Blaubeeren, ein kräftiges Rot wie von Hagebutten und ein warmes Beige von heißem Tee, das den Hintergrund abgibt.
Meine Blätter sollten abstrakt dargestellt werden: eine reduzierte ovale Form für die Blattfläche, bedruckt mit einer Siebdruckschablone, die in dieser Kombination stilisierte Blattadern darstellt.
Das Muster wurde für diesem Stoff in Reihung gedruckt, einigermaßen genau, aber nicht zu genau, so wie es zu einem Handdruck passt.

Technik: Stempeldruck mit selbstgemachtem Stempel und Siebdruck mit Siebdruckschablone. Überfärbung mit schwarzem Tee.

Material & Werkzeug
Der Stempel besteht aus Styrodur, dem Material meiner Druckunterlage vom Arbeitstisch.
Styrodur ist ein preiswertes Material zum Dämmen aus dem Baumarkt. Es lässt sich prima schneiden (Cutter, Schere, Sägemesser) und gravieren. Einen ähnlichen Effekt hätte man auch mit einem Stempel aus Moosgummi, Gummi oder Linoleum erzielen können oder mit einer offen geschnittenen Schablone. Der Abdruck würde je nach Material und Art des Farbauftrags etwas unterschiedlich erscheinen.
Die Druckfarbe besteht aus 2 Teelöffel Dekaprint Mittelblau, 1 Teelöffel Dekaprint Grau und 3 Teelöffel Dekaprint Farblos. Das Weiß, das man wenig sieht, ist DekaPermanent Stoffmalfarbe. Das Rot stammt  von Dekaprint Hellrot.
Der Stoff besteht aus gebleichter Bouretteseide 34, relativ dicht gewebt mit eher glatter Oberfläche und gut geeignet zum Färben und Bedrucken.
Die verwendete Siebdruckschablone ist Rispe klein.

Ablauf

1  Mit dem Phantomstift (Zauberstift) die Mitten kennzeichnen. Dieses Mal habe ich sogar die Stellen eingezeichnet, an denen die Drucke platziert werden sollen.
Der Grund: Stempel geben manchmal anfangs wenig Farbe ab, später -wenn sie gesättigt sind- mehr. Damit sich Hell und Dunkel gleichmäßig über den Stoff verteilt, wollte ich die Drucke nicht einfach von links nach rechts verteilen sondern quasi über den Stoff tanzen lassen.


2  Stempel mit dem Pinsel mit der blauen Farbmischung bestreichen und abdrucken.

3  Nach dem Bügeln der Drucke wurden die Rispen mit Weiß (DekaPermanent Stoffmalfarbe) auf das Blau gedruckt. Das Weiß hat nicht ausreichend gedeckt und der Kontrast wirkt ziemlich blass und langweilig.
Deswegen hatte ich mich entschlossen, die weißen Rispen mit Hellrot zu überdrucken.
Da die Farbe des Untergrunds die Farbe des Drucks beeinflusst (die meisten Druckfarben sind "halbtransparent"), wird das Hellrot auf dem Blau zu einem gedeckten, herbstlichen Ton.





4  Der rote Druck muss nicht genau auf dem weißen sitzen, es sieht sogar besser aus, wenn er etwas versetzt gedruckt wird, weil dadurch mehr Tiefe auf dem Stoff entsteht.

5  Der Kontrast des gebleichten Materials und des Drucks (siehe oben) war mir schließlich zu hart.
Eine einfache und schnelle Lösung ist eine Färbung mit Tee. Teefärbungen sind immer dezent und haben eine warme Ausstrahlung.
Eine solche Überfärbung gelingt, weil DekaPrint auf Acrylbasis ist und nach dem Fixieren (Bügeln) eine Art Reservierung (Abdeckung) auf dem Stoff bewirkt.
So kann man heiß über den Druck färben, ohne dass sich das Muster in der Farbe verändert oder sich auflöst.




Unser Beitrag zum MusterMittwoch von letzter Woche:
http://textile-ideen.blogspot.de/2014/10/herbstblatter-fallen-mustermittwoch-bei.html

Ich freue mich schon auf die Muster, die heute und in den nächsten Tagen bei Müllerin Art zu sehen sind 
HIER klicken, und schon seit ihr beim MusterMittwoch!






07.10.14

Ein paar kleine Verbesserungen...

Unser Blog ist immer noch nicht ganz fertig, aber ich habe in den letzten Tagen einige Verbesserungen eingeführt:
  • Oben, unter dem Titel, sehr ihr verschiedene Seiten. NEU ist die Seite Links für Basisanleitungen. Darunter findet ihr eine Menge grundlegender Anleitungen aus unserem früheren Blog. Die Seite ist noch nicht ganz fertig, aber jetzt schon recht ordentlich bestückt.
  • Damit das Lesen nach Inhalten auch auf diesem neuen Blog einfacher wird, habe ich die große Stichwortwolke aufgelöst und die bisherigen Artikel in vergleichsweise wenige Kapitel übersichtlich eingeordnet. Ein Klick z.B. auf "färben" und ihr findet alles, was wir auf diesem neuen Blog bisher zu diesem Thema veröffentlicht haben (ältere Anleitungen -wie gesagt- unter "Links für Basisanleitungen" siehe oben).
  • Die Seite "Unsere Veröffentlichungen" bin ich nun endlich angegangen, und habe wenigstens einige der Artikel eingefügt. Ich hoffe, ich komme in den nächsten Wochen dazu, diese und andere Seiten endlich fertigzustellen.
  • Auf der Seite "Siebdruckschablonen" habe ich einige der Fragen beantwortet, die uns besonders häufig gestellt werden.

06.10.14

Ausbluten positiv gesehen: Interessanten Färbetechnik!


Eigentlich ist Ausbluten von überschüssiger Farbe ja etwas, was man unbedingt vermeiden möchte.
Man spült lange von kalt nach warm, man verwendet spezielle Waschmittel, man empfiehlt Handwäsche... Am gefürchtetsten ist das Ausbluten von Farbe auf weiße Flächen. Wenn dies auftritt, kann man in der Regel nichts mehr machen.
Es gibt aber Situationen, in denen man solch ein Ausbluten gar nicht mehr rückgängig machen möchte. Beispielsweise bei dem Schal oben.
Eigentlich sollten die Punkte sowohl im schwarzen als auch im roten Feld weiß entfärbt sein (Druck mit Siebdruckschablone und Entfärbepaste). Nach dem Aktivieren der Entfärbepaste durch Bügeln war das auch der Fall. Um die Entfärbepaste vollends zu entfernen, habe ich den Schal bei 40° in der Maschine gewaschen. Beim Rausnehmen des Schals ein kleiner Schock: die Punkte waren waschecht rosa!
Wie ist das passiert?

Der Schal ist folgendermaßen entstanden:
die Enden des Schals aus schwarzem Baumwollbatist habe ich eine Zeitlang in ein Entfärbebad getaucht. Soweit ich mich erinnere, wurde der Stoff dadurch eher gelblich - keine schöne Farbe.
Deshalb habe ich die Enden rot überfärbt (ich glaube, es war Deka L Batikfarbe).
3  Nach dem Trocknen habe ich mit der Siebdruckschablone und Entfärbepaste die Punkte gedruckt, die Paste aktiviert, dann in der Maschine heiß ausgewaschen.
Ergebnis: überschüssige rote Farbe (die ich vorher nicht ausgespült hatte) löste sich in der Maschine. Da mein Spülgang heiß war, entstand dadurch ein neuer Färbevorgang. Weil nur wenig überschüssige Farbe beteiligt war, wurden die Punkte rosa.

Zu diesem Thema gibt es in Kürze weitere Tipps!
Herzliche Grüße
Sabine



05.10.14

Ecoprinter aufgepasst:
Im Herbst Blätter sammeln und trocknen

Jetzt kanns losgehen mit Ecoprint: viele Eukalyptus- und andere Pflanzensorten, frisch und getrocknet (Textilstudio Speyer)

Im Herbst, wenn die Blätter fallen, haben diese besonders viel Färbekraft. Da heißt es sammeln und trocknen, denn ihr könnt euch jetzt einen Vorrat anlegen, der bis weit ins Frühjahr reichen sollte. So richtig viel unterschiedliches Pflanzenmaterial für ausdrucksvolle, interessante Drucke wird es nämlich in den nächsten Monaten nicht mehr geben.
Wichtig für schöne Drucke: Die vom Boden aufgelesenen Blätter sollten nicht zu lange im Regen gelegen haben. Nach einer ausgiebigen Regenzeit, wenn sie lange in Schichten am Boden gelegen haben, verlieren die Blätter ihre Färbekraft.
Sammeln: Optimal zum Sammeln ist trockenes Herbstwetter. Am besten färben Blätter, die relativ frisch vom Baum gefallen sind. Nehmt euch für den Spaziergang einige Stoffbeutel mit und sammelt nach Herzenslust. Zuhause dann sollten die Pflanzen nicht zu lange im Beutel bleiben, damit sich durch die ihre noch vorhandene Feuchtigkeit kein Schimmel entwickeln kann.
Trocknen: Für das Trocknen der Pflanzen gibt es verschiedene Möglichkeiten: entweder wie Kräuter trocknen (Bündeln und Aufhängen, auf einer saugfähigen Unterlage auslegen und wenden) oder pressen (dafür werden Blätter zwischen Zeitungspapier gelegt und mit etwas schwerem, z.B. einem dicken Buch, beschwert). Über das richtige Trocknen und Pressen gibt es im Internet jede Menge an Informationen.
Stauden und Zweige (wie z.B. Eukalyptus) stellt man in ein Gefäß (ohne Wasser!!) und lässt sie so trocknen. Das ist am einfachsten und sieht zudem noch dekorativ aus.
Drucken: Blätter, die man ohne sie zu pressen an der Luft trocknen lässt, verschrumpeln. Legt man solche trockenen, eingeschrumpften Blätter auf den Stoff und wickelt bzw. presst, werden sie in der Regel, zumindest teilweise, brechen. Das macht gar nichts aus! Ihr bekommt dann zwar nicht einen schön ausgeformten Blattprint, dafür aber kleinere Farbsprengsel (denn ihre Färbekraft haben die Blätter ja nicht verloren, nur ihre Form), und auch die Blattadern und Stiele geben Farbe ab. Auch dies sieht toll aus!
Beim Pressen behalten die Blätter ihre Form und werden schön glatt. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass das durch Trocknung fragil gewordene Blatt bricht.
In dem man die getrockneten Blätter vor dem Printen etwas in Wasser einlegt (das mit einem Tropfen Spülmittel versehen ist), werden sie wieder etwas flexibler.

Heute ist Tag der Offenen Tür im Industriehof in Speyer!
Im Textilstudio sind Brunhildes wunderbare Ecoprints zu sehen und zu kaufen: als Stoff, Schal, Schultertuch, Wolldecke, Rock... lasst euch überraschen und begeistern!
Ab 15 Uhr könnt ihr Brunhilde beim Arbeiten über die Schulter schauen und Fragen stellen.
Viel Vergnügen! 
HIER noch einmal die Hinweise zum Finden des Industriehofs.


04.10.14

Tipps und Trends aus dem Netz - Woche 40

Unter dieser Rubrik sammeln wir im Laufe der Woche Posts, die uns gefallen.
Vieles ist aus dem Textilbereich, aber nicht alles.
Es geht um Tipps, um Trends, um Schönes und Lustiges - kurz um Posts die uns aufgefallen sind, und die wir gerne mit euch teilen wollen.

Nr. 1
Schals aus Stoff selbst zu nähen hat viele Vorteile: man kann das Format selbst bestimmen und einen ganz besonderen Stoff auswählen. Oft ist ein selbst genähter Schal auch billiger. Problem: die Randgestaltung. Offene Kanten gefallen nicht allen. Mit Hand rollieren ist mühsam und liegt nicht allen.
Wenn euch das Thema auch interessiert, dann schaut mal hier:
http://machwerke.blogspot.de/2014/09/rollsaum-naehen-naehmaschine.html
Griselda hat in dem toll bebilderten und sehr gut erklärten Artikel das Rollsaumfüßchen ihrer Maschine untersucht und auch gleich noch prima Tipps gegeben, wie man feine Stoffe wie Chiffon näht (über: http://machwerke.blogspot.de/). Macht Lust, das mal selbst auszuprobieren!

Nr. 2 

Melody Johnson macht leuchtende, farbenfrohe Quilts und Collagen aus handgefärbten, manchmal handbedruckten Stoffen, oft in kleinen Formaten.
Ihr einfaches Vorgehen beim Färben zeigt sie auf http://lazydyer.blogspot.de/
Es lohnt sich, auch ihren früheren Blog http://fibermania.blogspot.de/
anzuschauen, in dem sie viele Tipps und Informationen veröffentlicht hat. Ich weiß, sie schreibt jetzt auf einem neuen Blog http://www.mixitupmel.blogspot.de/ aber der alte ist mir mehr ans Herz gewachsen. 

Nr. 3 
Inspiration ohne Ende findet man auf diesem Tumbler-Blog: http://dailyartjournal.tumblr.com/archive#_=_

Nr.4
Außergewöhnliche Holzstempel hat die Künstlerin India Rose Bird geschaffen und mit diesen vor allem Tapeten bedruckt: http://wgsn-hbl.blogspot.de/2013/07/folkloric-carving-by-india-rose-bird.html Die alten afrikanischen Mustern nachempfundenen Motive würden auch auf Stoff wunderbar wirken!

Nr.5
Dorothy Caldwell ist eine meiner Lieblingskünstlerinnen, und sie hat die Szene nachhaltig beeinflusst. 
Riesig gefreut habe ich mich über den Fund dieses und des folgenden Artikels von Karen Thiessen, die Arbeiten von Dorothy Caldwell auch in Details zeigen: http://dayindayout10.blogspot.de/2014/10/dorothy-caldwell-silent-ice-deep.html 
und http://dayindayout10.blogspot.de/2014/10/dorothy-caldwell-silent-ice-deep_3.html
über: http://dayindayout10.blogspot.de/

Nr. 6

Poetische Vögelchen aus Stoff von Pia Jane Bijkerk gezeigt auf ihrem zauberhaften Blog.
Wunderbare Bilder!
Und lesenswerte Überlegungen zu Zwang, Vertrauen und Harmonie und den Zwang, den man sich selbst antut.

Nr.7
Noch ein Nachtrag: Gudrun Heinz von Quilts und mehr hat heute auf dem Bernina Blog eine Zusammenstellung von Ausstellungen aus dem Textilbereich im Oktober veröffentlicht, die so besonders vielseitig ist, dass sie uns aufgefallen ist.


03.10.14

Ein extra Bonbon von Brunhilde Scheidmeir
am kommenden Sonntag in Speyer!

Hier warten Ecoprint-Stoffrollen auf das Auspacken!
Einzigartige Gelegenheit! 
Wer am Sonntag auf den Industriehof in Speyer kommt und Brunhilde in ihrem Atelier (Textilstudio Speyer) besucht, der kann ihr ab 15 Uhr beim Ecoprinten über die Schulter gucken! Alle eure Fragen werden beantwortet!
Es ist immer wieder ein Erlebnis zu beobachten, wie solch tolle Stoffe entstehen in Zusammenarbeit von Mensch und Natur!

Der Tag der Offenen Tür findet am Sonntag, den 5. Oktober (also jetzt am kommenden Sonntag) zwischen 13 und 18 Uhr statt. 
Ab 15 Uhr könnt ihr Brunhilde bei Ecoprint zuschauen.
HIER noch einmal die Hinweise zum Finden des Industriehofs.

Wunderbarer Wollstoff, der bei einem der letzten Kurse entstanden ist! (Der Name der Künstlerin/des Künstlers wird nachgetragen)


01.10.14

Herbstblätter fallen - MusterMittwoch bei Müllerin Art

"Die Blätter fallen, fallen wie von weit...", sie tanzen in der Luft und lassen sich dann auf diesem Baumwollstoff nieder.
Der Hintergrund changiert ein wenig: ein tiefes Pflaumenblau fungiert als Hauptfarbe, dazwischen tauchen einige Beerentöne hier und da auf. Solche Verläufe sind typische Färbung, wie man sie nur mit Procion MX-Farben herstellen kann.

Die Blattmotive stammen von unseren Siebdruckschablonen und wurden als Entfärbedruck durchgeführt (wer sich für die Anleitungfür das Drucken mit Entfärbepaste interessiert: bitte HIER klicken).


Und hier ist eine Mini-Anleitung, wie man mit den Siebdruckschablonen arbeitet..



Ich freue mich schon auf die Muster, die heute und in den nächsten Tagen bei Müllerin Art zu sehen sind 
(HIER klicken, und schon seit ihr beim MusterMittwoch!).

PS
Michaela von Müllerin Art hat heute eine ganz ausführliche und richtig schön bebilderte Anleitung zum Drucken mit offenen Schablonen veröffentlicht! Lohnt sich wirklich! 
PS. PS
Wer Lust hat mitzumachen, kann das innerhalb der nächsten 6 Tage problemlos tun. Michaela lässt die Linkliste eine ganze Woche lang offen, so dass man sich nach Lust und Zeit beteiligen kann. Das finde ich toll!




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