28.02.14

Carolas Bastelanleitung für eine praktische Siebdruckschablonen-Aufbewahrung


Carola hat sich eine tolle Aufbewahrungsmöglichkeit für ihre Siebdruckschablonen ausgedacht und netterweise sogar Fotos während des Arbeitsablaufs gemacht! Vielen Dank liebe Carola, dass wir die Anleitung veröffentlichen dürfen!


Jeromins Siebdruckschablonen rufen bei mir eine gewisse Sammelleidenschaft hervor.(Eingeweihte wissen, wovon ich rede!) Inzwischen sind also fast 50Stück zusammengekommen - da braucht man schon fast ein Management, um die gewünschte immer schnell zu finden und wieder wegzuräumen.
Deshalb habe ich mir heute einen kleinen "Container" gebaut, luftdurchströmt und total praktisch.


Fast alle meine Schablonen haben eine Ausdehnung von 21cm.

Dieses Maß habe ich mit Zugabe als Breite genommen. Die weniger tiefen Schablonen haben also dann nach hinten Spielraum,was mich nicht stört. Für ganz kleine muss ich mir noch was anderes einfallen lassen. (Es ist nur eine)
Die Box hat vier Seiten: oben, unten, rechts und links.Vorn und hinten ist sie offen. Eine Hinterseite könnte ich mir auch vorstellen, brauche ich aber nicht.

Beim Baumarkt besorgen:
  MDF - Platten, 10mm stark
  Kiefernleisten, 2cm breit, 5mm stark - 14 Leisten à 210cm
  schnellklebender Leim, z.B. Ponal fix und fest
 

Die Platten lässt man sich zusägen:
  2 Stück zu 22cmx26,5cm
  2 Stück zu 75cmx26,5cm
Die fertigen Leistenstücke müssen 26,5cm lang sein.
Ich habe 14 lange Leisten gekauft und zersägen lassen,
weil ich 96 Stücke à 26,5cm haben wollte.

Jetzt kann die Arbeit losgehen:
Du legst eine lange Platte quer vor dich auf den Tisch und zeichnest dir Striche für die Leisten.
Fange 25mm vom linken Rand entfernt an und zeichne alle 15mm einen Strich.
Die Leisten sind nicht alle akkurat 5mm stark, deshalb klebe sie am besten mittig auf die Striche, damit sich die kleinen Fehler nicht summieren! (wie bei mir zunächst)

Wenn du 48 Leisten aufgeklebt hast, müsstest du mit einem Seitenteil fertig sein.
Verfahre mit dem anderen Seitenteil genaus so. Am besten, du legst dabei das erste fertige Teil daneben, um zu überprüfen, ob die Leisten jeweils an der

entsprechenden Stelle sind, das ganze soll ja später nach dem Schienenprinzip funktionieren. Zum Zusammenfügen der Teile legst du ein  Seitenteil mit Leisten wieder quer auf den Tisch.
Bestreiche die Streifen an den Außenkanten neben den Leisten nun mit Leim und klebe  jeweils eine kleine Platte drauf.
Nun bestreichst du das andere Seitenteil an den gleichen Kanten und setzt es, die Leisten nach unten, auf die kleinen Platten und drückst es an.
Wenn alles trocken ist, kannst du nach Belieben mit der äußeren Gestaltung beginnen.

Jetzt haben die Schablonen ein hübsches Zuhause !





Viel Spaß beim Nachbau
♥-lich eure Carola



Halsschmeichler
bedruckt  -  befilzt  -  im Topf gefärbt
by Carola Schmidt
halsschmeichler@gmx.net





26.02.14

Tray Dyeing


Hier seht ihr einen Teil der Ergebnisse, die Brunhilde aus einem großen Tray mit vielen unterschiedlichen Stoffen und Procion MX gezaubert hat. Leider kann man auf einem solch einem Foto kaum erkennen, wie unterschiedlich die verschiedenen Qualitäten die Farben aufnehmen und wiedergeben.
Immer wieder erstaunlich, wie intensiv Färbungen auf dem doch so transparenten Organza werden! Ein Genuß!
Hier ist das erste Stadium zu sehen, in dem die vielen feuchten Stoffstücke unterschiedlicher Qualität in den flachen Pflanzbehälter gepresst werden. Noch sieht man Stoffenden überlappen, die später vollständig in den Tray gefaltet werden.

In diesem Stadium ist bereits alle Farbe über die Stoffe gegossen und einmassiert worden. Ihr seht hier das letzte Stadizum des Färbens: Brunhilde hat über fast gesamte Oberfläche vorsichtig schwarze Farbe gestrichen, die sich später als kräftige Akzente zeigen wird. Das Foto täuscht ein wenig: die Oberfläche sieht in diesem Stadium SEHR schwarz aus...

Hier könnt ihr einen Blick ins Waschbecken werfen: Die Stoffe haben ihre ersten Spülgänge hinter sich, die Farben leuchten, aber noch haben wir nur einen ersten Eindruck ihrer Farbenpracht. Wie im letzten Beitrag bereits besprochen: Procion MX-Farben lehren uns Geduld... erst nach dem Auswaschen und Bügeln ist das Ergebnis wirklich zu beurteilen!

Claudia Helmer, bei der wir im letzten Jahr in einem Kurs in Speyer das Tray Dyeing kennengelernt haben, hatte uns große Pflanzschalen mitgebracht, die ideal für das Färben größerer Stoffstücke sind. Um solch eine Schale dicht mit Stoff zu füllen, braucht es Zeit und viel Muskelkraft, denn die Stoffe werden sehr dicht gefaltet und gelegt, bevor die Farbe darüber gegossen und einmassiert wird.
Wer diese Technik einmal zuhause probieten möchte, dem sei das Buch von Leslie Morgan und Claire Benn empfohlen, das ihr auch durch uns erhalten könnt.

09.02.14

Die Geduld wird auf die Probe gestellt...

Nach dem Auftragen von Procion MX Farbe beginnt das große Warten. 
Wir haben alle möglichen Färberezepte ausprobiert, in denen versprochen wurde, dass trotz kurzer Einwirkungszeit die Farben auf dem Stoff  intensiv und leuchtend erscheinen würden.
Nach unserer Erfahrung ist das nicht der Fall. Ob viel Farbpulver oder wenig, ob mit Salz in der Farblösung oder ohne und egal, wann genau das Soda ins Spiel kommt: der Färbung und ihrer Sättigung tut es einfach gut, mindestens 6 Stunden, am besten jedoch über Nacht bei Zimmertemperatur zu ruhen. Das Warten fällt schwer...
Aber auch dann, nach dem Auspacken, sieht man noch wenig. Im Waschbecken liegen die einzelnen Stoffe aus der Schichtfärbung vom vorherigen Blogbeitrag: ganz unten waren die türkisfarbenen, in der Mitte die roten, ganz oben die gelben.
Dann schließt sich die Phase des gründlichen Waschens an. Auch diese ist ein sehr wichtiger Prozess beim Färben mit Procion MX. 
Zuerst wird mehrfach kalt ausgewaschen. Kalt ist wichtig, weil dadurch der Prozess des Färbens gestoppt wird. Mehrfach ist wichtig, weil dadurch die erste überschüssige Farbe ausgespült wird.Dann kommen die Stoffe in die Waschmaschine und werden so heiß wie möglich gewaschen. Bei Baumwolle sollte es schon eine Hauptwäsche mit 60°C sein.
Nach dem Rausnehmen aus der Maschine sieht man schon eine Menge mehr, aber längst noch nicht alles!
Zum wirken die Farben eines feuchten Stoffs immer viel dunkler, als sie es in trockenem Zustand sind. Andererseits sieht man die wunderbaren Details eines Procion MX Färbung tatsächlich erst auf dem trockenen Stoff.


Deshalb lieben viele Procion Färberinnen diese letzte Phase besonders: am Bügelbrett stehen, langsam, fast meditativ mit dem heißen Bügeleisen über den Stoff streichen, der nach und nach seine Feuchtigkeit verliert und seine Geheimnisse offenbart... das ist ein Genuß!

06.02.14

Im Farbenrausch

Brunhilde und ich stecken mitten in den Vorbereitungen zu unserem Procion-Färbekurs:
Rezepte vergleichen und optimieren, Stoffe testen, Färbegefäße ausprobieren und besorgen, Skript verfassen... viel Arbeit, aber auch richtig viel Spaß!
Wenn die Stoffstücke dann nach langem Warten ausgewaschen, getrocknet und gebügelt sind, dann hört man von uns nur noch "WOW" und "Schau mal" und "Wahnsinn!"...
Procion MX sind wirklich ganz besondere Farben! So leuchtend! So tolle Effekte!
Wenn man den Ablauf erst einmal intus hat, kann man kaum noch aufhören und würde am liebsten färben, färben, färben.
Procion MX eignen sich für Baumwolle, Leinen, Ramie (d.h. für Pflanzenfasern) und zeigen sich auch sehr schön auf Seide. Als Kaltfarben müssen sie nicht erhitzt werden, aber für ihre Fixierung ist Zimmertemperatur notwendig. Die besonderen Eigenschaften von Procion MX lassen spezielle Effektfärbungen und Druckvarianten zu, die mit anderen Farbtypen nicht gelingen.
Mich jedenfalls hat das Färbefieber gepackt, und ich freue mich schon auf den Sonntag, an dem Brunhilde und ich weiter experimentieren werden!

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