25.09.14

Vor dem Drucken I Übersicht herstellen


Wenn man einen Stoff oder Bekleidung bedrucken möchte, sollte man sich eine grobe Vorstellung machen über die visuelle Dramaturgie. Wo sollen die Drucke sitzen? Wo sollen sie sich häufen?
Insbesondere bei Schals sollte man eine Vorstellung darüber haben, wie er voraussichtlich getragen wird. 
Es gibt natürlich die Möglichkeit das Muster mehr oder weniger gleichmäßig über den Stoff zu verteilen. Das habe ich bei den Schals aus Wolletamine so gemacht (wir sprechen in einem späteren Beitrag darüber).
Es gibt auch die Möglichkeit, beide Schalenden zu betonen oder auch nur eine. Je nach Tragewunsch lässt sich zum Beispiel die Mitte durch intensive Ducke betonen, die dann zu den Enden hin lockerer verteilt werden.
Kleiner Drucktisch. Egal, was ihr euch ausdenkt: ihr müsst eine Vorstellung darüber haben, wo auf dem Schal sich die Mitte befindet. Insbesondere dann, wenn man sich -wie in den meisten Fällen- mit einer kleinen Druckfläche begnügen und den Schal immer wieder neu platzieren muss.
Hier kommen Maßband, Lineal und Phantomstift zum Einsatz. 
Was ist ein Phantomstift? Es gibt eine Menge unterschiedlicher Bezeichnungen für diese Stifte (z.B. Zauberstift, Sublimatstift), die mit einer Spezialtinte gefüllt sind. Die damit gezeichneten Linien verflüchtigen sich von selbst nach einigen Tagen oder sofort unter Feuchtigkeit. Diese Linien aber auf keinen Fall bügeln - das fixiert sie.
Landkarte. Ich mache mir in der Regel, wie hier auf dem Etamineschal, ein paar Kennzeichnungen wo sich die Mitte befindet. Bei einem langen Schal oder wenn ich bestimmte Proportionen betonen möchte, zeichne ich mir noch weitere Abschnitte an. Das alles muss nicht sehr genau sein. Es reicht, dass man eine ungefähre Vorstellung hat, an welcher Stelle man sich in etwa befindet.

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