12.10.14

Styrodur - tolle Stempel zum Selbermachen

Ein einziger Stempel und so viele unterschiedliche Drucke!
Styrodur ist das Material, aus dem Dämmplatten aus dem Baumarkt gefertigt werden. Es ist leicht, preiswert, lässt sich einfach schneiden und prägen.
Styrodur lässt sich prima für die Herstellung von Stempeln nutzen. Da die Platten eine Höhe von etwa 2cm haben, kann man solch einen Stempel gut greifen und muss keine Verstärkungsplatte ankleben.
Zum Schneiden der Form eignen sich Sägemesser, Cutter, Scheren, Teppichmesser. Dass ihr dabei vorsichtig vorgehen müsst, wisst ihr selbst. Das Material lässt sich auch gut ritzen und brechen.
Styrodur ist druckempfindlich. Deshalb lässt es sich mit allen möglichen Werkzeugen dauerhaft gravieren und bemustern.
Am liebsten mag ich es jedoch, wenn man einen einzigen Druckstock, wie den Kreis oben, immer wieder neu mit Farbe berollt und bemustert. So erhält man Monoprints, also einzelne, einzigartige Drucke. Was ihr auf dem Bild oben seht, ist ein Stoffdruck. Solch einen Druck könnte man sich aber auch gut auf Papier vorstellen, z.B. als Geschenkpapier.
Gedruckt habe ich mit der Stoffmalfarbe DekaPermanent. Alle Farben habe ich mit einem mehr oder weniger großen Anteil an Weiß gemischt, wodurch sie eine kreidige Ausstrahlung bekommen haben. Aufgetragen wurden die Farben mit einem Schaumstoffroller. Die Muster wurden mit einem Schaschlickspießchen aus Holz in die Farbschicht eingeritzt.
Weil Styrodur so weich ist, muss man beim Mustern aufpassen, dass man keine dauerhaften Gravierungen dem Stempel drückt. Wenn man sich die Stempelabdrucke oben genau ansieht, fallen einem vor allem  bei den anthrazitfarbenen und olivefarbenen Drucken auf, dass diese oft noch ein Schattenmuster unter dem eigentlichen Muster aufweisen. Diese Drucke habe ich zuletzt gemacht, da zeigen sich deutlich Spuren früherer Muster. Aber eigentlich macht das den Abdruck nur interessanter.
Bei einem solchen Stoff wie oben druckt man die Farben am besten der Reihe nach. Auch hier wieder wichtig: man malt sich vorher mit dem Phantomstift (Subliminatstift usw.) Positionen für die einzelnen Drucke ein. Dann weiss man immer, wo man ist und kann die Farben rhythmisch über den Stoff tanzen lassen.
Oben habe ich die Farbe mit einem Schaumstoffroller aufgetragen. Das gibt eine verhältnismäßig gleichmäßige Farbschicht.
Beim Kissenbeispiel (dort sieht man auf einem der Bilder übrigens auch einen Stempel) wurde die Farbe mit einem Pinsel aufgetragen, was einen ungleichmäßigeren Farbabdruck ergibt.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...