10.01.14

Ecoprinter aufgepasst: jetzt einen Vorrat an Eukalyptus anlegen!

Brunhilde Scheidmeir: "Baby Blue"
Brunhilde Scheidmeir: "Parvifolia (Parvula)"
Wenn Ihr das feurige Rot von Eukalyptus auch so schön findet, dann solltet Ihr jetzt nach einem Lieferanten suchen, die dort erhältlichen Pflanzen ausprobieren und dann kaufen und trocknen.
Denn Eukalyptus ist hierzulande ein Saisonartikel. Er wird importiert und als Bindegrün in Blumensträuße verwendet.

Vor allem in der Zeit vor Weihnachten und bis Ende Januar/Mitte Februar findet man bei Gärtnereien und Blumenhandlungen eine größere Auswahl an Eukalyptussorten.

Aber Achtung: nicht alle Sorten färben das schöne Rot auf Wolle! 
Brunhilde hat für Euch vier Sorten fotografiert, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht hat. Die zugehörigen Namen sind keine botanischen Bezeichnungen, sondern Namen, wie sie in den Blumenhandlungen üblich sind.
Am besten, Ihr fragt nach diesen Sorten und probiert erst einmal aus, ob sie wirklich gut färben. Wenn ja, dann kaufen.

Alle diese Sorten lassen sich einfach und gut trocknen. In einen Eimer oder eine Vase ohne Wasser stellen, schattig, luftig, trocken aufbewahren. Die Blätter behalten ihre Färbekraft und können das ganze Jahr über verwendet werden.

Interessant sind die vielfältigen Blattformen, die später auf dem Stoff Leben und Dynamik ergeben.
Das Rot der Blätter erhält man vor allem auf ungebeizten Wollstoffen und ungebeiztem Filz. Dafür sollte man die Wolle jedoch vor dem Einwickeln in einem leicht sauren Bad einweichen (Schuss Essig). Je fester gewickelt und gebunden wird, desto schöner der Druck!
Auf anderen Fasern (Seide, Baumwolle) oder auf gebeizter Wolle ergeben die Blätter eher Braunnuancen.

Was die Bilder nicht vermitteln können ist dieser wunderbare Duft, den die Eukalyptuszweige verströmen. Das tut einfach gut!


Brunhilde Scheidmeir: "Eukalyptus Cinerea"
Brunhilde Scheidmeir: "Nicholii"





















Manchmal gleicht Brunhildes Studio mehr einem Blumenladen als einem Atelier... und der Duft! Oben links (mit dem violetten Blütenkopf) ist der Strandflieder zu sehen - ebenfalls aus der Gärtnerei/dem Blumengeschäft. 

Und zum Abschluss noch ein Foto eines feurigen Eukalyptusprints auf Wolle.  

Brunhilde Scheidmeir: verschiedene Eukalyptussorten auf Woll-Interlock


Kommentare:

  1. Schöner neuer Blog!
    Darf ich eine Frage stellen? Ich habe gerade eine Färbeflotte aus Eukalyptus cinerea gekocht, in der ich Wolle (Merino) färben will. Entsprechend Ihren Angaben für Eco Print würde ich dann am besten die Wolle ungebeizt in Essigwasser einweichen und dann färben um ein Orange zu bekommen?
    LG
    Siebensachen

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    Antworten
    1. Leider können wir nur aus der Theorie heraus antworten, da wir bisher Eukalyptus nur zum Drucken verwendet haben und noch nicht in der Färbeflotte.
      Die färbenden Eukalyptusblätter können ohne Beize gefärbt werden. Beim Färben scheint es wie beim Drucken zu sein: die Verwendung von Beizen lässt das schöne Scharlachrot nicht zu. Die Zugabe von Essig fördert die Aufnahme der Farbe.
      Für intensive Drucke ist es sehr wichtig, den Stoff mit viel Kraft einzurollen. Das fällt beim Färben weg. Deshalb wird man für ein leuchtendes Ergebnis eine intensive Farbflotte brauchen.
      Trotz optimaler Voraussetzungen kann eine Färbung (oder ein Druck) auch einmal nicht so toll ausfallen, einfach weil sich die Pflanzenpartien in ihrer Färbekraft deutlich unterscheiden...
      Wir sind sehr gespannt auf Ihre Versuche und das Ergebnis.
      Viel Spaß beim Färben!

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    2. Danke für die Antwort. Ich habe es probiert und wohl zu viel erwartet, denn mein Färbeversuch von Wolle in der Flotte hat eine helle Kamelfarbe ergeben; auch der Schuss Essig im Spülwasser hat nichts gebracht. Na ja, der nächste Versuch ist dann Eco Print nach Ihrer Anleitung.

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