25.09.14

Leichter Wolletamine und Siebdruckschablonen I Befestigen auf dem Drucktisch


 Adhäsion. Wer schon mal mit Siebdruck gearbeitet hat weiß, dass das Sieb, wenn es nach dem Druck vom Stoff abgehoben wird, den Stoff mitnimmt. Er wird kurzfristig mit dem Sieb abgehoben Verursacht wird das durch die Farbe, die durch das Sieb gepresst wird das Sieb und Stoff quasi kurzfristg verklebt.
Damit sich der Stoff dadurch nicht unerwünscht verschiebt, befestigt man ihn straff auf der Druckunterlage. Es gibt safür verschiedene Methoden.
Wir haben das bisher immer mit Nadeln gemacht. Das ist praktisch, geht schnell und der Stoff kann auch zügig neu positioniert werden.Bei allen mittelschweren (z.B. Baumwollsatin) bis schweren Stoffen ist das meiner Meinung nach immer noch die beste Methode.
Bei Seidenschals und Wolletamine dagegen hatte ich immer etwas Probleme.
Zum einen haben sich die leichten Stoffe trotz straffen Pinnens regelmäßig verschoben. Zum anderen muss man höllisch aufpassen, dass man die Siebdruckschablonen nicht in eine der Pinnadeln drückt und so ein Loch produziert (dagegen hilft nur: konzentriert arbeiten und die Nadeln entsprechend umstecken). Man kann das so machen, aber ich dachte immer, es müsse auch eine bessere Lösung für dieses Problem geben.
In meiner "slow down Phase" (vorhergehender Artikel) kam mir die Idee: Sprühkleber!
Ich habe meinen Versuch mit ODIF 404 ausgeführt, und werde den Ablauf so beschreiben. Ich vermute aber mal, dass sich auch ODIF 505 dafür eignet, möglicherweise ist er sogar die bessere Wahl (das werde ich ein anderes Mal ausprobieren).

Zum Drucken mit Siebdruckschablonen lege ich auf den Tisch Dämmplatten aus dem Baumarkt (Styrodur), darauf zwei Drucktücher, die überschüssige Farbe aufnehmen. Baumwollstoffe pinne ich mit Nadeln fest. Für den leichten, feinen Wolletamine habe ich das oben liegende Drucktuch leicht und schnell mit ODIF 404 eingesprüht, wodurch die Fläche leicht klebrig wird (es reicht dafür ein Hauch des Sprays!).

Aufrollen. Damit der Schal einigermaßen fadengerade und flächig auf diese Klebefläche kommt, braucht man entweder zwei helfende Hände.
Fast noch einfacher geht es, wenn man den Stoff vorher aufrollt (den Anfang des Schals habe ich mit einigen Tesas befestigt).
So lässt sich der leichte Wolletamine (oder Seidenstoff) von dieser Rolle aus gerade und ohne Luftblasen langsam abrollen und auf der Klebefläche befestigen. Gibt es dabei Probleme, kann der Stoff wieder abgehoben und in eine neue Position gebracht werden.
Hebt man den Schal (Stoff) nach dem Drucken ab, sind darauf keinerlei Klebespuren! Das Drucktuch ist dagegen immer noch etwas klebrig.
Aufbewahren des Drucktuchs. Möchte man mit diesem speziellen Drucktuch regelmäßig leichte Stoffe bedrucken, würde ich eine leichte Malerfolie aus dem Baumarkt darüber legen und das Tuch samt Folie zusammenlegen oder -rollen und so verstauen. Beim nächsten Drucken kurz prüfen, ob der Klebeauftrag noch reicht oder ob man neu sprühen muss.
Ich habe den zweiten Weg gewählt. Da ich wissen wollte, ob sich der Kleber auswaschen lässt, habe ich das Tuch mit Waschmittel und Soda heiß gewaschen (90°C, Vollwaschprogramm). Ja, er geht raus, keine Klebrigkeit mehr!
Diese Methode würde ich für alle leichten Stoffe und Schals empfehlen: Wolletamine (Etamine de Laine), Baumwollbatist (Musselin), Seidenchiffon, Seidenetamine, Organza 2.8, Pongé 05 und 06 und ähnliche mehr.

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