17.01.17

Das war ein toller Jahresbeginn!

Am letzten Wochenende fand unser erster Workshop in 2017 statt, und er war super schön! Vielen Dank an unsere netten Teilnehmerinnen, die mit so viel Begeisterung so wunderbare Arbeiten geschaffen haben.
Und während der beiden Tage trotz des strammen Programms (4 Techniken in 2 Tagen!!!) bis zum Schluss mit Freude und Spaß durchgehalten haben.
Wie schade, dass ich nur zu Beginn des Workshops zum Fotografieren gekommen bin... denn die Collagen, die in den letzten Stunden fertig gestellt wurden, waren wirklich sehenswert!
Zum Warmwerden haben wir am ersten Samstag Morgen mit MarkMaking und Tusche auf Papier begonnen. Bei den grafisch gestalteten Collagenpapiere sollte auf Kontraste geachtet werden: auf Hell und Dunkel, Fläche und Linie usw. Und wie immer bei MarkMaking wurden ungewöhnliche Zeichenwerkzeuge erprobt: Pfeifenreiniger, Stäbchen, Pipetten, Trinkröhrchen und ähnliches mehr, Werkzeuge, die man in mehreren Varianten einsetzen kann.
In nur drei Stunden kann man eine Technik natürlich nicht in ihrer Tiefe und Breite kennenlernen. Aber bei solch einem Schupperkurs bekommt man eine Vorstellung, ob einem eine spezielle Technik so viel Spaß macht, dass man weiter Zeit in sie investieren möchte. Und kann sich weiter ünerlegen, ob und wie man sie in seine Arbeiten einbauen kann.

MarkMaking mit Tusche auf Papier für Collagen

MarkMaking - immer ein sehr individueller Ausdruck - immer total interessant!

Wenn man also nur wenig Zeit hat, eine Technik einzuführen, muss man Abkürzungen austüfteln.
Beim Gelatineprint mit seinen unglaublich vielen Möglichkeiten, haben Brunhilde und ich beispielsweise nur einen Aspekt herausgegriffen: Reservierungsdrucke mit Pflanzen und mit selbst geschnittenen Schablonen aus ganz dünnem Moosgummi. Und die Gruppe hat sich zudem meistens auf nur zwei Schichtungen beschränkt: dunkel auf hell oder umgekehrt hell auf dunkel.
Aber wieder zum Staunen: trotz dieser Einschränkungen zeigen die Arbeiten eine riesige Vielfalt an Varianten, alle ganz persönlich und individuell!






Mehr Fotos habe ich leider nicht, denn anschließend haben wir uns hoch konzentriert weiteren Techniken zugewandt: dem Drucken mit Siebdruckschablonen auf Papier und Pappe, Bildtransfer und  Collagenerstellung sowie dem Aufbau von Wachscollagen. Ich muss mal herum fragen: vielleicht bekomme ich das eine oder andere Foto zugeschickt, dass ich hier noch zeigen darf.
Am nächsten Wochenende gehts weiter: dieses Mal mit 4 Techniken für Stoff!


12.01.17

Ecoprint auf SnapPap

Brunhilde Scheidmeir: Ecoprint auf SnapPap, gewachst

Auf SnapPap erscheinen Ecoprints besonders intensiv, vor allem, wenn das Material zusätzlich noch mit Wachs behandelt wird. Übrigens werden beide Seiten bedruckt, und meistens weiß man nicht, welche die schönere ist. Das ist besonders praktisch, wenn etwas entstehen soll, das von Außen und Innen betrachtet wird, z.B. ein Bucheinband oder eine Tasche ohne Futter.
Nicht alle Prints werden so dunkel und dramatisch!
Man kann die Farbigkeit und das Design nach Wunsch steuern, aber dennoch: immer ist das Auspacken der Rolle nach dem Dämpfen eine freudige Überraschung, denn auch die Pflanzen sprechen beim Ergebnis mit.

Auch die Intensität des Wachsens lässt sich steuern: möchte man ein voll getränktes Material, legt man einige
Bienenwachspastillen (Bienenwachs eignet sich für diesen Zweck besonders und duftet auch so gut) direkt auf das SnapPap, darüber Backpapier und verteilt so das geschmolzene Wachs mit dem Bügeleisen über den Druck. Anschließend kann man nach Wunsch mit einem weichen Tuch polieren.
Möchte man nur wenig Wachs auf der Oberfläche, kann man die Bienenwachspastillen einschmelzen, zu einem Handstück gießen und erstarren lassen oder einfach eine Bienenwachskerze verwenden (alternativ haben wir auch das sehr preiswerte Batikwachs von Deka ausprobiert, das es schon gegossen gibt. Auch das geht prima!). Ob Handstück oder Kerze: man reibt über das bedruckte SnapPap und bügelt diese feine Wachsschicht kurz ein. Lässt sich nach Wunsch wiederholen.

Noch ein Artikel zu Ecoprint auf SnapPap
http://textile-ideen.blogspot.de/2016/07/album-aus-snappap.html


Die nächsten Workshops für Ecoprint auf SnapPap (und vieles andere mehr...)
Ecoprint für Einsteiger in Mannheim (4.+ 5. Februar)
Ecoprint auf Papier (Stoff)/ Artbook in Mannheim (18.+19. März)

Mannheim ist per Bahn ganz einfach zu erreichen. Der Kursraum ist nur ca. 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt (noch schneller gehts mit der Straßenbahn).
So findet ihr uns: Link zu Google Maps



10.01.17

Zarte Probestickerei auf Papier

Brunhilde Scheidmeir: Probestück - welche Stickgarne lassen sich auf Papier verwenden?

Brunhilde bereitet sich auf Ecoprint & ArtBook vor. Ein Workshop, in dem das Drucken von Pflanzen auf Papier (besser gesagt: auf einer Vielzahl unterschiedlicher Papiere) im Mittelpunkt steht. Eine der Möglichkeiten, einen weiteren Akzent zu setzen, besteht im Besticken. Das kann mit Hand geschehen oder mit der Maschine. Damit können Konturen betont werden, wie hier, oder Flächen mit einer neuen Textur versehen werden.
Auf dem Probestück oben, einem verhältnismäßig weichen Papier, hat Brunhilde drei unterschiedliche Garne getestet, von zart und dünn bis zu einem kräftigen Leinenstickgarn (ganz rechts).Alle haben wunderbar funktioniert und sehen toll aus!


Ecoprint auf Aquarellpapier, Bütten, Buchseiten, Transparentpapier...

Wie ein Print nach dem feuchten und heißen Dämpfen erscheint und wie man ihn anschließend weiter verarbeiten kann, hängt u.a. stark von der Art des verwendeten Papiers ab (das ist wie Arbeiten auf Stoff): von seiner Stärke, seiner Saugkraft, seiner Faserigkeit, seiner Transparenz usw. Wir haben schon alle möglichen getestet und finden immer wieder neue, die ebenfalls ihren Reiz haben. Ein super interessantes Thema!!

Ein weiterer Artikel zum Thema: 
http://textile-ideen.blogspot.de/2017/01/ecoprint-auf-buchseite-bestickt.html

Kurs zum Thema Ecoprint auf Papier
18. + 19. März in Mannheim



08.01.17

Rost + Indigo!

Brunhilde Scheidmeir: Ecoprint + Rost mit Indigo überfärbt (Baumwollbatist)

In diesem Jahr spielt Indigo bei mehreren Workshops eine Rolle. Denn hat man erst einmal verstanden und ausprobiert, wie man die sensible Küppe behandelt, erweitert das Färben mit Indigo die kreativen Möglichkeiten ungemein!
Ecoprint überfärbt (Wolljersey)
Indigofärbungen sind etwas Besonderes:
Nicht nur die wunderbare Skala, die von hellem, lichten Blau bis zu einem fast nächtlichen Schwarzblau reicht.
Faszinierend ist auch, wie sich eine Indigoüberfärbung verhält. Das Indigobad deckt einige Färbungen völlig ab, andere Färbungen behaupten sich Indigo gegenüber als ob sie reservieren würden.
All dies ist weniger eine Sache der Intensität des Indigobads als vielmehr eine Sache der Farbenchemie.

Und schaut mal das kleine Video HIER, das Leslie Morgan gerade mit Brunhilde Scheidmeir und Jude Kingshott gemacht hat!


Wechsel des Kursortes
Für den Rost+Indigo-Workshop, dessen Termin Mitte Februar liegt, haben wir übrigens den Kursort von Speyer nach Mannheim verlegt.
Auch wenn es schneien oder spiegelglatt sein sollte, ist Mannheim mit der Bahn besonders einfach zu erreichen. Der Weg vom Bahnhof zu uns ist kurz, sowohl mit Straßenbahn als auch sogar zu Fuß (nur 14 Gehminuten!).
Link zu Google Maps.

 


07.01.17

Deka Bügeltransferfarbe - Schichten

Deka Transferfarbe geschichtet über Reservierungen, dann gedruckt

Der Stoff oben besteht aus 4 Schichtungen von Deka Transferfarben (Bügelfarben). Da mir die weißen Reservierungen dann doch zu stark im Kontrast waren, habe ich sie zum Teil mit Orange überdruckt. Jetzt habe ich immer noch Kontrast, aber einen etwas wärmeren.


Deka Transferfarbe geschichtet, Mischung von Reservierung und Positivdruck

Obwohl mit denselben gepressten Pflanzen und denselben Transferpapieren gedruckt (nämlich den Resten vom Druck oben, nur zum Teil länger gebügelt) erscheint diese zweite Arbeit farblich ganz anders. Das liegt zum Teil an der Technik, wie ich die Pflanzen aufgelegt habe. Zum Teil auch daran, dass auf den Blättern manchmal noch Farbreste vom ersten Durchgang saßen, die sich jetzt als Positivdruck gezeigt haben.

Schichten
Beim Schichten arbeitet man in der Regel von hell nach dunkel, d.h. wenn viele Färbungen aufeinander folgen sollen, macht es Sinn, die ersten Farben mit Transparent aufzuhellen. Ein Aufhellen mit Wasser würde die Konsistenz der Farbe verändern.
Außerdem sind die Mischungen zu bedenken, die sich ergeben, wenn die unterschiedlichen Farben aufeinander gesetzt werden.
Bei dem Druck ganz oben habe ich mit einem aufgehellten Blau begonnen, mit einem aufgehellten Hellgrün überdruckt, dann mit Gelb (leicht aufgehellt) weiter gemacht und als letzte Schicht eine Mischung aus Pink und mit etwas blaustichigem Schwarz aufgetragen (ohne Transparent).
Wenn man sich ein wenig Zeit gibt, mit den Farben zu spielen und Erfahrungen zu sammeln, kommt man schnell zu faszinierenden Druckergebnissen.

Ideale Technik für wenig Platz
Für alle, die wenig Platz haben und nur im schönen sauberen Wohn- oder Nähzimmer arbeiten können, ist dies die ideale Technik!
Die Farbpapiere bemalt man in Ruhe vor dem Fernseher und lässt sie dann trocknen. Am besten, man beschriftet die Blätter mit dem jeweiligen Farbrezept, denn anhand der getrockneten Farbe lässt sich nicht mehr nachvollziehen, was beim Überbügeln entstehen wird (die Farben erscheinen auf dem Papier matt und ähneln sich im Rotbreich sehr).
So kann man sich nach und nach eine nette Farbbibliothek zusammenstellen.
Und wenn man dann Zeit hat, braucht man nur noch ein Bügeleisen, ein Bügelbrett und eine Idee!

Und noch ein Tipp
In diesem Jahr werde ich sehr früh damit beginnen, eine große, wirklich große!! Sammlung mit gepressten Blättern (verschiedene Größen und Formen), Gräsern, Kräutern und Blüten anzulegen. Ob für Ecoprint, Gelatinedruck, Transferdruck, Wachscollagen, Sprühtechniken... man braucht sie einfach immer! Wir haben erst im Herbst damit begonnen, noch schnell ein wenig zu sammeln und zu pressen, aber es war deutlich zu spät. Die Vorräte gehen nun schon langsam zur Neige...

Kurs zum Thema (nur noch 1 Platz frei)

Wer Lust hat, diese Farben und ihre vielfältigen Möglichkeiten in einem Minikurs kennen zu lernen (zusammen mit 3 weiteren interessanten Techniken), kann das am 21.+22. Januar bei uns in Speyer tun.
www.textilstudio-speyer.de
www.jeromin-shop.de

Ein weiterer Artikel zum Thema:
http://textile-ideen.blogspot.de/2016/12/bugel-transferfarben.html







05.01.17

Ecoprint auf Buchseite, bestickt!

Brunhilde Scheidmeir: Ecoprint auf einer alten Buchseite, bestickt!

Eigentlich hatte ich nicht geglaubt, dass das möglich ist, aber Brunhilde hat es geschafft: einen Ecoprint auf die Seite eines alten Buchs zu drucken!
Das war ein erster Test, schnell mal zwischendurch probiert, ob das Papier die Blattfarbe überhaupt annimmt und ob das Papier das Dämpfen aushält und nicht etwa auseinander fallen würde.
Ich war so glücklich, dass das geklappt hat!
Und gestern hat Brunhilde sogar noch eins drauf gesetzt: sie hat sich einen Trick ausgedacht, um das etwas harte, spröde Papier besticken zu können, ohne dass es reisst!
Neugierig?

Wir bieten im ersten Vierteljahr zwei Workshops an, in denen das Thema Sticken eine Rolle spielt:
Unter Sticken verstehen wir vor allem freies Sticken und Quilten, das entweder Akzente setzt oder Flächen interessant füllt und so einer Arbeit eine weitere Dimension von Licht und Schatten und Textur hinzufügt.





04.01.17

Wachscollage (Encaustic)

Wachscollage (Encaustic) mit selbst gemachten Collagenpapieren (Tusche), einem Ecoprint-Stoff, einer alten Buchseite und einer getrockneten Pflanzen
Wachs ist ein interessantes Material, wenn man es mit Stoff und Papier in Verbindung bringt. Jedes Wachs hat seine speziellen Eigenschaften, die es für das eine oder das andere Projekt besonders geeignet machen. Für Collagen zum Beispiel wird eine besondere Wachsmischung empfohlen, die das Bienenwachs (Hauptbestandteil) nach dem Abkühlen sehr gut durchhärtet, und die Collage unempfindlich macht.
In den USA finden sich viele Künstlerinnen, die sich seit Jahren mit Wachsarbeiten beschäftigen, die nichts, aber auch gar nichts mit jener Art von Encaustic zu tun haben, die man noch von früher her kennt. Selbst so etwas auszuprobieren hat mich allerdings immer abgeschreckt, denn der Aufwand von Material und neuem Werkzeug schien mir zu hoch.
Aber letztendlich war die Neugierde doch größer!

Bewaffnet mit einem geschenkten Wachstopf und einem uralten Bügeleisen mit glatter Sohle machte ich dann meine ers5ten Erfahrungen und war begeistert!
Der Ablauf ist im Prinzip einfach: nach einer Grundierung erarbeitet man sich seine Collage Schritt-für-Schritt. Man befestigt neue Collagenteile mit flüssigem Wachs. Dann wird diese neue Wachsschicht mit den darunter liegenden Schichten heiß verschmolzen und verbunden, so dass letztendlich eine einzige Schicht entsteht.
Für das Verschmelzen gibt es spezielle Werkzeuge wie kleine praktische Bügeleisen (die wirklich viel besser funktionieren als die großen :-)), Heißföhns (ein normaler Föhn reicht nicht aus, das habe ich ausprobiert...) oder Geräte mit einer kleinen Flamme (das scheint mir zu gefährlich).
Was für eine Fülle kreativer Möglichkeiten tut sich da auf! Nicht nur das Sammeln und Erstellen der Collagenpapiere. Sondern auch das Einarbeiten verschiedener Farben (Acryl geht nicht, aber Ölfarben, Kreiden, Tusche, Wasserfarben, Guache...), das Kratzen und Kritzeln, das Einfügen von Fotos und nicht zuletzt das Einarbeiten von Stoffen, Kräutern, Fäden und Pflanzenteilen.

Collage mit Buchseiten, Saristoff, Fotografie, Kräutern, getrockneter Pflanzen, Ölfarben...


Anschaffungen
Nachdem ich also Feuer gefangen hatte, bin ich ans Recherchieren gegangen und habe gefunden, dass man letztendlich mit einem sehr kleinen Budget beginnen und experimentieren kann.
Als einigermaßen transparentes Wachs kann man das sehr preiswerte Paraffin empfehlen. Das wird zwar in der Literatur nicht gerne gesehen, weil es sehr spröde ist und sich verziehen kann. Aber wir arbeiten zunächst doch vor allem aus Spaß und nicht unbedingt für die Ewigkeit.
Stellt man sich seine Collage zusammen, verklebt und bearbeitet sie wie üblich, dann reicht schon eine einzige Wachsschicht (Paraffin mit Pinsel aufgetragen), um einen ersten Eindruck zu erhalten. Ein zu viel an Wachs lässt sich mit einem alten Bügeleisen abtragen. Normales Bienenwachs eignet sich weniger, weil es gelb und zu weich ist.
Wir haben inzwischen preiswerte Bügeleisen und preiswerte Heißluftföhns gefunden und mit allen möglichen Kartons und Hölzern experimentiert. An der Grundierung und am Wachs spare ich nicht, da nehme ich lieber gute Qualität.

Workshops zum Thema
Einen ersten Eindruck kann man im folgenden Kurs (14.+15. Januar, Speyer) erhalten: http://www.textilstudio-speyer.de/4xminikurse-papier.html (nur noch 1 Platz)
Mehr in die Tiefe gehen wir in den folgenden Kursen:
http://www.textilstudio-speyer.de/encaustic-collagen.html (4. + 5. März, Mannheim)
und http://www.textilstudio-speyer.de/encaustic-collagen-1.html (16.+17. Dezember, Mannheim, noch 3 Plätze)

02.01.17

3D-Effekt für Nunofilz - ohne Einlage!!
Unser Januar-Angebot!!

Brunhilde Scheidmeir: Siebdruck mit Dekaprint-NEON auf Pongé 05, gefilzt mit schwarzem Vorfilz

Im Dezember hatten wir in Mannheim einen tollen Filzkurs, bei dem wir in Farbe schwelgen konnten! Am ersten Tag stand Siebdruck mit Procion MX und Dekaprint auf Seide auf dem Programm. Dabei hatte Brunhildes Entdeckung Premiere: 3D-Effekte mit Hilfe von Siebdruck und Dekaprint-NEON auf Pongé 05, ohne dass eine Einlage notwendig wäre! Der Druck verhindert das Durchdringen der Wolle durch die Seide.

Gleich vorweg: das gelingt auch mit "normaler" Dekaprint. Allerdings muss man dann zweimal übereinander drucken, und es ist gar nicht so einfach, das Muster beim zweiten Druck wieder genau zu treffen.
Mit NEON braucht ihr keinen zweiten Druck! Die Farbe hat eine solche Konsistenz, dass ein Druck genügt.
Eine Frage wurde öfter gestellt: gelingt dieser Effekt auch auf anderen Stoffen?
Jutta Höss hat Chiffon ausprobiert, bei dem der Druck mit Dekaprint NEON eine andere Struktur ergab, jedoch keinen starken 3D-Effekt, weil das Gewebe dafür einfach zu offen gewebt ist.

Jutta Höss: Druck mit Dekaprint NEON und Dekaprint auf Chiffon gefilzt mit schwarzem Vorfilz

Der NEON-Druck steht leicht über den anderen Drucken und ergibt eine borkige Struktur. Auch das sieht sehr effektvoll aus!

Es gibt eine Voraussetzung für diese Effekte: die Siebdruckfarbe muss fest in den Stoff gedrückt werden. Das gelingt nicht mit Stempeldruck oder mit einfacher Stoffmalerei!

Wir haben die Muster mit unseren Siebdruckschablonen gedruckt. Am besten eignen sich flächige Motive, weil sich dadurch der 3D-Effekt und der Borkeneffekt am besten zeigen.
Gefilzt haben wir im Kurs mit schwarzem Nadelvlies von IDEEN, das außerordentlich weich ist und sich nach dem Anfilzen sehr gut ziehen lässt, so dass der Filz nach Beendigung des Prozesses weich fällt. Es gilt als eines der besten auf dem Filzmarkt, und wir bieten es bis zum 15. Januar zum Sonderpreis an!

Januar-Angebot
Zum Ausprobieren dieser Technik und all der anderen Artikel in unserem Shop bieten wir bis einschließlich zum 15. Januar 2017 einen  
allgemeinen Rabatt von 5% auf alle Artikel an 
(ausgenommen Bücher).
Der Rabatt schließt auch unsere Mailing-Sonderangebote mit ein. Klickt euch bitte durch, es gibt wieder einige interessante neue Artikel!
Darüber hinaus übernehmen wir die Versandkosten von 4,95 EUR, wenn ein Bestellwert von 75.-EUR erreicht wird.
Diese Abzüge werden im Shop nicht angezeigt, aber wir weisen sie in der Rückmeldung auf die jeweilige Bestellung aus.

Workshop: Siebdruck und Filzen im Februar in Mannheim
Am 18. + 19. Februar werden wir wieder drucken und filzen!
Weil das Wetter im Februar manchmal etwas unbeständig ist, haben wir uns extra für den Kursort Mannheim entschieden, weil Mannheim mit dem Zug besonders gut zu erreichen ist.
Unser Geschäft ist nur drei Straßenbahnhaltestellen vom Bahnhof entfernt und sogar ganz einfach zu Fuß zu erreichen (ca. 20 Minuten).




31.12.16

Tschüss 2016, Hallo 2017!


Kalender von Michaela Müller (www.muellerinart.blogspot.de)
 und Brigitte Balser (www.brigittebalser.eu)

Mit Michaela Müllers (www.michaela-mueller-design.de) wunderschönem Kalender verabschiede ich das Jahr 2016 und heiße das neue Jahr 2017 mit der noch verschlossenen Tür willkommen!
Lasst sie uns um Mitternacht öffnen und das Beste daraus machen!
Und mit dem optimistischen Januarbild von Michaela Müller wünsche ich uns allen einen guten Beginn!
Bleibt gesund und fröhlich, genießt eure Kreativität!
Herzlichst
Sabine

 
Kalender von Michaela Müller (www.muellerinart.blogspot.de)
 und Brigitte Balser (www.brigittebalser.eu)








29.12.16

Bügel-Transferfarben

In Arbeit: verschiedene Techniken mit Transferfarben

Zugegeben, mein Interesse für Transferfarben ist noch relativ neu. Das mag daran liegen, dass wir uns lange Jahre nur mit Naturfasern beschäftigt haben. Seit ich weiß, dass sich manche Synthetikstoffe wie Naturstoffe anfühlen, habe ich mich mit ihnen etwas versöhnt (zumindest als Grundlage für Transferfarben, denn was diese können, ist schon erstaunlich!).

heller Maskendruck und dunkler Direktdruck
Bügel-Transferfarben lassen sich nur auf Stoffen anwenden, die einen Poly-Anteil von wenigstens 60% aufweisen (z.B. bei uns: Poly-Batist oder Poly-Organza). Je höher der Synthetikanteil, desto intensiver und leuchtender die Farben.
Meine Aufmerksamkeit wurde geweckt als ich entdeckte, dass Maskenabbildungen von Pflanzen auf Stoff nicht nur mit Hilfe von Gelatineprints machen lassen. Sondern dass die vergleichbaren Ergebnisse durch Transferfarben auch noch den Vorteil haben, dass der Stoff leicht bleibt.


Erstaunlicherweise gibt es im Netz verhältnismäßig wenig Informationen und Anleitungen für diese Farbgruppe. Sehr intensiv setzt sich die australischen Künstlerin Marie-Therese Wisniowski  mit Transferfarben  auseinander und lotet in ihren Arbeiten zumindest einen größeren Teil der faszinierenden Eigenschaften aus. Für spezielle Effekte setzen mehrere bekannte Textilkünstlerinnen in GB und den USA Transferfarben ein, wie z.B. Cas Holmes. Gerade für Künstlerinnen, die gerne alte, gebrauchte Stoffe für ihre Arbeiten verwenden und bearbeiten, sind Transferfarben ein wichtiges Werkzeug.
Transferfarben gibt es als Pulver, das man anrührt oder als flüssige Pigmentfarben. In dieser praktischenm gelösten Form bieten wir sie an (Deka Bügelfarben). Man trägt sie auf Papier auf (Pinsel, Schwamm, Spray, Druck) und bügelt sie von dort aus auf den Stoff. Dafür kann das Papier gerissen oder geschnitten werden. Die Farben sind halbtransparent und lassen sich auf dem Stoff von hell nach dunkel schichten.

Elisabeth Schwinge hat in der Zeitschrift TEXTILKUNST einen hervorragenden Artikel über Transferfarben geschrieben, den ich wirklich empfehlen kann (Hier wird Druck gemacht! 2005, Heft 3, Seite 152-154) . Er hat mir den Einstieg sehr erleichtert.

Ideal für Patchwork, Acessoires und Mode! Das Faszinierende an diesen Farben ist die Möglichkeit, sehr tief zu schichten und dabei alle Techniken zu verwenden, die auf Papier möglich sind. 

Ein ideales Verfahren für alle, die wenig Platz haben! Denn Papiere lassen sich bequem abends vor dem Fernseher vorbereiten. Und dann braucht man nur noch Backpapier sowie ein Bügeleisen und Bügelbrett, um an einem geeigneten Tag loszulegen. Die Arbeit kann jederzeit unterbrochen und neu aufgenommen werden.


Wer Lust hat, diese Farben und ihre vielfältigen Möglichkeiten in einem Minikurs kennen zu lernen (zusammen mit 3 weiteren interessanten Techniken), kann das am 21.+22. Januar in Speyer tun.
Wir werden ein wirklich volles Programm bieten: vier Schnupperkurse für Stoff, nämlich Transferfarben, Siebdruckschablonen, Fototransferverfahren auf Stoff und ein Minikurs in freiem Sticken und Quilten.
Und was am meisten Spaß macht: all diese Techniken stehen nicht nur für sich alleine. Man kann sie hervorragend kombinieren!

www.textilstudio-speyer.de
www.jeromin-shop.de





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