30.04.14

Endspurt Nadelwelt in Karlsruhe

Von Freitag, den 23. bis Sonntag, den 25. Mai findet in Karlsruhe die große Patchwork- und Handarbeitsveranstaltung NADELWELT statt.
Neu veröffentlicht ist das Ausstellerverzeichnis.
Wir ihr wisst, sind wir auch wieder mit einem Stand dabei und stecken schon mitten in den Vorbereitungen: Planen, zusammenstellen, färben, drucken, einkaufen, Werbung drucken, verpacken... alles sehr arbeitsintensiv und aufregend!
Eben habe ich gelesen, dass man sich nur noch bis zum 5. Mai (das ist der kommende Montag) für die zahlreichen tollen Kurse einschreiben kann. Wer sich noch nicht entschieden hat: hier ist der LINK ZUM KURSVERZEICHNIS, das sich wirklich sehen lassen kann! So viele bekannte Name, so viele interessante Themen und Techniken... Ich weiß, dass viele der Kurse fast ausgebucht sind. Eine schnelle Entscheidung lohnt sich also!

Wer unseren Laden, unseren Blog und unsere Veranstaltungen kennt, der kennt auch Rita Weins und ihre wunderbaren Arbeiten. Wir sind seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden, und ich habe viel von ihr gelernt, denn sie stellt nicht nur super schöne Textildrucke her sondern ist auch eine ausgezeichnete Lehrerin. Das können alle bestätigen, die schon einmal ihre interessanten Vorführungen in unserem Laden besucht haben.

Das Kursthema von Rita ist total interessant!
Entfärberdruck mit Naturmaterialien und antiken Stempeln
Weil ihre beiden Kurse vom Freitag und Samstag so schnell ausgebucht waren, hat sich Rita bereit erklärt, am Sonntag noch einen weiteren Kurs anzubieten. Der Kurs dauert 3 Stunden und eine Dauerkarte für die Messe ist in der Kursgebühr enthalten.

Ach, ich könnte noch viele der in Karlsruhe angebotenen Kurse empfehlen... Am besten, ihr schaut euch das Programm durch... und entscheidet euch schnell!  
Wie gesagt, der kommende Montag ist Anmeldeschluss!



29.04.14

Malen auf Seide ohne Rahmen - ganz entspannt...

Um das Aufspannen der Seide auf den Rahmen drücke ich mich gerne. Ich habe darin wenig Übung. Die Rahmen empfinde ich darüber hinaus als etwas sperrig... also suche ich immer nach Techniken, die auch ohne Rahmen gelingen. Schon immer wolle ich einmal Freezer Paper für die Stabilisierung von Seide ausprobieren. Und ja, es gelingt: Freezer Paper ist eine tolle Möglichkeit, ganz entspannt auf Seide zu malen!


Aber der Reihe nach:
Auf die Rückseite eines Pongé 08 Tuchs (das ist eine leichte, glatt gewebte Seide) wurde Freezer Paper aufgebügelt (ohne Dampf, Einstellung "Seide"). Freezerpaper ist einseitig mit Wachs beschichtet, das unter Hitze weich wird und sich mit dem Stoff verbindet. Den Stoff kann man wieder abziehen, und das Papier lässt sich mehrfach verwenden.
Durch das Aufbügeln des Papiers gewinnt die leichte Seide an Stabilität und kann einfach bemalt werden. Man sitzt dabei gemütlich am Tisch, dreht das Tuch, wie man es braucht und zeichnet (oder schreibt) ganz entspannt.
In dieser ersten Phase habe ich mit Ölkreiden einfache Konturen von Blüten und Blättern auf die Seide gekritzelt. Damit diese Zeichnungen die Seidenmalfarben halten, müssen sie heiß gebügelt werden.


In der zweiten Phase, der eigentlichen Seidenmalerei, wurden die Wachskonturen mit Seidenmalfarbe zum Bügeln ausgefüllt.


Trotz des Papierhintergrunds fließt die Farbe gut, und man kann sehen, dass die Ölkreidenkonturen die Farbe gut in der Begrenzung hält.
Den Hintergrund wollte ich dunkler anlegen, damit die Blüten schön zum Leuchten kommen. Da ich mir einen streifenfrei aufgemalten Hintergrund nicht zugetraut habe, wollte ich das Tuch im Topf überfärben.
Die Grundidee ist theoretisch ok, denn sowohl die fixierte Bügelfarbe als auch die fixierte Ölkreidenkontur lösen sich im Farbbad nicht auf. Da die Farben jedoch halbtransparent sind, mischen sich Malerei und Überfärbung bis zu einem gewissen Grad.
Naja, ich wollte nicht warten, habe also kurz gebügelt und dann das Tuch in den Färbetopf gegeben.


Die dritte Phase, das Überfärben, hat nicht so geklappt wie gedacht. Die Seidenmalerei ist noch zu sehen, aber die Kontraste sind in vielen Fällen verschwunden.
Welche Fehler haben dazu beigetragen?
1. Ich hätte eine etwas geringere Farbkonzentration wählen sollen. Der Hintergrund wäre dann etwas heller geworden.
2. Ich hätte mit dem Überfärben einen Tag warten sollen. Trotz Bügelfixierung sollten die Farben mindestens 24 Stunden ruhen, bevor man eine gemalte Arbeit heiß wäscht oder -wie in unserem Fall- heiß färbt.
3. Ich hätte die Färbetemperatur überwachen sollen. Díe Seide kochte im Farbbad munter vor such hin, dadurch wurde ein Teil der gemalten Farbe doch angelöst. Beim Färben reichen jedoch Temperaturen von 60-70°C prima aus.
Vor allem Punkt 2 und 3 bei Euren Versuchen beachten!!
So sollte das Tuch nicht bleiben! Wie bekommt man so ein Rot-in-Rot wieder in den Griff? Durch Highlight!


Phase 4: helle Details anbringen!
Dazu habe ich alle hellen Ölkreiden zusammengesucht (für flächiges Übermalen) und opake (deckende) Stoffmalstifte und dann mit beidem vor mich hin gekritzelt. Ich muss gestehen, diese Phase war nicht eingeplant, aber es war die, die am meisten Spaß gemacht hat... Auch hier das sich das Freezer Paper sehr bewährt.
Und das ist das Tuch in Gesamtansicht:


Die Grundfarbe des Tuchs ist tatsächlich so dunkel wie hier zu sehen (die Fotos oben wurden am Arbeitsplatz gemacht, wobei sich immer wieder der Blitz einschaltete).

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